Auf der Synode des Kirchenkreises wurde außerdem der Vorschlag gut geheißen, wonach beide Kirchenkreise im Saarland einen gemeinsamen Verband gründen. Dabei geht es um einen gemeinsamen Trägerverbund, bei dem die Mitarbeiter in den Kirchenkreisen angestellt werden sollen, die nicht in der Gemeinde selbst arbeiten: etwa in der Telefon- oder Krankenhausseelsorge, Erwachsenenbildung oder Notfallseelsorge. Bislang sind beide Kirchenkreise je für sich Anstellungsträger. Entschieden wird darüber im Herbst.
Die Entscheidungen berühren durchaus das evangelische Selbstverständnis. Es räumt theologisch der einzelnen Gemeinde weitgehende Selbstbestimmung durch das Presbyterium aus gewählten Mitgliedern ein. In einem Vortrag unterstrich der Kirchenhistoriker Andreas Mühling, dass dieses Prinzip in der Geschichte den konkreten gesellschaftlichen Gegebenheiten angepasst wurde.
Beschlossen wurde weiter, die 1986 im damaligen Kirchenkreis Saarbrücken gegründete Partnerschaft mit dem Kirchenkreis Goma in der Demokratischen Republik Kongo in die Trägerschaft des Kirchenkreises Saar-West zu übernehmen.
Die Synode wählte Friedbert Bickelmann (Güchenbach), Margit Groß-Schmidt (Obere Saar), Pfarrerin Andrea Lermen-Puschke (Schaffhausen) und Volker Müller (Saarbrücken-St. Johann) als Abgeordnete zur Landessynode der rheinischen Kirche.
Die Synode fand im Vereinshaus Fraulautern statt. Sie begann mit einem Gottesdienst in der benachbarten katholischen Dreifaltigkeitskirche. Weyer dankte Pfarrer Hans-Kurt Trapp für einen "freundlichen, herzlichen Empfang, ein tolles ökumenisches Signal." Die Synode war die erste nach der jüngsten Wahl der Presbyter. we
Meinung
Letztlich ist
es Seelsorge
Von SZ-RedakteurJohannes Werres
Mit einem gemeinsamen Kirchenverband für die beiden saarländischen Kirchenkreise geht die evangelische Kirche einen ähnlichen Weg wie das Bistum Trier. Verwaltung und Rechtsangelegenheiten werden auf mittlerer Ebene angesiedelt. Das ist billiger. Die Kirchen lernen, ihre knapper werdenden Mittel gezielter einzusetzen. Auch wenn dafür gewohnte Strukturen verändert werden. Davon profitieren letztlich die aktiven Gemeindemitglieder. Ihr Raum für persönliches christliches Engagement wird so eher größer.
































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