Sie sind hier: HomeSportSportnachrichten der Saarbrücker Zeitung

Tischtennis: Tokic hat für dieses Jahr hohe Ziele – Mattenet fällt wohl weiter aus





Saarbrücken
Der alte Mann ist nicht müde
Tischtennis: Tokic hat für dieses Jahr hohe Ziele – Mattenet fällt wohl weiter aus

Daniel Konrad,  14. Januar 2016, 02:00 Uhr
Klicken Sie auf das Bild, um eine größere Ansicht zu erhalten.

Bojan Tokic spielt schon seit 2009 für den 1. FC Saarbrücken und fühlt sich als „halber Deutscher“. Auch im Alter von 35 Jahren hat er noch hohe Ziele – mit dem Verein, aber auch international. Foto: Wieck Foto: Wieck
Bojan Tokic spielt seit 2009 für den 1. FC Saarbrücken Tischtennis. 2016 wird für ihn und die Mannschaft sportlich ein wichtiges Jahr mit vielen Höhepunkten. Am Freitag geht es in der Champions League zur Sache.


 
Während sich andere an ihrem Geburtstag Kuchen gönnen und feiern, steht er zwei Mal zum Training an der Tischtennis-Platte in der Multifunktionshalle der Hermann-Neuberger-Sportschule: Bojan Tokic ist seit gestern 35 Jahre alt und kein bisschen müde. „Ich denke, ich habe noch ein ordentliches Niveau. Erst wenn ich das Gefühl habe, meine Leistungen werden schlechter, beende ich meine Karriere“, erklärt der Slowene in Diensten des 1. FC Saarbrücken. Dass seine Leistungen noch stimmen, hat Tokic schon mehr als einmal bewiesen.

Seit 2009 spielt er für den FCS. Er war dabei, als die Blau-Schwarzen 2012 den deutschen Pokal und 2014 den ETTU-Pokal gewannen: „Seitdem ich hier bin, haben wir unsere Saisonziele immer erreicht. Wir schaffen es dieses Jahr vermutlich zum sechsten Mal in Folge in die Playoffs. Das zeigt eine gewisse Kontinuität“, sagt der Weltranglisten-65.

Begeistert ist Tokic vor allem von den Bedingungen, die er in Saarbrücken vorfindet. „Die Sportschule bietet uns optimale Möglichkeiten. Ich glaube, es gibt keinen Verein oder Verband, der solche Voraussetzungen hat“, schwärmt der Rechtshänder, der sich selbst als „halben Deutschen“ bezeichnet.

Für dieses Jahr hat er sich sowohl mit der Mannschaft als auch für sich selbst hohe Ziele gesteckt. Besonders die mögliche Teilnahme an den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro – es wäre seine dritte – treibt ihn an. „Momentan sieht es für mich ganz gut aus, aber genau sagen, ob ich es schaffe, kann ich noch nicht“, erklärt der fünffache slowenische Meister. Außerdem wolle er sich bei der Mannschafts-Weltmeisterschaft in Kuala Lumpur (28. Februar bis 6. März) und der Europameisterschaft in Budapest (18. bis 23. Oktober) gut verkaufen.

Am Freitag steht für den FCS aber erstmal das Viertelfinale der Champions League auf dem Programm. Um 20 Uhr treffen die Blau-Schwarzen in der Joachim-Deckarm-Halle auf den polnischen Topclub Olimpia Unia Grudziadz. „Der Gegner ist sehr gut. Es war zwar eine kleine Überraschung, dass sie in ihrer starken Gruppe Erster geworden sind, aber das zeigt ihr starkes Niveau“, schätzt der 35-Jährige den Gegner ein. Vermutlich wird Adrien Mattenet gegen Grudziadz erneut ausfallen. Er war vor einer Woche umgeknickt und erlitt eine Bänderdehnung im Sprunggelenk. „Wir haben ein bisschen Pech mit der Verletzung. Durch Adriens Ausfall muss wohl unser Trainer Slobodan Grujic spielen“, erklärt der Slowene. Grund dafür ist die Regelung, dass nur Spieler spielberechtigt sind, die in der Qualifikation mindestens drei Spiele absolviert haben. Trotzdem werden Tokic, Grujic und Tiago Apolonia sich nicht kampflos geschlagen geben. Wer selbst am eigenen Geburtstag so hart schuftet, kann auch diese Aufgabe bewältigen.

Das Finale der Tischtennis-Bundesliga steigt am 22. Mai zum insgesamt vierten Mal in Folge in Frankfurt.

Zum Thema:

Am RandeDer deutsche Tischtennis-Rekordmeister Borussia Düsseldorf hat den österreichischen Weltklasse-Spieler Stefan Fegerl verpflichtet. Der 27-Jährige ist Europameister mit der Mannschaft und im Doppel. Er erhielt einen Vertrag bis Juni 2018. „Er ist unser absoluter Wunschspieler“, sagte Borussia-Manager Andreas Preuß. Im Dezember hatte der deutsche Nationalspieler Patrick Franziska seinen Abschied aus Düsseldorf verkündet. Er wechselt zur nächsten Saison zum 1. FC Saarbrücken. dpa


Teilen und diskutieren

Kommentieren Sie diesen Beitrag über Facebook, Twitter oder Google+:

FACEBOOK
GOOGLE+
TWITTER



LESE-EMPFEHLUNGEN
Rio de Janeiro

Der Superstar im Ausland

Timo Boll ist einer von Deutschlands wenigen internationalen Superstars. Der deutsche Fahnenträger genießt vor allem in Asien eine enorme Popularität – trotz eines kleinen Makels in seiner sportlichen Vita.Mehr
Saarbrücken

Saarbrücker Titelträume

Tischtennis-Bundesligist 1. FC Saarbrücken startet einen Angriff auf die Spitze. Mit den Nationalspielern Patrick Franziska und Patrick Baum soll die Übermannschaft von Borussia Düsseldorf geknackt werden.Mehr
Saarbrücken

Mit Rückenwind in die schwere Aufgabe

Vor dem heutigen Viertelfinal-Hinspiel in der Champions League gegen Olimpia Unia Grudziadz aus Polen konnte der FCS gestern eine erfreuliche Nachricht verkünden: Topspieler Tiago Apolonia verlängerte bis 2018.Mehr


Anzeige

Anzeige
Neu für Vereine:
SaarZeitung

Termin melden

Text schicken


ANZEIGE
Beilagen






Anzeige