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Rallye: Deutscher WM-Lauf offenbar vor der Rückkehr – Regierung sagt Hilfe zu





Saarbrücken
Mit Vollgas zurück ins Saarland?
Rallye: Deutscher WM-Lauf offenbar vor der Rückkehr – Regierung sagt Hilfe zu

12. März 2016, 02:00 Uhr
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Günter Jung
Zurück zu den Wurzeln: Zehn Jahre nach dem Umzug vom Bostalsee nach Trier kehrt der Tross der Rallye-Weltmeisterschaft 2017 wohl ins Saarland zurück. Die endgültige Entscheidung soll am kommenden Mittwoch fallen.


 
Saarschleife statt Porta Nigra, Bostalsee statt Weinberge? Der ADAC plant offenbar, das Zentrum der Deutschland-Rallye ab 2017 wieder ins Saarland zu verlegen. Mit mehr als 220 000 Zuschauern ist der deutsche WM-Lauf eine der größten Motorsport-Veranstaltungen der Republik. „Wir sind vom ADAC in München gefragt worden, ob wir uns vorstellen können, die Rallye zu organisieren“, sagt der Sportleiter des ADAC Saarland, Günter Jung: „Das können wir. Eine Entscheidung fällt aber erst am kommenden Mittwoch in München.“

Der ADAC Saarland war maßgeblich daran beteiligt, dass die Deutschland-Rallye 2002 den WM-Status erhielt. Er organisierte 2001 den Test-Lauf und in den ersten fünf Jahren auch die WM-Rallye. 2007 jedoch folgte der Umzug nach Trier, verantwortlich war ab jetzt der ADAC Mittelrhein – ein Schritt, der im Saarland für viel Verärgerung sorgte. Der Grund für den Wechsel damals: Probleme mit der Drainage auf dem Serviceplatz am Bostalsee und der kürzere Weg von Trier zu den Wertungsprüfungen.

Nun aber scheint der ADAC eine Handbrems-Wende hinzulegen. Knackpunkt ist offenbar das Geld. Nachdem die Stadt Trier die finanzielle Unterstützung der Rallye in den vergangenen Jahren von 125 000 Euro auf unter 100 000 Euro reduziert hat und bis 2020 auf diesem Niveau einfrieren wollte, sieht der ADAC offenbar die Finanzierung gefährdet.

Auf der Suche nach einer neuen Heimat lief der ADAC im Saarland offene Türen ein. Auch bei der Landesregierung. Katrin Thomas, Sprecherin von Innenminister Klaus Bouillon, bestätigt, „dass eine finanzielle Unterstützung der Rallye für die Jahre 2017, 2018 und 2019“ zugesagt wurde. Über die Höhe machte sie keine Angaben. Aber: Man sei „frohen Mutes“, dass die Entscheidung pro Saarland ausfalle.

Eine Studie der Fachhochschule Kaiserslautern aus dem Jahr 2007 hatte ergeben, dass der WM-Lauf 20 Millionen Euro in die Kassen von Hoteliers, Gastwirten und Händlern spült.

Wie genau die Rallye aussehen soll, steht allerdings noch völlig in den Sternen. Eine Rückkehr an den Serviceplatz am Bostalsee ist laut Jung „nicht auszuschließen. Aber auch nicht sicher“. Der Platz erfüllt derzeit nicht die Auflagen des Weltverbandes. Auch die Streckenführung ist noch offen. Grundsätzlich soll es bei der Mischung aus engen Weinberg-Strecken, der Panzerplatte in Baumholder und den schnellen Landstraßen im Saarland bleiben.

„Generell wollen wir eine kompaktere und damit kosteneffizientere Rallye“, sagt Jung: „Die bisherigen Höhepunkte werden bleiben, ein paar neue dazukommen. Wir werden uns genau überlegen: Wie sieht eine tolle Rallye aus? Und dann werden wir Gas geben.“

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