Am vergangenen Montag feierte der ehemalige Berufsschullehrer in der Lebacher Stadthalle seinen runden Geburtstag. Privat wird ein paar Tage später mit der Familie, Freunden und Mitarbeitern im Casino im Gewerbepark auf das neue Lebensjahrzehnt angestoßen.
24 Jahre war Arno Schmidt Lehrer an Berufsschulen in Saarbrücken, Homburg und Sulzbach-Neuweiler. Von 1999 bis 2001 war er ehrenamtlicher Beigeordneter der Stadt und von 2001 bis 2006 hauptamtlicher Beigeordneter bis zu seiner Wahl als Bürgermeister. Dieses Amt trat er im Oktober 2006 an. Noch bis 2014 läuft seine Amtszeit. "Ich werde auf jeden Fall wieder kandidieren", erklärt der (jetzt) 60-Jährige. "Doch die ganze Amtszeit von acht Jahren werde ich wohl nicht erfüllen."
Warum hat er damals seine sichere Position für die Politik aufgegeben? Schule und Verwaltung, beides habe mit Menschen zu tun, betont Schmidt. Das Spektrum als Bürgermeister sei sogar noch breiter gefächert. Er werde fast täglich vor neue Probleme gestellt.
Bürgern direkt helfen
Große Knackpunkte seiner Arbeit in den vergangenen Jahren seien der Bergbau, die Bundeswehr und das Krankenhaus gewesen.
Ihn freut es, wenn er den Bürgern direkt helfen kann. "Es sind oft die kleinen Dinge, wo man eingreifen kann." Offiziell hat er keine Bürgersprechstunde. Wenn es ihm möglich ist, redet er direkt mit den Betroffenen, oder er ruft zurück. Ärgern kann sich der gebürtige Schaffhauser - sein Vater stammt aus Lebach und 1963 zog die Familie Schmidt von Schaffhausen nach Lebach - über manche Verordnungen und Erlasse, die von "oben" auf die Kommunen abgewälzt werden, und die man den Menschen auch schlecht erklären könne. Die finanzielle Lage der Stadt bereite ihm schon Sorge. "Wir kommen dem negativen Ziel immer näher, dass das Eigenkapital bald aufgebraucht ist."
Gesundheit an erster Stelle
Was sind seine persönlichen Wünsche? Gesundheit auch für seine Familie stehe selbstverständlich an erster Stelle. Auch wünscht sich Schmidt, dass die Zusammenarbeit im Stadtrat weiterhin so laufe, zum Wohle der Kommune. Wünsche seitens der Politik, davon ist einer bereits in Erfüllung gegangen. Annegret Kramp-Karrenbauer wird wahrscheinlich Ministerpräsidentin bleiben. Der Christdemokrat Schmidt ist überzeugt, weiterhin gut mit der neuen Landesregierung zusammenzuarbeiten.
Hat Arno Schmidt einen besonderen Geschenkwunsch? "Persönlich wünsche ich mir nichts". Wer ihm aber, so steht es auch auf seiner Einladung, was schenken möchte, kann eine Geldspende geben. Das Geld geht zu gleichen Teilen an den Förderverein des Lebacher Krankenhauses und die Stiftung Rückhalt, die sich um schwerbehinderte Kinder sorgt. Schmidt ist seit vielen Jahren dort im Stiftungsvorstand.
Am Montag wurde in der Stadthalle gefeiert. Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer und Innenminister Stephan Toscani zählten mit zu den zahlreichen Gästen. Foto: CDU































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