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Bildungsforum und neues Fest für Malstatt

Von SZ-Redakteur Martin Rolshausen

Malstatt. "Geld ist nicht alles", sagt Oberbürgermeisterin Charlotte Britz, es komme vor allem auf die Menschen an, die etwas tun. Davon gibt es in Malstatt offenbar besonders viele (Veröffentlicht am 24.04.2012)

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. Malstatt. "Geld ist nicht alles", sagt Oberbürgermeisterin Charlotte Britz, es komme vor allem auf die Menschen an, die etwas tun. Davon gibt es in Malstatt offenbar besonders viele. Zur von Britz einberufenen Stadtteilkonferenz fürs Untere und Obere Malstatt kamen über 50 Malstatter, um sich darüber zu informieren, was die Stadtverwaltung in ihrem Stadtteil plant, und Hinweise darauf zu geben, was die Stadtverwaltung womöglich übersehen hat.

Vor einem Jahr kam eine solche Stadtteilkonferenz in Malstatt schon einmal zusammen. Seitdem hat sich einiges getan. Die Stadt hat zum Beispiel mit dem Bau der neuen Kindertagesstätte am Kirchberg begonnen und ist dabei, am selben Standort eine sogenannte Gebundene Ganztagsgrundschule zu errichten - also eine Grundschule, in der die Kinder verpflichtend auch am Nachmittag etwas lernen. An vielen anderen Stellen wird in Malstatt gearbeitet. Und auch die Beteiligung der Bürger an den Entscheidungen funktioniert offenbar immer besser. "Was die soziale und wirtschaftliche Lage der Menschen im Stadtteil angeht", sei allerdings nichts geschehen, räumte der Leiter des städtischen Amts für soziale Angelegenheiten, Guido Freidinger, gleich zu Beginn der Versammlung am vergangenen Freitag im katholischen Gemeindezentrum St. Josef ein. In Malstatt (nicht mitgerechnet werden in dieser Statistik der Rastpfuhl, die Rußhütte und der Rodenhof) liegt die Arbeitslosenquote zwischen 16 und 17 Prozent. Sie ist doppelt so hoch wie die durchschnittliche Arbeitslosen-Quote in der Gesamtstadt, sagt Freidinger. Rund 1500 Menschen in den sozial schwächeren Teilen Malstatts sind arbeitslos gemeldet.

Soziale Lage weiter schwierig

20 Prozent der Menschen im Unteren und Oberen Malstatt seien von Hilfeleistungen (also Geld von der Arbeitsagentur oder Grundsicherung) abhängig, sagt Freidinger. Die Kaufkraft im Stadtteil sei entsprechend niedrig. Sie betrage je nach Viertel nur 70 bis 90 Prozent der durchschnittlichen Saarbrücker Kaufkraft.

Diese Zahlen sind in Malstatt, das machten die Teilnehmer der Konferenz klar, kein Grund zur Resignation. Im Gegenteil. Die Malstatter regten an, dass es schon bald ein Bildungsforum in ihrem Stadtteil geben soll. Dort soll unter anderem daran gearbeitet werden, wie den Kindern der Übergang vom Kindergarten zur Grundschule erleichtert werden kann. Dass die katholische Kirche ihr Gemeindehaus abreißen will, um dort einen neuen Kindergarten direkt neben die gerade entstehende städtische Kindertagesstätte und zwei Grundschulen zu bauen, sei dabei hilfreich, sagt Gerd Schank von der Stadtverwaltung.

Die Konferenz hat sich darüber hinaus darauf verständigt, dass es in etwa vier Wochen am Friedhof Jenneweg eine Begehung mit Experten der Stadtverwaltung gibt. Unter anderem soll es dabei darum gehen, wie der etwas verwilderte und oft zugeparkte Gehweg dort wieder nutzbar gemacht werden kann.

Nachdenken wollen die Malstatter mit der Stadtverwaltung darüber, wie der Cottbusser Platz besser genutzt und wie eine Mitte geschaffen werden kann, die das Obere und Untere Malstatt verbindet. Außerdem soll es einen Bouleplatz und Toiletten auf dem Kirchberggelände geben. Und gefeiert werden soll auch: Ein Kirchblütenfest ist in Planung.

Die Vielzahl der Vorschläge habe ihn beeindruckt, sagt Amtsleiter Freidinger. Und die Stadtverwaltung habe da auch ein ordentliches Paket Arbeit bekommen. Aber das sei gut so, denn Bürgerbeiteilugung stärke Malstatt.

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