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Saarländer Doberstein will im Juni um Interims-Weltmeisterschaft boxen



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Saarbrücken
WM-Kampf in Elversberg?
Saarländer Doberstein will im Juni um Interims-Weltmeisterschaft boxen

07. Januar 2016, 02:00 Uhr
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Jürgen Doberstein könnte schneller als erwartet einen ganz großen Kampf bekommen. Möglicherweise kämpft der 26-Jährige im Juni um den Interims-WM-Titel der WBA. Foto: Schlichter Foto: Schlichter
Box-Profi Jürgen Doberstein aus Kleinblittersdorf könnte von einer „Rotation“ beim Verband WBA profitieren. Weil Super-Champion Andre Ward eine Gewichtsklasse hochgerückt ist, winkt dem 26-Jährigen früher als erwartet ein großer Kampf.
 
Eine unverhoffte Chance? WBA-Intercontinental-Meister Jürgen Doberstein könnte seinem Ziel, Weltmeister in einem der vier großen Verbände, schneller als geplant näher kommen. Das Management des 26-jährigen Supermittelgewichts-Boxers aus Kleinblittersdorf hat sich für den Kampf um die Interims-Weltmeisterschaft des Verbandes WBA beworben. Anja Marx von der Doberstein Promotion GmbH bestätigt entsprechende SZ-Informationen.

Interims-Weltmeister ist Vincent Feigenbutz. Der Karlsruher wollte an diesem Samstag in Offenburg im Duell mit dem Italiener Giovanni de Carolis (22.20 Uhr/Sat. 1) seinen Titel verteidigen. Doch der Kampf wurde von der WBA (World Boxing Association) am vergangenen Dienstag zu einem WM-Kampf hochgestuft. Das geschah, weil der bisherige Weltmeister Fedor Chudinow aus Russland zum Super-Champion hochgestuft wurde und dafür seinen Titel niederlegte. Der vorherige Super-Champion Andre Ward aus den USA ist ins Halbschwergewicht gewechselt, wodurch die Rotation erst entstanden ist.

Wann die WBA über die Vergabe des Interims-WM-Kampfes entscheiden wird, ist offen. Sollte Doberstein den Zuschlag bekommen, soll der Titelkampf nach Angaben von Marx „wahrscheinlich im Juni in Deutschland“ stattfinden. Das Management des 26-Jährigen hatte nach dem Gewinn des Intercontinental-Titels am 5. Dezember 2015 in der Saarbrücker Saarlandhalle durch den einstimmigen Punktsieg gegen den Argentinier Ruben Eduardo Acosta für Sommer 2016 einen Freiluft-Kampf in Elversberg angekündigt. Denkbar ist daher, dass der Saarländer in der Arena des Fußball-Regionalligisten SV Elversberg um den Titel des Interims-Weltmeisters boxen könnte.

Egal, ob Doberstein den Kampf um den Interims-WM-Gürtel bekommen wird oder nicht: Auf seinem Weg in die Weltspitze wird der Weltranglisten-27. Ende März in Miami in den USA „gegen einen starken Gegner“ in den Ring steigen, wie Marx versichert. Der Kleinblittersdorfer soll in diesem Jahr vier Kämpfe bestreiten – zwei davon in Deutschland. Wer der nächste Gegner und wann der genaue Termin sein werden, soll bis Ende des Monats feststehen.

Der Kampf in Miami findet im Rahmen einer Kooperation mit dem Boxstall von Andrew Perez statt. Im Gästehaus des ehemaligen Baseball-Profis etwas außerhalb von Miami wohnt Doberstein seit gestern wieder. Er teilt sich das Haus mit Ruben Garcia (Federgewicht) und Elias Espadas (Mittelgewicht). Beide Boxer sind Mexikaner. „Es ist nicht so, dass hier viel Party ist. Das Leben hier, wo wir wohnen, ist sozusagen isoliert von dem in Miami“, antwortet der 26-Jährige auf die Frage, wie man mit den Verlockungen einer Glitzer-Metropole wie Miami umgeht. Zumal Doberstein wieder von seiner Familie getrennt ist.

„Die Trennung tut weh. Aber sie macht es auch leichter, sich zu konzentrieren. Ich mache nichts außer Training“, sagt der Box-Profi. Sein ein Jahre alter Sohn Adrian und seine Ehefrau Nadja sind in Kleinblittersdorf geblieben, während der Familienvater wieder für drei Monate bei Pedro Luis Diaz in Florida trainiert. Der Kubaner, einer der besten Trainer der Welt, legt aber zunächst noch seinen Fokus auf einen anderen seiner Schützlinge: Ruslan Chagaev aus Usbekistan. Der WBA-Weltmeister im Schwergewicht wird am 5. März in Grosny in Tschetschenien gegen den Australier Lucas Browne boxen. Ein Kampf um einen WM-Titel – das ist die Chance, auf die auch Doberstein hofft.

Zum Thema:

HintergrundDie World Boxing Association (WBA) vergibt drei Weltmeister-Titel im Supermittelgewicht. An der Spitze steht der Super-Champion (bisher Andre Ward), dann gibt es einen Weltmeister (bisher Fedor Chudinow) und einen Interims-Weltmeister (bisher Vincent Feigenbutz). Durch den Wechsel von Ward ins Halbschwergewicht ist Chudinow neuer Super-Champion. Feigenbutz, 20, darf nun am Samstag gegen Giovanni de Carolis um Chudinows WM-Titel boxen. Er könnte jüngster deutscher Weltmeister der Geschichte werden. Den Interims-WM-Titel musste er dafür ablegen. Um ihn will Jürgen Doberstein boxen – und wartet auf eine Entscheidung der WBA. Die neue WBA-Rangliste, in der auch Dobersteins Sieg vom 5. Dezember in Saarbrücken eingerechnet ist, ist noch nicht erschienen. red
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