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Karate: Deutschland verliert Länderkampf gegen die Türkei – 800 Zuschauer in Dillingen – Sportart bei Olympia 2020 dabei?



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Dillingen
„Saugeil, dass die Halle so voll war“
Karate: Deutschland verliert Länderkampf gegen die Türkei – 800 Zuschauer in Dillingen – Sportart bei Olympia 2020 dabei?

Von  Sebastian Zenner, 
25. Januar 2016, 02:00 Uhr
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Jana Bitsch (rechts) gewann beim Länderkampf gegen die Türkei einen ihrer beiden Kämpfe gegen Tügce Demis. Foto: Rolf Ruppenthal Foto: Rolf Ruppenthal
800 Zuschauer kamen am Samstag in die Dillinger Sporthalle West, um den vom Saarländischen Karate-Verband ausgerichteten Länderkampf zwischen Deutschland und der Türkei in der Sporthalle West zu sehen.
 
Die drei jungen Kata-Frauen der deutschen Karate-Nationalmannschaft kannten am Samstagabend kein Halten mehr: Nachdem die Fahnen der Kampfrichter sie zu Siegerinnen kürten, hüpften Zoe Bach, Daniela Woelke und Louisa Winstel unter dem Jubel der rund 800 Zuschauer fröhlich über die Matte, die der ausrichtende Saarländische Karate-Verband (SKV) für den Länderkampf zwischen Deutschland und der Türkei in der Dillinger Sporthalle West verlegt hatte. Der Gesamtsieg ging allerdings an die Gäste aus der Türkei.

Mit 6:4 Stimmen (2:3 und 4:1) setzte sich das Kata-Team des Deutschen Karate-Verbands (DKV) durch. In der Summe der Kumite-Kämpfe, die im Gegensatz zu den einstudierten Choreografien des Kata auch direkten Gegnerkontakt beinhalten, behielt die Türkei mit 5:3 Siegen die Oberhand. „Es ist saugeil, dass die Halle so voll war“, schwärmte der deutsche Topathlet Noah Bitsch nach der Siegerehrung. Der Vize-Teamweltmeister und WM-Dritte (bis 74 Kilo) von 2014 gewann seine Kämpfe souverän gegen Ziya Yasar (5:0) und Aykut Usda (1:0). Seine Schwester Jana, WM-Dritte von 2014 (bis 55 Kilo), steuerte mit ihrem 2:0 über Tügce Demis den dritten deutschen Sieg bei.

„Ich bin sehr zufrieden. Ich habe aber auch gemerkt, dass direkt nach dem Trainingslager noch etwas Sand im Getriebe ist“, sagte Bitsch, „es war schon eine harte Woche, und die Beine sind noch etwas schwer. Wir müssen jetzt sehen, wieder in den Rhythmus zu kommen.“ Er hätte mit seinem Team natürlich gerne gewonnen, „aber das Schöne ist, dass es ein Freundschaftskampf war und es nicht um die WM ging. Ich fand es jetzt nicht so schlimm, dass die Türken gewonnen haben.“

„Wir kommen gerade aus einem Trainingslager, deshalb sind einige vielleicht noch ein wenig fußlahm“, sagte DKV-Sportdirektor Ralph Masella, der die deutsche Nationalmannschaft in Dillingen betreute. Der Termin gleich zu Saisonbeginn sorgte dafür, dass beide Nationalteams nicht in Bestbesetzung, sondern mit sehr jungen Teams antraten. „Wie es aussieht, ist Karate bei Olympia 2020 in Tokio vertreten. Deshalb ist es gerade diese Altersklasse, die wir in den nächsten vier Jahren puschen werden“, sagte Masella, der den Sieg des Kata-Teams als „Achtungszeichen“ wertete. Das konnte offenbar auch der SKV setzen, den der Sportdirektor lobte: „Die Stimmung in der Halle und das, was hier auf die Beine gestellt wurde, war wirklich bemerkenswert.“

„Vor drei Wochen hatten wir noch Sorge, dass nicht viel mehr als 200 Leute kommen würden“, gestand SKV-Präsident Stefan Louis, „erst während des Vorverkaufs stellte sich heraus, dass deutlich mehr als 400 kommen werden. Letztlich war die Halle sogar voll, und wir haben eine tolle Werbung erlebt.“ Louis erhofft sich von der Veranstaltung einen bleibenden Eindruck und im Idealfall Neuanmeldungen in den saarländischen Vereinen.
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