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Wirft Faulenbach Ferndorf in die 3. Liga?





Saarlouis
Wirft Faulenbach Ferndorf in die 3. Liga?
Von  Sebastian Zenner, 
21. April 2017, 02:00 Uhr
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Mit 174 Toren ist Jonas Faulenbach (links), hier gegen Patrick Schmidt von den Rimpar Wölfen, bester Torschütze der HG Saarlouis. Trifft er auch heute Abend in der Stadtgartenhalle fleißig, könnte er seinen neuen Club TuS Ferndorf wertvolle Punkte kosten. Foto: Schlichter

Foto: Schlichter
Der beste Torschütze der HG Saarlouis empfängt heute mit seinem Team seinen künftigen Verein TuS Ferndorf. Für Kapitän Faulenbach eine besondere Konstellation, denn beide Mannschaften kämpfen gegen den Abstieg.

Jonas Faulenbach steht vor einer kuriosen Situation. Der Kapitän des Handball-Zweitligisten HG Saarlouis könnte heute dazu beitragen, seinen künftigen Club in die 3. Liga zu werfen. Dass der mit 174 Toren treffsicherste Saarlouiser im Sommer zum TuS Ferndorf (bei Siegen) wechselt, ist schon lange klar. Auch, dass er mit der HG mitten im Abstiegskampf noch auf den akut abstiegsbedrohten TuS trifft, war vorhersehbar. Einfacher macht es dies allerdings nicht.

Das Duell der gastgebenden HG (Platz 14, 26:34 Punkte) und des Tabellen-18. (21:39) wird um 19.30 Uhr in der Stadtgartenhalle angepfiffen. Bereits am Sonntag ist die HG um 17 Uhr beim EHV Aue wieder im Einsatz.

„Die Konstellation ist natürlich unglücklich. Aber ich habe von Anfang an gesagt, dass ich die Saison für die HG Saarlouis zu Ende spiele und dass deshalb die Ziele der Mannschaft ganz klar über allem stehen“, sagt Faulenbach: „Ich habe der HG mein Wort gegeben. Und das, was ich versprochen habe, will ich natürlich auch erfüllen.“ Das Ziel der HG lautet: den sportlichen Klassenverbleib schaffen. „Wenn Ferndorf es auch schafft, in der Liga zu bleiben, ist das natürlich schön. Aber ich meine, ich habe in den letzten Wochen auf der Platte deutlich zum Ausdruck gebracht, dass unser Ziel als Mannschaft auch für mich privat ganz oben steht.“

Dafür hat ihn auch sein Trainer gelobt. Nach dem letzten 33:31-Heimsieg gegen die HSG Nordhorn-Lingen, dem dritten in Folge, hob Jörg Bohrmann die Leistung des Führungsspielers hervor und sagte: „Jonas kann ganz schön stolz auf sich sein. Obwohl sein Wechsel nach Ferndorf feststeht, hängt er sich voll rein und führt die Mannschaft vorbildlich.“

Dass Faulenbach auch im Falle des Abstiegs in die 3. Liga nach Ferndorf wechseln wird, ist sicher. „Da ich mich ja mit der Absicht für Ferndorf entschieden habe, mich wieder in meine Heimat zu orientieren, wäre es Schwachsinn, dies nur in der 2. Bundesliga zu tun“, sagt er. Die frühe Bekanntgabe seines Wechsels gibt ihm Sicherheit für die restlichen Saisonspiele – insbesondere vor dem am heutigen Abend: „Jeder konnte sich auf diese Situation vorbereiten, deshalb sehe ich sie auch nicht so kritisch“, sagt der 27-Jährige.

Jonas Faulenbach konzentriert sich also voll auf das Sportliche und warnt: „Die Mannschaft ist sehr kampfstark und gibt alles, um in der Liga zu bleiben. Das haben wir schon im Hinspiel gesehen.“ Die Partie Mitte November endete 26:26 – nach einer komfortablen 19:13-Pausenführung der HG.

Trotzdem sollte sich Saarlouis vornehmlich auf die eigenen Stärken besinnen, findet der Kapitän – auch nach der denkbar knappen 29:30-Niederlage letzte Woche beim TV Emsdetten. „Solche Rückschläge können passieren. Aber wir konnten uns in der Rückrunde trotzdem stabilisieren. Wenn wir es jetzt noch schaffen, die Abwehr etwas zu festigen, sind wir ganz gut gewappnet“, sagt Faulenbach vor dem Duell seines jetzigen gegen seinen künftigen Club: „Ich habe jedenfalls ein gutes Gefühl.“




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