Sie sind hier: HomeSportSportnachrichten der Saarbrücker Zeitung

Sportausschuss der Landeshauptstadt stellt aktualisierte Pläne für Ludwigsparkstadion vor





Saarbrücken
Startschuss im Februar
Sportausschuss der Landeshauptstadt stellt aktualisierte Pläne für Ludwigsparkstadion vor

Von  Patric Cordier, 
04. Oktober 2014, 00:00 Uhr
Klicken Sie auf das Bild, um eine größere Ansicht zu erhalten.

Die neueste Skizze für den Ludwigspark: Der Umbau soll im Februar beginnen. Während der Hauptbauphase von Januar 2016 bis Juli 2017 kann hier nicht gespielt werden. Foto: agn/Schlichter Foto: agn/Schlichter
Klicken Sie auf das Bild, um eine größere Ansicht zu erhalten.

Der Sportausschuss der Landeshauptstadt Saarbrücken stellte die Stadionpläne am Donnerstag vor. Foto: Schlichter Foto: Schlichter
Der Umbau des Saarbrücker Ludwigsparkstadions soll im Februar 2015 beginnen. Das gab der Sportausschuss der Landeshauptstadt Donnerstag bekannt. Drei Tribünen werden nach den neuen Plänen komplett neu gebaut.


 
„Ich bin sehr froh, dass diese ja fast Jahrzehnte andauernde Hängepartie jetzt endlich vorüber ist“, sagte Hartmut Ostermann, Präsident des 1. FC Saarbrücken, zu den am Donnerstag im Sportausschuss der Landeshauptstadt vorgestellten Plänen zum Umbau des Ludwigsparkstadions. Es sei zwar weiter eine „Sanierung im Bestand“, wie Baudezernentin Rena Wandel-Hoefer erklärte, doch die Maßnahmen, die bereits im Februar 2015 beginnen sollen, sind doch weitreichender als viele vorangegangene Planungen.

Drei neue Tribünen

Letztendlich wird es drei neue Tribünen geben. Die alte Ostkurve am Fuße der Saarlandhalle wird teilweise abgetragen, die Massen im jetzigen Innenraum zu einem Wall aufgehäuft, an den dann eine Tribüne angelegt wird. Etwa 4600 überdachte Plätze sollen dort künftig die Heimat der FCS-Fans werden. Sie soll bis zehn Meter hinter das Spielfeld heranreichen. „Der Abstand ist notwendig, um Werbebanden aufstellen und entsprechende Arbeitsmöglichkeiten für Fotografen bereitstellen zu können“, erklärte Peter Bauer, der als Vertreter des Stadtrates auch im Aufsichtsrat (AR) der Entwicklungsgesellschaft Ludwigspark sitzt.

Dieser hat die neuen Pläne des Stadionarchitekten Stefan Nixdorf bereits am Mittwochabend besprochen und für gut befunden. „Die Präsentation ist schlüssig. Man hat alles, was man braucht, aber in der notwendigen Bescheidenheit“, sagte AR-Mitglied Klaus Meiser. Wichtig sei, dass alle Bauwerke nun einzeln beantragt und ausgeschrieben werden. „Damit verhindert man einen kompletten Baustopp, wenn es an einer Ecke mal hakt“, sagte Meiser: „Wichtig ist uns auch, dass Gutachten belegen, wie jede Maßnahme auch zur Lärmminimierung beiträgt. Gerade im Hinblick auf die Anwohner am Rodenhof.“

Der erste Bauabschnitt liegt aber auf der anderen Seite des Stadions. Dort werden Marathontor und nebenstehende Ränge dem Erdboden gleich gemacht. Somit wird zunächst Raum für die weiteren Baumaßnahmen geschaffen. Am Ende entsteht auf dieser Westseite eine neue Tribüne – aus neuem Beton und nicht aus gebrauchtem Stahlrohr wie ursprünglich geplant. „Man hat ausgerechnet, dass Ankauf und Transport der Tribünen aus Mainz gegenüber einem Massivbau keine Ersparnis bringt“, sagte Bauer. Auf der Westseite sollen künftig die Gästefans ihre Plätze finden, auch deren Busse. Das ist Teil des Sicherheitskonzepts.

