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Tour de France 2017 führt nach Bad Mondorf und Schengen in Luxemburg – Trier geht leer aus





Paris
Zum Saarland fehlen nur ein paar Meter
Tour de France 2017 führt nach Bad Mondorf und Schengen in Luxemburg – Trier geht leer aus

Manuel Schwarz (dpa),Mark Weishaupt (SZ),  19. Oktober 2016, 02:00 Uhr
Das Strecken-Geheimnis um die Tour de France 2017 ist gelüftet: Neben Düsseldorf als Ausrichter des Grand Départs wurde keine weitere deutsche Stadt als Etappenort ausgewählt. Dafür dürfen sich unsere Luxemburger Nachbarn freuen.

Nach einem Auftakt-Zeitfahren am Rheinufer entlang und dem Start des zweiten Teilstücks in Düsseldorf verzichtet die Tour de France 2017 auf weitere Etappenorte in Deutschland. Das gaben die Veranstalter des wichtigsten Radrennens bei der Streckenpräsentation der 104. Rundfahrt (1. bis 23. Juli) gestern in Paris bekannt. Demnach führt der Kurs am zweiten Tag nach dem Start in Düsseldorf in einer Schleife über Erkrath, das Neandertal und Mettmann zurück in die Landeshauptstadt, ehe es an Mönchengladbach und Aachen vorbei nach Lüttich geht.

Andere deutsche Bewerber gingen bei der Vergabe der Etappenorte leer aus. „Schade, dass es nicht geklappt hat“, sagte etwa der Trierer Oberbürgermeister Wolfram Leibe, dem schon am Montagabend die Absage von Tour-Chef Christian Prudhomme zugestellt worden war. Die saarländischen Radsport-Fans können sich trotzdem auf die Tour freuen – denn die dritte Etappe von Lüttich nach Longwy und vor allem der Start der vierten Etappe im luxemburgischen Bad Mondorf bringt die Topfahrer ganz nah an unsere Region. In Bad Mondorf sind die beiden Luxemburger Radsport-Idole Fränck und Andy Schleck geboren, die in den vergangenen Jahren auch bei der Tour de France für Aufsehen sorgten. Andy beendete die Frankreich-Rundfahrt 2009 und 2011 sogar als Zweiter und wurde nachträglich zum Sieger 2010 ernannt, weil der siegreiche Spanier Alberto Contador positiv getestet wurde.

Von Bad Mondorf macht die Tour auf der vierten Etappe am 4. Juli – ein Dienstag – einen Schlenker in Richtung Saarland, überquert dann aber vermutlich in Schengen die Grenze nach Frankreich. Ob dabei vielleicht noch ein eventueller Abstecher ins direkt benachbarte saarländische Perl geplant oder möglich ist, war gestern nicht in Erfahrung zu bringen.

Der Start-Gastgeber Düsseldorf freut sich auf den Radsport-Höhepunkt 2017, auch wenn mit diesem eine „gigantische logistische Herausforderung“ einhergeht, wie Oberbürgermeister Thomas Geisel sagte. Der SPD-Politiker rechnet bei schönem Wetter mit bis zu zwei Millionen Zuschauern. Wegen der Kosten von etwa elf Millionen Euro macht sich Geisel aber keine Sorgen. „Wir haben noch ein paar Ideen, die wir in den nächsten Tagen präsentieren“, berichtete er. Nach der ersten Etappe am Rheinufer entlang führt der Kurs an Tag zwei in einer Schleife über Erkrath, das Neandertal und Mettmann zurück nach Düsseldorf. Von dort geht es durch Jülich, Mönchengladbach und Aachen nach Lüttich.

Insgesamt stehen neun Flachetappen für die Sprinter wie André Greipel und Marcel Kittel sowie je fünf hügelige und fünf Bergetappen auf dem Programm. Dazu kommt neben dem Start ein weiteres Zeitfahren am vorletzten Tour-Tag in Marseille. Auf berühmte Berge wie den Mont Ventoux und den Anstieg zum Ski-Ort L'Alpe d'Huez verzichteten die Veranstalter. Dennoch bezeichnete der britische Titelverteidiger Christopher Froome den Kurs als schwer und sagte: „Das wird ein Rennen für Kletterer.“ Erstmals seit 25 Jahren werden alle fünf französischen Gebirge – Vogesen, Jura, Pyrenäen, Zentralmassiv und Alpen – durchfahren. Das geht nur, weil vor dem ersten Ruhetag und vor der Schlussetappe nach Paris zwei lange und aufwendige Flugtransfers anstehen.

Der Kampf gegen die Uhr in Düsseldorf scheint maßgeschneidert für Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin, der zum zweiten Mal in seiner Karriere das Gelbe Trikot des Gesamtführenden erobern will. Das wichtigste Radrennen der Welt startet zum vierten Mal in Deutschland. Bislang waren Köln (1965), Frankfurt (1980) und Berlin (1987) Ausrichter des Grand Départ. Die Tour endet nach 3516 Kilometern wie stets auf den Champs-Élysées.



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