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50 Mann brennen darauf, dass es losgeht





Saarbrücken
50 Mann brennen darauf, dass es losgeht
Von  Jonas Grethel, 
20. April 2017, 02:00 Uhr
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Die Stimmung vor dem Saisonstart ist prächtig. Hier nimmt Hurricanes-Spielmacher Alexander Haupert Linebacker Bijan Jelvani huckepack. Foto: Schlichter
Der Football-Bundesligist Saarland Hurricanes startet am kommenden Samstag mit der Partie bei den Munich Cowboys in die Saison.

Der 18. September 2016 geht nicht unbedingt als der glücklichste Tag der Saarland Hurricanes in die Vereinschronik ein. Zum zweiten Mal in Folge hatte es der American-Football-Bundesligist in die Endrunde (Playoffs) geschafft. Zum zweiten Mal in Folge ging es für das Viertelfinal-Spiel gegen einen Gegner aus der Nord-Staffel. Und zum zweiten Mal waren die Canes ohne Chance. 7:43 hieß es am Ende gegen die Dresden Monarchs – und die Hurricanes mussten sich früh wieder von der bundesweiten Football-Bühne verabschieden.

Nach sieben Monaten Wartezeit und harter Vorbereitung geht es jetzt wieder los. An diesem Samstag startet die Saison um 16 Uhr mit der Partie bei den Munich Cowboys. Die Saarbrücker wollen einen neuen Angriff wagen. „Wir zählen uns zu den besten acht Teams des Landes und gehen dementsprechend in die Saison“, kündigt Mannschaftsmanager Paul Motzki selbstbewusst an: „Die Mannschaft und der Trainerstab sind gewachsen. Unser Hauptziel ist es, dass wir unsere Position in der Liga festigen. Wir wollen jetzt, dass es endlich wieder losgeht.“

Um in die Endrunde zu kommen, muss die Mannschaft einen der ersten vier Ränge der Südstaffel belegen. Je besser die Platzierung, desto schwächer der potenzielle Gegner im Viertelfinale. Und dafür hat die Truppe von Cheftrainer Tom Smythe so richtig aufgerüstet. Drei Abgängen stehen 15 Neuzugänge gegenüber. Das Aufgebot der Canes zählt nun 50 Spieler. Und das, obwohl immer nur elf auf dem Platz stehen dürfen.

Prominentester Neuzugang ist Tight End Charles Clay, der schon bei den Green Bay Packers in der nordamerikanischen Profi-Liga NFL unter Vertrag stand. Er soll Führungsspieler Wesley Miller ersetzen. Dazu kommen mit Stefan Mertsching und Darius Marmol Carmona zwei der besten deutschen Spieler, die sich zu den zahlreichen regionalen Talenten gesellen. Der Kader der Hurricanes besteht zu 80 Prozent aus Spielern aus dem Saarland und der Umgebung. „Wir haben jetzt 50 Spieler, die allesamt gut spielen können. Das ist viel wert und macht am Ende der langen Saison vielleicht den Unterschied aus“, sagt Motzki. Trainer Smythe wird noch genauer: „In meinem ersten Jahr hier wurden wir Fünfter, danach Vierter und vergangenes Jahr Dritter. Wir haben uns ständig verbessert. Das Ziel für dieses Jahr ist also ganz klar, Zweiter zu werden.“

Hilfreich könnte dafür die gute Stimmung im Neunkircher Ellenfeld-Stadion sein, das jetzt im zweiten Jahr wegen des Umbaus des Ludwigspark-Stadions in Saarbrücken die Heimat der Canes ist. „Wir sind sehr zufrieden mit der Situation, die Haupttribüne ist immer gut gefüllt“, erklärt Motzki, dessen Mannschaft für die kommende Saison im Schnitt 2000 Zuschauer erwartet: „Unser langfristiges Ziel ist es aber, dass wir nach Saarbrücken zurückkommen. Das ist schließlich unsere Heimat.“

Nach dem 30:23-Sieg im Testspiel gegen die Cologne Crocodiles vor gut einer Woche, bei dem sich besonders Quarterback Alexander Haupert und Corey Brown in den Vordergrund gespielt haben, blicken die Hurricanes nun mit Vorfreude auf das erste Ligaspiel am kommenden Samstag. Die Munich Cowboys sind zwar auf dem Papier schlechter einzuordnen als die Canes, haben die Saarländer aber Mitte der vergangenen Saison mit einer 13:38-Klatsche nach Hause geschickt. „Das erste Spiel wird also vielleicht schon das wichtigste“, sagt daher Motzki: „Wir haben in den vergangenen Jahren in München nie gut ausgesehen und müssen jetzt gucken, dass wir gut in die Saison kommen.“




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