Eröffnung geplant für Juli 2017

Gänzlich von Altem verabschiedet hat man sich auch bei der Haupttribüne. Sie macht mit fast sechs Millionen Euro das größte Stück im Investitionskuchen aus und soll entlang der kompletten Spielfeldlänge um neun Meter näher an das Geschehen heranrücken. Dahinter wird nach den neuen Nixdorf-Plänen ein dreistöckiges Funktionsgebäude entstehen. Im unteren Bereich sollen Funktionsräume für die Mannschaften Platz finden. In der Mitte erwartet ein sogenannter „Business-Bereich“ die normalen Haupttribünen-Kunden. Ganz oben findet man die Logen. „Das ist der Bereich, wo man in einem Stadion am meisten Geld verdienen kann“, sagte Sportdezernent Harald Schindel: „Darum mussten die vorangegangenen Pläne nochmal überarbeitet werden.“ Im Rathaus spricht man von einer konsequenten Weiterentwicklung der Pläne der Baudezernentin aus dem Jahr 2013. Damals hatte die überarbeitete Haupttribüne noch Säulen.

Über 18 000 Zuschauer sollen jetzt im neuen Ludwigspark Platz finden – eine Ausbauoption besteht für bis zu 24 000 Besucher. Stadtrat Bauer ist sich sicher, dass dieser jetzt beschlossene Plan auch umgesetzt wird. Zumal die erwarteten Gesamtkosten mit 15,5 Millionen Euro sich im gesteckten Rahmen bewegen sollen. Für den 1. FC Saarbrücken, der künftig Hauptnutzer des Stadions sein wird, wie auch für die Saarland Hurricanes bedeutet das aber, dass man sich für die Zeit ab Januar 2016 nach einer Übergangs-Spielstätte umsehen muss. „Spielbetrieb in der Baustelle würde die Arbeiten verzögern und damit die Kosten nach oben treiben“, begründete Bauer.

Die Zeit der immer neuen Modelle soll nun vorbei sein, sagte Bauer: „Das ist der Plan, der nun verfolgt wird. Wir werden mit einem überschaubaren finanziellen Aufwand ein hohes Maß an Bequemlichkeit für die Zuschauer auf allen Rängen erreichen.“ Und ein Stadion, das auch den Ansprüchen höherer Spielklassen genügt. Am Ende des jahrzehntelangen Weges stünde dann die Eröffnung – im Juli 2017.


Teilen und diskutieren

Kommentieren Sie diesen Beitrag über Facebook, Twitter oder Google+:

FACEBOOK
GOOGLE+
TWITTER



LESE-EMPFEHLUNGEN
Saarbrücken

FCS klappert mittlerweile die ganze Region ab

Der 1. FC Saarbrücken braucht ein Ausweichquartier. Neueste Entdeckung auf der Spielstätten-Suche: das Stadion in Völklingen. Parallel dazu denkt der FCS über den Verbleib im Ludwigspark-Stadion nach. Das lehnt die Stadt ab.Mehr
Saarbrücken

FCS klappert mittlerweile die ganze Region ab

Der 1. FC Saarbrücken braucht ein Ausweichquartier. Neueste Entdeckung auf der Spielstätten-Suche: das Stadion in Völklingen. Parallel dazu denkt der FCS über den Verbleib im Ludwigspark-Stadion nach. Das lehnt die Stadt ab.Mehr
Saarbrücken

FCS klappert mittlerweile die ganze Region ab

Der 1. FC Saarbrücken braucht ein Ausweichquartier. Neueste Entdeckung auf der Spielstätten-Suche: das Stadion in Völklingen. Parallel dazu denkt der FCS über den Verbleib im Ludwigspark-Stadion nach. Das lehnt die Stadt ab.Mehr


Anzeige
Anzeige
Neu für Vereine:
SaarZeitung

Termin melden

Text schicken


ANZEIGE
Beilagen






Anzeige