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Deutsche Tischtennis-Asse wollen bei der EM Edelmetall – Doppelstart für Franziska





Budapest
Auf Medaillenjagd
Deutsche Tischtennis-Asse wollen bei der EM Edelmetall – Doppelstart für Franziska

dpa-Mitarbeiter Peter Hübner,  18. Oktober 2016, 02:00 Uhr
Deutschlands Tischtennis-Asse gönnen sich nach den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro keine Pause. Bei der EM in Budapest zählen Timo Boll und Co. zu den Medaillenanwärtern in fünf Disziplinen.

Der Medaillenhunger bei Timo Boll und Dimitrij Ovtcharov ist auch sieben Wochen nach Olympia noch groß. Silber und Bronze fürs Damen- und Herren-Team in Rio sollen bei der Einzel-Europameisterschaft vom heutigen Dienstag bis Sonntag in Budapest veredelt werden. Der Deutsche Tischtennis-Bund (DTTB) hat eine schlagkräftige Truppe mit jeweils fünf Damen und Herren gemeldet. „Alle sind noch etwas müde, aber wir wollen am Finaltag vertreten sein und ein Wort bei der Titelvergabe mitreden“, sagte DTTB-Sportdirektor Richard Prause.

Der Weltranglisten-Sechste Ovtcharov geht als Titelverteidiger und Top-Favorit an den Start. Nach seinem enttäuschenden Auftritt beim World Cup vor zwei Wochen in Saarbrücken hat der 28 Jahre alte Familienvater den Druck etwas rausgenommen, auch wenn die Aussicht auf den EM-Hattrick ein großer Ansporn ist. „Ich habe bereits zwei Einzel-Titel und gehe etwas relaxter in das Turnier“, sagte „Dima“.

Ovtcharov ist an Nummer eins gesetzt und könnte erst im Finale auf den an Position vier eingestuften Boll treffen. Für den Rekord-Europameister ist die EM vor allem Wettkampfpraxis. „Ich weiß aber nicht, ob es körperlich und spielerisch reicht“, sagte der Linkshänder. Nach seiner Olympia-Verletzung hat er erst ein Bundesligaspiel absolviert. „Ich bin in einem Stadium, wo ich noch vorsichtig sein muss“, sagte Boll. Der 36-Jährige denkt bereits ans nächste Jahr. „Mein Fokus liegt auf der Heim-Weltmeisterschaft 2017 in Düsseldorf.“

Patrick Franziska von Bundesligist 1. FC Saarbrücken-Tischtennis hofft an der Seite von Dänemarks starkem Spitzenspieler Jonathan Groth im Herrendoppel auf eine EM-Medaille: „Vielleicht können wir da was machen.“ Im Einzel, so der WM-Viertelfinalist von 2015, „ist eine Prognose schwer, man muss von Anfang an absolut aufpassen“. Besonders, wenn man in Runde zwei gegen einen unberechenbaren Gegner wie den Franzosen Emmanuel Lebesson anzutreten hat, bevor sich im Achtelfinale entweder der Neu-Düsseldorfer Stefan Fegerl (Österreich) oder der Engländer Liam Pitchford als Hürde aufbauen könnten.

Die DTTB-Damen könnten den Herren in Budapest die Show stehlen. „Die Stimmung in unserer Mannschaft ist super“, sagte Bundestrainerin Jie Schöpp. Vor allem die beiden gebürtigen Chinesinnen Han Ying und Shan Xiona sind hoch motiviert. Sie dürfen bei der WM nicht aufschlagen und legen daher großen Wert auf die EM. „Mein Traum ist es, einen EM-Einzeltitel zu holen. Dafür probiere ich alles“, erklärte Abwehrkünstlerin Han Ying. Sie führt die Setzliste vor der Berlinerin Petrissa Solja an.

Neben den beiden Einzel-Konkurrenzen stehen die Doppel und nach längerer Pause das umstrittene Mixed auf dem EM-Programm in der Tüskecsarnok-Halle. Der DTTB hat für alle fünf Wettbewerbe gemeldet, Boll und Ovtcharov spielen aber von Donnerstag an nur das Einzel. Von den DTTB-Aktiven müssen Steffen Mengel und Benedikt Duda aus Bergneustadt am Dienstag und Mittwoch in die Qualifikation. Sie sind seit Sonntag in Ungarn. „Da wollten wir auf Nummer sicher gehen. Ich rechne mit einem Turnier der Überraschungen“, sagte Prause.



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