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Champions League: VfL Wolfsburg erstmals in der Vereinsgeschichte im Viertelfinale



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Wolfsburg
Jetzt geht es erst richtig los
Champions League: VfL Wolfsburg erstmals in der Vereinsgeschichte im Viertelfinale

Carsten Lappe,Michael Rossmann (dpa),  10. März 2016, 02:00 Uhr
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Daumen nach oben: Wolfsburgs André Schürrle zerstreute mit seinem Treffer letzte Zweifel am Weiterkommen. Foto: steffen/dpa Foto: steffen/dpa
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DieterHecking
André Schürrle hat Wolfsburg zum 1:0 (0:0)-Sieg im Rückspiel gegen Gent geschossen. Den größten Anteil am größten VfL-Erfolg hat aber Dieter Hecking. Der „Trainer des Jahres“ behielt in der Krise den Überblick.


 
Es schien fast, als gehöre der historische Erfolg nur Dieter Hecking. Nach dem erstmaligen Einzug des VfL Wolfsburg ins Viertelfinale der Fußball-Champions-League jubelte der grippe-geschwächte Trainer am meisten. Während seine Spieler das 1:0 gegen KAA Gent am späten Dienstagabend fast emotionslos zur Kenntnis nahmen und erst später Superlative für das Erreichte bemühten, brüllte er seine Freude heraus, ballte die Siegerfaust und fiel Sportchef Klaus Allofs um den Hals. Hecking sagte: „Man redet von historisch. Ich finde, dass es ein Riesenerfolg ist, den die Mannschaft erreicht hat.“

Nicht nur die Mannschaft hat schwierige Wochen hinter sich. Vor allem Hecking erlebte die Phase zwischen November und Februar mit sieben Spielen ohne Sieg am Stück als Krise. Es mehrten sich Stimmen, ob er den Club nach DFB-Pokalsieg, Vize-Meisterschaft und Einzug in die Champions League wieder in die Spur bringen kann. Spätestens seit Dienstagabend ist klar: Er kann. „Das ist eine Bestätigung dafür, dass man nicht so schlecht arbeitet“, befand Hecking bissig. In der Krise war er übellaunig, mitunter ungenießbar. „Ich glaube, dass das jetzt alles um einiges freundlicher aussieht“, sagte Allofs zur Situation. Die Aussage passt auch zu Hecking. Er wirkt wie von einer Zentnerlast befreit und ist zurück im Freundlichkeitsmodus.

Bei der Wahl zum „Trainer des Jahres“ hatte Hecking die Nase vor Lucien Favre. Anders als der VfL-Trainer schmiss der bei Borussia Mönchengladbach in der Krise mit fünf Auftakt-Niederlagen hin. Hecking führte seinen Club aus dem Schlamassel bis unter die besten Acht Europas. „Das ist außergewöhnlich. Wir sind ja keine Stammgäste in der Champions League, wo man sagen kann, dass man so etwas mal erreichen muss“, erklärte Allofs. „Wir haben eine Saison mit Wellen. Aber diese Wellen gehören für mich, für den Verein und für die Mannschaft dazu, um uns dauerhaft zu stabilisieren“, sagte Hecking, der auch am Dienstag großen Anteil am historischen Erfolg hatte.

Die Mannschaft wirkte nach dem 3:2-Sieg im Hinspiel gehemmt. Sie verharrte in der Angst, Fehler zu machen und sich zu blamieren. Das änderte sich, als Hecking statt mit Mittelfeld-Raute auf ein 4-2-3-1-System umstellte. „Als wir umgestellt haben, wurde es besser“, sagte Stürmer Max Kruse.

Siegtorschütze André Schürrle (74. Minute) meinte zur Entwicklung unter Hecking: „Wenn man die Mannschaft jetzt sieht – das ist schon wieder was anderes.“ Es scheint, als sei vor allem der Trainer gestärkt aus der Krise hervor gegangen. Der präsentierte sich erstaunlich selbstbewusst: „Das muss nicht das Ende sein. Wir können noch viel mehr erreichen. Ich bin noch nicht so weit, einen Schlussstrich zu ziehen unter diese Champions-League-Saison. Jetzt geht es erst richtig los.“

Auch für die Liga soll die Krisenbewältigung einen Schub geben. Der auf Rang sieben liegende Vizemeister glaubt wieder an eine erneute direkte Qualifikation zur Champions League. „Es sind noch neun Spieltage, da werden noch jede Menge Punkte vergeben. Die Konkurrenz hat noch schwere Spiele. Man sollte uns nicht abschreiben“, befand Hecking.


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