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Landsweiler

Saarbahn Baustelle wirbelt viel Staub auf oder: Saarbahn Baustelle sorgt für Verdruss Baustelle wirbelt viel Staub auf

Von SZ-Mitarbeiter Fred Kiefer

Wo gehobelt wird, fallen bekanntlich auch Späne. Wenn zu viele davon jedoch zum Ärgernis der Bürger werden, hagelt es Beschwerden. Anwohner entlang der Saarbahn-Baustelle in Landsweiler haben jedenfalls genug von kaputten Straßen, Staub und Erderschütterungen. (Veröffentlicht am 10.05.2012)

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Wolfgang und Franziska Bednarek, Wolfgang Boullay und Lucia Engel-Hertel (von links) begutachten Fotos mit Schäden in ihrer Straße in Landsweiler. Foto: Fred Kiefer

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Wolfgang und Franziska Bednarek, Wolfgang Boullay und Lucia Engel-Hertel (von links) begutachten Fotos mit Schäden in ihrer Straße in Landsweiler. Foto: Fred Kiefer

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Landsweiler. Landsweiler. Genau dort, wo im Lebacher Stadtteil Landsweiler die Habacher Straße in einen drei Meter breiten Feldweg in Richtung Spitzeichtunnel mündet, stehen die Häuser der Familien Boullay und Bednarek. Seit Beginn der Bauarbeiten am Spitzeichtunnel im Mai 2010 quetschen sich täglich zahlreiche Lkw durch die Straße und das Nadelöhr.

Die Habacher Straße ist die einzige Zufahrt zu den Gewerken der Saarbahn wie Tunnel, Trasse, Brücke und Haltepunkt Landsweiler-Süd. Der für die Anlieger ungewohnte Schwerlastverkehr führt zu massiven Belästigungen durch Lärm, Staub und Erderschütterungen. Wolfgang Boullay berichtet: "Manchmal passieren die Lastwagen im Minutentakt unsere Anwesen. Bei trockenem Wetter wird von der Fahrbahn, den Ladungen der Lkw und der Trasse Staub aufgewirbelt, der unsere Häuser bereits rötlich-braun gefärbt hat und der bis in die Wohnungen dringt." Boullay zeigt auf dunkle Schlieren, die der Regen von den Fensterbänken aus am Putz seines Hauses gezogen hat.

Auch die gegenüber wohnenden Franziska und Wolfgang Bednarek beklagen die starke Verschmutzung ihres Eigenheimes durch eine dicke Staubschicht. "Bei uns kommt noch hinzu, dass wir mit dem Auto fast kaum noch in die Garage fahren können, weil sich Fahrbahn und Gehweg vor dem Haus um mehrere Zentimeter abgesenkt haben", sagt Bednarek. Es ist ganz offensichtlich: Zwischen der Heckstoßstange des Pkw und der Fahrbahndecke bleibt noch ein Spielraum von sechs Zentimeter.

Anwohnerin Lucia Engel-Hertel berichtet von einem Riss im Glas ihres Wintergartens. Weitere Bürger sprechen vom Versagen der Ortspolitik, die sich nicht um die Anliegen der Leute gekümmert habe.

In Absprache mit weiteren betroffenen Bürgern entlang der Baustelle schrieb Boullay zwei Briefe an die Stadtbahn mit der zentralen Frage, wer die Beseitigung der Schäden an den Häusern und den Straßen übernehmen werde. "Die Antwort, die wir erhielten, war nichtssagend und daher unbefriedigend - ein zweiter Brief wurde überhaupt nicht beantwortet. Wir sind nicht für die Schäden verantwortlich und wollen daher auch nicht für deren Beseitigung bezahlen. Auf eine Anfrage beim Lebacher Bauamt wurde uns angedeutet, dass die Stadt bei einer Straßensanierung die Kosten nicht alleine tragen werde. Genau dies stimmt uns nachdenklich." Wir wollen jetzt klare Antworten, fordert Boullay.

Saarbahn-Ingenieur Daniel Bürtel teilt auf SZ-Anfrage mit, dass die Beseitigung der Schäden an Straßen und Gehwegen derzeit Thema von Gesprächen seien, die sein Unternehmen mit der Stadt Lebach führe. Die in Landsweiler arbeitenden Baufirmen hätten strikte Anweisungen, für die Verkehrssicherheit in den von ihnen benutzten Straßen zu sorgen. Gleichzeitig, so Bürtel weiter, werde geprüft, wer der Verursacher der Verschmutzungen durch Staub sei. "Wir wollen mit den Anliegern unserer Baustellen ein gutes Auskommen, müssen aber genau abwägen, für welche Maßnahmen wir Geld ausgeben".

Heute um 17 Uhr werden der Stadtbahn-Geschäftsführer Norbert Reuter, Bürtel sowie Vertreter der Stadt Lebach Fragen der betroffenen Anlieger im Rahmen einer Infoveranstaltung auf dem Landsweiler Festplatz beantworten.

Meinung

Hoffen auf eine klare Aussage

Von SZ-Redakteurin

Monika Kühn

Jeder von uns kennt das. Stehen Arbeiten am Haus an, weiß man, es fällt Dreck an. Meist ist auch genau vorherzusehen wie viel, wie zum Beispiel beim Tapezieren. Weniger kalkulierbar wird es, muss etwa eine Wand durchbrochen werden. Da kann es zu bösen Überraschungen kommen. Solche Überraschungen dürften die Anwohner der Saarbahnbaustelle erlebt haben. Im Vorfeld konnten sie nicht ahnen, mit wie viel Dreck, Lärm und Verkehr sie rechnen mussten. Vergleiche in dieser Ordnung gab es auf der ganzen Strecke nicht. Es gibt die einvernehmliche Zusage seitens Stadt und Saarbahn, dass die Straßenschäden behoben werden. Doch wer was macht, das wird wohl noch ein Hickhack geben. Es sind nicht nur die Straßen, die arg in Mitleidenschaft gezogen wurden, auch Häuser der Anwohner haben Schaden genommen. Einen neuen Verputz wird kaum jemand verlangen, aber eine Reinigung müsste doch möglich sein. Ich bin gespannt, wie heute Abend die Gespräche verlaufen werden und ob Politik und Wirtschaft eine klare Aussage treffen werden.

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