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Tennisprofi Kerber in Australien unter den besten Acht – Nächste Gegnerin Asarenka





Melbourne
„Meine Reise ist noch nicht zu Ende“
Tennisprofi Kerber in Australien unter den besten Acht – Nächste Gegnerin Asarenka

Von  Sid-Mitarbeiterinulrike Weinrich, 
26. Januar 2016, 02:00 Uhr
Angelique Kerber steht nach einer langen Grand-Slam-Durststrecke im Viertelfinale der Australian Open. Roger Federer könnte vor dem Duell mit Angstgegnerin Viktoria Asarenka als Inspiration dienen.
Die Pflicht ist erfüllt – nun hat Angelique Kerber so richtig Lust auf ihre ganz persönliche Melbourne-Kür. „Meine Reise ist hier noch nicht zu Ende. Ich will weiter da rausgehen, gewinnen – und noch ein paar Matches haben“, sagte die Weltranglistensechste nach ihrem Viertelfinal-Einzug bei den Australian Open. Durch das 6:4, 6:0 im deutschen Achtelfinal-Duell gegen Annika Beck beendete Kerber eine quälende Durststrecke: Seit Wimbledon 2014 hatte die Kielerin bei bei einem Grand-Slam-Turnier nicht mehr unter den letzten Acht gestanden.

„Ich wollte dieses Viertelfinale so sehr“, meinte „Angie“, die es nach vier Turniersiegen 2015 in diesem Jahr endlich auch auf der großen Bühne krachen lassen möchte. Aus der Erleichterung über den ersten Schritt dorthin wurde bei Kerber dann auch schnell Angriffslust. Die wird auch nötig sein, denn im Match um das Halbfinale wartet auf die Linkshänderin morgen ausgerechnet ihre Angstgegnerin Viktoria Asarenka aus Weißrussland.

Alle sechs bisherigen Duelle gegen die zweimalige Melbourne-Siegerin hat Kerber verloren – zuletzt vor zwei Wochen das Finale von Brisbane (3:6, 1:6). Doch Asarenka hat trotzdem großen Respekt vor der deutschen Nummer eins. „Sie ist eine großartige Kämpferin, die dir keine Punkte schenkt. Ich muss mein bestes Tennis spielen, um zu gewinnen“, sagte Asarenka. Die ehemalige Weltranglistenerste hat im bisherigen Turnierverlauf gerade einmal elf Spiele abgegeben. „Es wird eine intensive Partie werden. Ich muss gut aufschlagen“, meinte Kerber über ihren Plan, den Trainer Torben Beltz ausgearbeitet hat: „Er hat da ein, zwei neue Ideen.“ Auch die obligatorische Wette mit Beltz ist unter Dach und Fach. Wenn die zweimalige Grand-Slam-Halbfinalistin (Wimbledon 2012 und US Open 2011) noch weiterkommt, muss ihr Team einen Tanzkurs belegen.

Dabei stand Kerber in der ersten Runde schon dicht vor dem Aus und musste gegen Misaki Doi (Japan) einen Matchball abwehren. In diesem Jahr wohnt sie in Melbourne erstmals seit langem im Spielerhotel – und nicht in einem Apartment. Bei dem Versuch, endlich den großen Wurf zu landen, setzt der Blondschopf auf neue Impulse. In der Saison-Vorbereitung war Kerber diesmal nicht in Dubai, sondern trainierte im Tennis-Center ihrer Großeltern im polnischen Puszczykowo. Beltz feilte vor allem am Aufschlag der Fed-Cup-Spielerin, der ihr eine offensivere Spieleröffnung ermöglichen soll.

Derweil geht der Siegeszug der Engländerin Johanna Konta überraschend weiter. Die 24-Jährige setzte sich gestern gegen die an Nummer 21 gesetzte Russin Jekaterina Makarova mit 4:6, 6:4, 8:6 durch. Die im australischen Sydney geborene Konta ist die erste Britin seit Jo Durie 1983, die in Australien das Viertelfinale erreicht hat. Konta wurde von den Zuschauern mit „Aussie, Aussie“-Rufen gefeiert – „Adoption“ einmal anders. „Das ist nicht das erste Mal, dass das passiert“, sagte die Weltranglisten-47. und lachte. Konta wurde zwar in Sydney geboren, zog aber dann mit ihren Eltern – einem englischen Hotelier und einer ungarischen Zahnärztin – auf die Insel. Bis zum nächsten Match gegen Zhang Shuai (China) will Konta nur zwei Dinge machen: „Essen und schlafen. Immer abwechselnd.“

Zum Thema:

Am RandeNach Informationen der „New York Times“ steht eine aktuelle Partie der Australian Open unter Manipulationsverdacht. Auf das Mixed des spanischen Duos Lara Arruabarrena und David Marrero gegen die Tschechin Andrea Hlavackova und Lukasz Kubot aus Polen seien ungewöhnlich hohe Wetteinsätze eingegangen. Die Wetter hatten mit großer Mehrheit auf einen Sieg von Hlavackova und Kubot gesetzt, die mit 6:0, 6:3 gewannen. Marrero, 2013 ATP-Weltmeister im Doppel, und Arruabarrena wiesen die Vorwürfe zurück. Vor allem Marrero waren auffällig viele einfache Fehler unterlaufen, darunter zahlreiche Doppelfehler. Der Spanier begründete dies mit Knieproblemen. dpa


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