Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion um die Ansiedlung des Investors ECE in Homburg fordert die Homburger Abgeordnete und Vorsitzende der Linksfraktion im Homburger Stadtrat, Barbara Spaniol, erneut ein transparentes Verfahren und einen runden Tisch mit Vertretern der Stadt, des Stadtrates und den Gewerbetreibenden. "Die geplanten zusätzlichen Einzelhandelsflächen von etwa 20 000 Quadratmetern werden für die Homburger Innenstadt kaum verträglich sein. Es ist zu befürchten, dass viele kleine inhabergeführte Geschäfte wegen Mietsteigerungen oder der Konkurrenz durch das ECE aufgeben", so Spaniol. Die Linke fordert zudem eine Versachlichung der Debatte und eine intensive Würdigung der kritischen Argumente von Expertenseite. Kaufkraft könne nicht doppelt verteilt werden.
Bei der Fraktion für Homburg (FFH) sorgen vor allem die Äußerungen des städtischen Beigeordneten Axel Ulmcke (FWG) für Unverständnis. Der plötzliche Sinneswandel der FWG in Sachen ECE-Ansiedlung sei nicht nachzuvollziehen. "Axel Ulmcke war der Erfinder der These, dass Homburg nicht mehr als 12 000 Quadratmeter zusätzlicher Einzelhandelsfläche verträgt, ohne den traditionellen Einzelhandel zu schädigen. Er argumentierte bislang, dass seine Sorge dem Schutz des Homburger Einzelhandels gelte, der über Jahrzehnte hinweg das Gesicht der Stadt zum Positiven geprägt habe. Wie wir heute leider wissen, spielte sich Axel Ulmcke nur scheinbar zum Wächter der Interessen der Gewerbetreibenden und deren Mitarbeiterschaft auf", äußerte sich Peter Müller von der FFH. Ulmcke sei ohne Vorwarnung und ohne schlüssige Erklärung auf die ECE-Linie eingeschwenkt. "Er hat sich damit vom Paulus zum Saulus gewandelt und ist völlig unglaubwürdig geworden", so Müller weiter.
Die Homburger Grünen monieren insbesondere den Grundstücksverkauf. "Rund ein Drittel der Grundstücke auf dem Enklerplatz befanden sich bis letzten Freitag in städtischer Hand - voreilig entschieden sich Stadt und große Koalition in nicht-öffentlicher Sitzung und ohne transparentes Ausschreibungsverfahren für deren Verkauf", heißt es in einem Schreiben. Der aktuelle Verkaufspreis liege wohl "nur geringfügig über dem aktuellen Bodenrichtwert", vermutet der Stadtverbandsvorsitzende der Grünen, Marc Piazolo. Durch das Bauvorhaben würden die Grundstücke aber aufgewertet. Damit habe die Stadtratsmehrheit "sehenden Auges Vermögenswerte der Homburger Bürger vernichtet." Viel entscheidender sei jedoch "die absehbare Verschiebung der städtischen Einzelhandelsachse - weg von der westlichen Talstraße hin zum Enklerplatz. Damit verliert das Vauban-Carrée deutlich an Wert", kritisiert Piazolo.
Ebenfalls kritisch sehen die Grünen die Ankündigung, dass ECE schon Verhandlung mit Media-Markt aufgenommen habe, mit dem Ziel, den Elektromarkt "in die neue Schlossberg-Galerie hinüber zu lotsen". Damit breche dem Saarpfalz-Center der Ankermieter weg. "Zudem wäre die angestrebte Knochenlösung mit den beiden Polen Saarpfalz-Center/Vauban-Carrée und Einkaufszentrum am Enklerplatz ad absurdum geführt." ECE hatte gegenüber unserer Zeitung betont, mit Media-Markt deswegen zu verhandeln, da es klare Anzeichen gebe, dass das Unternehmen auf Sicht Homburg verlassen werde. ust
Foto:Thorsten Wolf
Foto:Becker & Bredel
































1,2,3 GO




Die Saarbrücker Zeitung ist die führende Tageszeitung im Saarland mit elf Lokalausgaben. Die SZ ist heute ein modernes Multimediahaus mit Tageszeitung, iPad-Ausgabe und erfolgreichen Web-Auftritten.
Der Pfälzische Merkur, gegründet 1713, erscheint in der Westpfalz und im Saar- pfalz-Kreis. Er ist eine der ältesten Tageszeitungen Deutschlands. Herausgeber: Zweibrücker Druckerei und Verlagsgesellschaft mbH.
Die Tageszeitung Trierischer Volks- freund erscheint in Trier, Eifel, Hunsrück und an der Mosel. Ergänzt wird das Printangebot durch Apps, das Online-Angebot, Dienstleistungen in Logistik, Kommunikation und Werbung.
Die Lausitzer Rundschau ist das führende Medienhaus der Lausitz, dessen Medien der Marktplatz sind für Meinungen und Informationen in der Region. Herausgeber: LR Medienverlag und Druckerei GmbH.
bigFM Saarland ist der innovative Sender in der Region für eine junge Hörerschaft. Verrückte Aktionen, regionales Programm und Interaktivität mit den Hörern lassen bigFM im Saarland von Jahr zu Jahr erfolgreicher werden.
euroscript, führender Lösungsanbieter im Bereich Content-Lifecycle-Management, bietet Kunden weltweit umfassende Lösungen zur Konzeption, Entwicklung und Unterstützung von Content-Management-Prozessen.
TeleMedia, der Telefonbuchverlag der Saarbrücker Zeitung, gibt seit mitt- lerweile 15 Jahren in den Verbreitungs- gebieten Saarland, Westpfalz, Mosel-Eifel-Hunsrück und Brandenburg über 50 Telefonbücher heraus.
Als größter regionaler Briefdienstleister beliefert saarriva mehr als 700.000 Haushalte in der Region Saar-Mosel. Die Kooperation mit Partnern ermöglicht den nationalen und internationalen Brief- und Paketversand.
Neben der Logistik der SZ erstreckt sich die Tätigkeit der RPV Logistik auf die Dienstleistungen eines modernen Druckzentrums, Versand- und Objekt- steuerung für SZ-eigene und fremde Verlagsobjekte.
Die circ IT ist ein auf IT-Dienstleistungen für Medien spezialisiertes Unternehmen mit Hauptsitz in Düsseldorf und bedient die Bereiche Media, Online, ERP, Infrastruktur, Desktop Services sowie Professional Services.
Die Berliner Medien Service GmbH (BMS) ist eine Tochterfirma der Saarbrücker Zeitung und besteht aus dem Berliner Büro und dem News-Pool. Das Berliner Büro versorgt zahlreiche Regionalzeitungen in Deutschland und Luxemburg mit hochwertiger Parlamentsberichterstattung aus Berlin. Der News-Pool bietet den angeschlossenen Zeitungen Texte, Fotos und Info-Grafiken zu den Themen Auto, Reisen, Computer, Hochschule, Jugend, Haus und Garten, Medizin oder Fitness.
Die Saarländische Wochenblatt Verlagsgesellschaft mbH, kurz SWV genannt, ist mit 15 Wochenspiegel-Titeln im Saarland vertreten.Der SVW gehört mehrheitlich zur SZ-Gruppe. Woche für Woche erhalten alle saarländischen Haushalte fei Haus wichtige Informationen aus ihrem regionalen Wochenspiegel.