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1. FC Saarbrücken mit gemischter Halbzeit-Bilanz in der Junioren-Bundesliga





Saarbrücken
A-Junioren sind der Lichtblick
1. FC Saarbrücken mit gemischter Halbzeit-Bilanz in der Junioren-Bundesliga

Von  Patric Cordier, 
17. Dezember 2014, 00:00 Uhr
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Kapitän André Dalphin (Mitte) und seine Mannschaftskollegen spielen eine überraschend gute Bundesliga-Runde. Foto: Schlichter Foto: Schlichter
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Im Sommer stiegen die B- und die A-Junioren des 1. FC Saarbrücken in die Fußball-Bundesliga auf. Während die B-Junioren wohl wieder absteigen werden, sorgen die A-Junioren für überraschende Erfolge.


 
„Vielleicht haben uns alle unterschätzt“, sagt André Dalphin, der Kapitän der A-Junioren des 1. FC Saarbrücken, über das überraschend gute Abschneiden des Aufsteigers im Saisonverlauf der Fußball-Bundesliga Süd/Südwest. Und den vielleicht wichtigsten Grund dafür nennt Dalphin direkt im nächsten Satz: „Die Chemie stimmt einfach bei uns in der Truppe.“

Daran ändert die 0:3-Heimniederlage gegen Eintracht Frankfurt zum Rückrunden-Start am vergangenen Sonntag nichts. Die verhinderte zwar den Sprung auf Platz sechs, doch mit 19 Punkten aus 14 Spielen liegt der FCS klar im Soll. Beachtlich, wenn man bededenkt, dass eine U 19 des 1. FC Saarbrücken bei ihrem letzten Bundesliga-Auftritt mit zwölf Zählern sang- und klanglos wieder abgestiegen war.

Als Tabellenachter haben die A-Junioren fünf Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze. „Vor der Runde hätten wir 19 Zähler dankend angenommen. Jetzt sind wir sauer, dass es nicht 20 oder sogar 22 sind“, sagt Trainer Bernd Rohbacher zum Auftritt seiner Schützlinge: „Wir sind auch nach Rückschlägen immer zurückgekommen. Aber der Liga-Verbleib ist noch lange nicht klar. Es gilt, das Niveau zu halten und auszubauen.“

Mit Dalphin, Giovanni Runco, Jordan Steiner oder Torwart Julian Wamsbach haben einige Spieler schon bei der ersten Mannschaft trainiert oder kamen sogar zu Einsätzen. Mit wem der Verein in der Regionalliga plant und wen er über die U 23 in der Oberliga an die erste Mannschaft heranführen möchte, steht noch nicht fest. „Die Entscheidungen trifft der Verein im Januar. Dann werden wir die Gespräche mit den Jungs führen. Das habe ich ihnen so mitgeteilt“, erklärt Jugendkoordinator Stephan Kling – wohl wissend, dass die FCS-Talente auch bei anderen Vereinen gefragt sind. „Die Verzahnung mit den Profis ist gut. Ich könnte nicht verstehen, wenn sich die Jungs wegen 200 Euro von einem anderen Club verrückt machen lassen würden“, erklärt Kling.

Zum Verrücktwerden ist die Bundesliga-Saison für die Saarbrücker B-Junioren. Es war klar, dass dieser Jahrgang es schwer haben würde, denn die meisten Spieler haben in der Vorsaison in der Verbandsliga – also zwei Klassen tiefer – gekickt. Zwei Unentschieden stehen nach 14 Partien zu Buche. Das Torverhältnis ist mit 8:56 Treffern niederschmetternd. Der Gang zurück in die Regionalliga Südwest wird wohl nicht mehr zu verhindern sein. „Die Jungs stoßen zum ersten Mal in ihrem Fußballer-Leben an Grenzen“, sagt Trainer Michael Petry, „aber jedes Bundesliga-Spiel bringt für die Entwicklung mehr als fünf leichte Siege in der Regionalliga“. Die Spieler, erläutert Petry, machen Fehler, die in dieser Klasse „mit erschreckender Grausamkeit“ bestraft würden: „Wir sind teilweise auf Augenhöhe. Doch dann setzt sich die herausragende Stärke von zwei oder drei Einzelkönnern jeder Mannschaft durch.“

Klasse muss der 1. FC Saarbrücken mit unschöner Regelmäßigkeit an die Konkurrenz abgeben. Immer wieder verliert der Verein seine besten Talente – wie vor der Runde etwa Robin Fellhauer (SC Freiburg) oder Lars Birster (1. FC Kaiserslautern). Dass der FCS auch nicht mehr der alleinige Platzhirsch im saarländischen Jugendfußball ist, hat er zur Kenntnis genommen. Vor der SV Elversberg fürchtet er sich aber nicht. „Die können im Moment viele Neuigkeiten vermelden. Aber das sind Dinge, die wir schon ganz lange praktizieren“, sagt Kling im Hinblick auf neue Schulkooperationen der SV Elversberg in Neunkirchen: „Natürlich sprechen wir die gleiche Klientel an Spielern an. Aber das ist gesunde Konkurrenz.“ Konkurrenz, die durch das entstehende Nachwuchsleistungszentrum der SV Elversberg sicher belebt wird.


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