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Boxer schlägt Titelverteidiger Ola Afolabi in Halle klar durch technischen K.o.





Halle/Westfalen
Huck ist wieder Weltmeister
Boxer schlägt Titelverteidiger Ola Afolabi in Halle klar durch technischen K.o.

sid/dpa,  29. Februar 2016, 02:00 Uhr
Profiboxer Marco Huck hat sich den WM-Titel im kleinen Verband IBO gesichert. Gegen den Briten Ola Afolabi war der 31-Jährige von Beginn an der dominierende Mann im Ring. Jetzt träumt er von einem Gürtel in einem der größeren Verbände.
Profiboxer Marco Huck träumt nach dem Erringen des Weltmeistertitels im kleinen IBO-Verband von einem Rückkampf gegen WBO-Champion Krzysztof Glowacki. „Ich wollte eigentlich direkt gegen ihn kämpfen, aber jetzt erst recht“, sagte der 31 Jahre alte Cruisergewichtler nach seinem Sieg in der Nacht von Samstag auf Sonntag gegen den britischen Titelverteidiger Ola Afolabi in Halle/Westfalen: „Wir haben ihm einen Sack voll Geld angeboten, aber er wollte nicht.“

Im August 2015 hatte Huck in New Jersey nach sechs Jahren und 13 erfolgreichen Titelverteidigungen seinen WBO-Gürtel durch eine schmerzhafte K.o.-Niederlage an den Polen Glowacki verloren. Bei seiner Rückkehr in den Ring gegen Afolabi zeigte der Berliner eine starke Leistung und gewann durch technischen K.o. nach der zehnten Runde. „Das Training hat sich ausgezahlt. Ich war sehr fleißig, jetzt seht ihr das Ergebnis“, sagte Huck anschließend: „Ich bin wieder da, das ist ein unbeschreibliches Gefühl. Wenn ich stark trainiere, dann kann mich im Ring keiner schlagen. Harte Arbeit zahlt sich aus.“ Für Huck war es der dritte Sieg im vierten Duell mit Afolabi. Der Sieg im laut eigener Aussage wichtigsten Kampf seines Lebens soll für den Berliner nur der Anfang eines großen Comebacks sein.

Huck übernahm von Afolabi den Gürtel des weniger bedeutenden Verbandes IBO. Perspektivisch will er zurück auf den Thron in einem der vier großen Verbände WBO, WBA, WBC und IBF. Der neue Champion war vom ersten Gong an der dominierende Mann im Ring. Vor 7000 Zuschauern im Gerry-Weber-Stadion war Huck deutlich aggressiver, traf häufiger und lag vor der Schlussphase des Duells deutlich vorne. Afolabi war bereits früh von einer Verletzung am linken Auge gehandicapt, die den Ringrichter auf Anraten des Ringarztes letztlich eingangs der elften Runde veranlassten, den Kampf abzubrechen. Huck, der sich Ende 2014 vom Sauerland-Boxstall getrennt hat und seither auf Erfolgstrainer Ulli Wegner verzichten muss, wurde erstmals von RTL, TV-Partner der Klitschkos, übertragen.


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