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Deutsche Handball-Clubs sind in der Außenseiterrolle





Stuttgart
Deutsche Handball-Clubs sind in der Außenseiterrolle
22. April 2017, 02:00 Uhr
Der THW Kiel und die SG Flensburg-Handewitt stehen im Champions-League-Viertelfinale vor schweren Spielen.

(dpa) Die ungewohnte Außenseiterrolle in der Handball-Königsklasse spornt die deutschen Spitzenclubs erst recht an. Der THW Kiel setzt vor dem Viertelfinale gegen den FC Barcelona auf seine Sieger-Mentalität, die SG Flensburg-Handewitt baut gegen den mazedonischen Meister Vardar Skopje auf die Heimstärke.

„Wenn man ständig unter Druck steht, so wie wir, kennt man solche Situationen“, sagt Kiels Geschäftsführer Thorsten Storm vor dem Hinspiel an diesem Sonntag (17.30 Uhr). Schon im deutschen Achtelfinal-Duell mit den Rhein-Neckar Löwen war den Kielern das Aus prognostiziert worden, doch die Mannschaft von Trainer Alfred Gislason schaffte es dank einer Energieleistung in die nächste Runde. Auch im Final Four um den Pokal „war Flensburg der Favorit“, sagt Storm. „Und trotzdem ging der Pokal nach Kiel.“

Ähnlich wie der FC Bayern München im Fußball verfügt der THW in besonderen Spielen über eine besondere Mentalität. Allerdings fehlt den Kielern ihr wohl wichtigster Spieler. Kapitän Domagoj Duvnjak fällt wegen einer Patellasehnenverletzung mehrere Monate aus. Der Kroate war schon im Achtelfinale gegen die Löwen der entscheidende Faktor seines Teams. Der FC Barcelona wird dagegen mit zahlreichen Weltklasse-Spielern antreten können.

Eine klasse Leistung benötigt auch Flensburg an diesem Samstag (17.30 Uhr) gegen Skopje. „Vardar war schon 2014 stark, jetzt ist dieser Gegner noch stärker“, sagt SG-Trainer Ljubomir Vranjes. Beide Clubs hatten als Gruppensieger das Achtelfinale der Königsklasse überspringen dürfen. Flensburg kämpft in der Bundesliga mit den Löwen um den Titel.

Für die drei deutschen Clubs im EHF-Pokal eine Klasse tiefer ist die Ausgangssituation vor dem Viertelfinale grundlegend anders. Frisch Auf Göppingen mit dem Saarlouiser Daniel Fontaine ist als Gastgeber bereits für das Final Four Ende Mai qualifiziert. Die Füchse Berlin gehen als Favorit ins Hinspiel am Samstag (15 Uhr) bei Tatabanya KC aus Ungarn, und auch der SC Magdeburg hat am Sonntag (18 Uhr) gute Chancen gegen den spanischen Club Helvetia Anaitasuna.

Sollte auch die MT Melsungen bei St. Raphael Var Handball in Frankreich am Samstag (20.45 Uhr) den Grundstein für ein Weiterkommen legen, könnte es zu einem historischen Durchmarsch kommen – ein deutsches Halbfinale wäre ein Novum.




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