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Sportwissenschaftler kritisieren de Maizières Medaillenvorgabe





Hamburg
Sportwissenschaftler kritisieren de Maizières Medaillenvorgabe
Von   Agentur, 
18. Februar 2016, 02:00 Uhr


 
Die deutschen Sportwissenschaftler widersprechen dem Anspruch von Bundesinnenminister Thomas de Maizière an den Spitzensport. Der Innenminister hatte 30 Prozent mehr olympische Medaillen gefordert und will gemeinsam mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) eine Leistungssportreform auf den Weg bringen. Das wollen auch die Sportwissenschaftler, sehen aber einen anderen Ansatz. „Die Medaillenbilanz kann nicht Ausgangspunkt einer Strukturreform sein“, sagte Martin Lames, Lehrstuhlinhaber an der Fakultät für Sport- und Gesundheitswissenschaften München. Zunächst müsse die Frage geklärt werden: Warum wollen und brauchen wir Spitzensport? Stichworte wie Vorbildwirkung, Motivation, präventive Wirkung, Erlernen des Leistungsmotivs und Gesundheitsförderung fielen. „Wir sollten uns Gedanken über den Sinn und Zweck von Spitzensport machen und nicht Medaillen fordern“, sagte Lames.

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