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Beim FC Homburg ist die Erleichterung spürbar





Homburg
Beim FC Homburg ist die Erleichterung spürbar
Von  Ralph Tiné, 
20. März 2017, 02:00 Uhr

(rti) Herbert Eder konnte seine Erleichterung nicht verbergen. Nach dem ersten Sieg des Fußball-Regionalligisten FC Homburg in diesem Jahr war dem Vorstandschef des Vereins deutlich anzusehen, welche Steine ihm vom Herzen gefallen waren. Und nicht nur ihm. Als der Abpfiff den 1:0-Sieg des FC Homburg über Hessen Kassel besiegelt hatte, war der Jubel auf dem Rasen und auf den Rängen des Waldstadions groß. Dass diese trotz der Freikartenaktion des Vereins mit nur 1035 Zuschauern besetzt waren, tat der Freude keinen Abbruch.

„Der Druck wäre groß geworden, wenn wir heute verloren hätten“, räumte Eder ein. Wie sehr die bedrohliche Tabellenlage des FCH den Vereinschef zuvor belastete, hatte sich in der vorangegangenen Woche gezeigt: Nach dem 0:2 beim TSV Steinbach hatte Eder Fragen nach möglichen personellen Konsequenzen in einer Wutrede als „schäbigen Journalismus, mit dem Menschen fertig gemacht werden sollen“ verteufelt.

In der Tabelle hat der FCH mit dem Dreier den Abstand zur möglichen Abstiegszone etwas vergrößert. Nun regiert die Hoffnung, dass der Kassel-Sieg – wie zum gleichen Zeitpunkt in der Vorrunde – eine Erfolgsserie einläutet. „Ich bleibe bei meiner Meinung, dass Trainer und Mannschaft deutlich besser sind, als es die Tabelle vermuten lässt“, sagt Eder.

Jens Kiefer wollte sich im Moment der Erleichterung nicht hinter die Trainermaske blicken lassen. Mehr als „mir geht es sehr gut“ war über seinen Gefühlszustand nicht zu erfahren. Lieber sprach der FCH-Trainer über das Spiel, das er als „ordentlich in einer schwierigen Situation“ bewertete. „Die Mannschaft hat heute gespielt, wie man in einer solchen Situation spielen muss“, sagte Kiefer. Ein Sonderlob hatte sich Niklas Jakusch verdient, nachdem der FCH-Schlussmann nicht nur einen Strafstoß von Kassels Sebastian Schmeer in der 74. Minute parierte. Schon in der 58. Minute hatte Jakusch mit einer Glanztat gegen Sergej Evljuskin das zwischenzeitliche 0:0 gerettet. „Ich habe heute ja nicht zum ersten Mal gezeigt, dass ich auch mal einen Elfmeter halten kann“, sagte der Torwart, „das war heute ein dreckiger 1:0-Sieg. Das ist alles, was zählt.“ Während Jakusch den eigenen Kasten sauber hielt, war es der eingewechselte Manuel Fischer, der in der 84. Minute per Kopfball das Siegtor besorgte. Auch für ihn war der Erfolg „eine grundlegende Erleichterung“.


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