Saarlouis. Bleibt Saarlouis Garnisonsort, wie es seit Gründung der Stadt 1680 ist? Bleibt die Bundeswehr in Lebach? Offenbar ist das definitiv noch nicht entschieden. Welche Standorte nach der großen Reform der Bundeswehr noch bestehen und welche nicht, ist offen. "Wir können noch gar nichts sagen", erklärte gestern der Sprecher der Saarlandbrigade, Hauptmann Marcel Engels
(Veröffentlicht am 22.02.2011)
Saarlouis. Bleibt Saarlouis Garnisonsort, wie es seit Gründung der Stadt 1680 ist? Bleibt die Bundeswehr in Lebach? Offenbar ist das definitiv noch nicht entschieden. Welche Standorte nach der großen Reform der Bundeswehr noch bestehen und welche nicht, ist offen. "Wir können noch gar nichts sagen", erklärte gestern der Sprecher der Saarlandbrigade, Hauptmann Marcel Engels. "Vermutlich im März wird bekannt, wohin die Reise insgesamt geht." Das muss dann noch nicht die Entscheidung über einzelne Standorte sein. Denn für Mai hat Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg die Bürgermeister der deutschen Garnisonsstädte zum Gespräch eingeladen. OB Roland Henz wird hinfahren.
Das Saarland, sagte gestern Jürgen Paschek, Mitglied der SPD-Fraktion in Saarlouis, müsse einfach Standort bleiben. "Es ist eine Frage der Ehre." Denn seit 20 Jahren, seit einem humanitären Einsatz in Kambodscha, sei die Luftlandebrigade 26 in allen Einsätzen und stets unter den Ersten dabei gewesen. "Da wurde ordentliche Arbeit geleistet." Immer wieder wurde den Fallschirmjägern aus dem Saarland bescheinigt, zur Elite der Bundeswehr zu gehören.
Paschek ist verteidigungspolitischer Sprecher der Landes-SPD. Er bestätigt: Es gibt derzeit viele Spekulationen um die Zukunft der Fallschirmjäger im Saarland. Grundlage: Offenbar hat sich durchgesetzt, aus den beiden Fallschirmjägerbrigaden 26 (Saarland) und 31 (Oldenburg/Niedersachsen) ein Regiment zu machen. Aufgaben sollen von den Fallschirmjägern auf die leichte Infanterie, Jäger, verlagert werden.