Sie sind hier: HomeSportSportnachrichten der Saarbrücker Zeitung

Hamburger Handball-Ikone Schwalb will dem HSV wieder auf die Beine helfen





Hamburg
Tag und Nacht für die große Liebe
Hamburger Handball-Ikone Schwalb will dem HSV wieder auf die Beine helfen

Christoph Stukenbrock,Peer Lasse Korff (sid),  18. Februar 2016, 02:00 Uhr
Martin Schwalb steht vor einer Rückkehr zu seiner tief gefallenen Liebe HSV Hamburg. Der frühere Meistertrainer will den Neuanfang des Handballvereins in der 3. Liga tatkräftig unterstützen.
Martin Schwalb kämpft um seine große Liebe. Anderthalb Jahre war der frühere Meistertrainer von der Bildfläche verschwunden, sogar einen Herzinfarkt steckte er weg, nun steht er plötzlich vor seiner Rückkehr. Schwalb will den tief gefallenen HSV Hamburg bei der Rückkehr in den Profi-Handball unterstützen – und den Neustart in der 3. Liga forcieren.

Schwalbs Rolle noch unklar

„Ich arbeite Tag und Nacht daran, dass es mit dem neuen HSV weitergeht“, sagt Schwalb. Über zukünftige Aufgaben beim bevorstehenden Neubeginn im Sommer sei zwar noch nicht gesprochen worden. Doch obwohl er einen Wiedereinstieg als Präsident oder Trainer ausschließt, dürfte auf die Vereins-Ikone eine entscheidende Rolle zukommen. Der Klub braucht für den Wiederaufbau in den Niederungen des Amateur-Sports einen Mann wie Schwalb, der allein mit seinem Namen und seinen Kontakten Türen bei Sponsoren und potenziellen neuen Spielern öffnet. „Wir kämpfen wie die Löwen“, sagt Schwalb: „Wir wollen wieder nach oben. Auf dem Weg wollen wir die Leute mitnehmen und begeistern. Es muss nachhaltig sein.“

Über den Inhalt seines neuen Engagements will der frühere Nationalspieler noch nichts Konkretes sagen. Seine Aussage, er sei im Tagesgeschäft „gut aufgehoben“, lässt jedoch auf eine hochrangige Aufgabe im Management schließen. Für Schwalb ist der HSV nach der Insolvenz der Betriebsgesellschaft und dem Rückzug der Profi-Abteilung aus der Bundesliga noch immer eine Herzensangelegenheit. „Klar ist: Mir geht's nicht darum, der reichste Mensch der Welt zu werden – dann wäre ich längst weg“, sagt Schwalb. „Ich werde den HSV nie im Stich lassen.“

Keiner prägte den HSV seit dem Bundesliga-Einzug 2002 so wie der 52-Jährige. Schwalb arbeitete mit einer kurzen Unterbrechung von 2005 bis 2014 neun Jahre für den HSV. Unter ihm gewann der Klub 2011 die deutsche Meisterschaft und 2013 die Champions League und stieg zu den ganz großen Playern des Geschäfts auf.

Doch Schwalb, der in der Saison 2011/12 zwischenzeitlich auch als Präsident des Vereins tätig war, erlebte nach Jahren des Erfolgs auch die Schattenseiten des Trainerdaseins. Sportlicher Misserfolg, Führungs-Krise, Finanz-Chaos: Vor allem das Ende seiner Amtszeit an der Elbe war von Negativ-Schlagzeilen geprägt. Im Sommer 2014 wurde Schwalb schließlich entlassen, kurz darauf erlitt er einen Herzinfarkt. Was folgte, war eine monatelange gerichtliche Auseinandersetzung wegen seiner Kündigung.

Nun, 18 Monate und eine Insolvenz später, ist Schwalb plötzlich wieder da und sprüht vor Tatendrang. Zuletzt half Schwalb, eine Finanzlücke von 200 000 Euro zu schließen. Seine Ansprache bei Sponsoren kommt an. „Hamburg hat ein großes Herz für Handball“, sagt er, „keine Tür geht zu. Jeder findet es toll, dass wir es retten wollen.“



Hamburg

Für Todt schließt sich ein Kreis

Für den designierten Sportdirektor Jens Todt schließt sich ein Kreis. Vor siebeneinhalb Jahren ging der frühere Nationalspieler als Leiter der Nachwuchsabteilung des Hamburger SV im Ärger, nun ... Mehr
Hamburg

Drittklassiger HSV Hamburg entfacht einen Handball-Boom

60 Minuten lang war es fast wie vor exakt einem Jahr: Der HSV Hamburg fuhr zwei Punkte ein, Weihnachtsstimmung verbreitete sich unter den vielen tausend Fans in der gefüllten Arena am Volkspark. Mehr
Hamburg

Zwischen sportlicher Krise und peinlichem Possenspiel

Dietmar Beiersdorfer sind die Zügel entglitten. Der Vorstandsvorsitzende des Hamburger SV rückt nach dem Absturz ans Tabellenende der Fußball-Bundesliga immer mehr ins Zentrum der Kritik. Mehr



Teilen und diskutieren

Kommentieren Sie diesen Beitrag über Facebook, Twitter oder Google+:

FACEBOOK
GOOGLE+
TWITTER



Anzeige
Neu für Vereine:
SaarZeitung

Termin melden

Text schicken


ANZEIGE
Beilagen






Anzeige