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SVE: „Bei uns darf Drittliga-Fußball gespielt werden“ – Saarbrücken will schriftliche Bestätigung, dass Arena weitervermietet werden darf



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FCS-Stadionsuche: Zeichen deuten auf Elversberg hin
SVE: „Bei uns darf Drittliga-Fußball gespielt werden“ – Saarbrücken will schriftliche Bestätigung, dass Arena weitervermietet werden darf

12. Januar 2016, 02:00 Uhr
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Die Bagger haben im Elversberger Stadion die Stehplatztribüne für Heimfans abgerissen. Der Unterrang der neuen, doppelstöckigen Tribüne muss bis zum Rückrundenstart fertig sein, damit der 1. FC Saarbrücken in die Arena der SV Elversberg umziehen kann. Foto: Schlichter Foto: Schlichter
 
Der Regionalligist SV Elversberg sagt, in seinem Stadion seien die Genehmigungen vorhanden, um Drittliga-Fußball spielen zu dürfen. Die Polizei sagt, der 1. FC Saarbrücken könne in das Elversberger Stadion umziehen, weil Sicherheitsbelange zu handhaben wären. Der 1. FC Saarbrücken sagt immer noch nicht, wo er für die Dauer des Umbaus des Ludwigspark-Stadions spielen wird. Obwohl bis Ende des Monats die Spielstätte feststehen muss. Obwohl FCS und SVE seit Juli 2015 den Eindruck erweckt hatten, dass der Umzug nach Elversberg so gut wie perfekt sei. Und obwohl der FCS sich nach den Stadien in Pirmasens und Völklingen erkundigt hat.

FCS-Präsident Hartmut Ostermann erklärte gestern über seinen Sprecher Peter Müller: „Wir werden uns zu gegebener Zeit zum Sachverhalt umfassend äußern.“ Dann wird wohl auch klar sein, ob der FCS sich nur in Völklingen und Pirmasens umgeschaut hat, um die jeweiligen Stadien im Lizenzierungs-Verfahren für die Regionalliga- und die 3. Liga als Ausweichquartier für die Elversberger Arena zu melden.

Hinter den Kulissen werden aus dem näheren Umfeld des FCS Gerüchte gestreut, wonach die Elversberger Ursapharm-Arena aufgrund fehlender Genehmigungen nicht nutzbar wäre und der FCS deshalb den seit geraumer Zeit vorliegenden Mietvertrag nicht unterschreiben könne.

Zwei wichtige Genehmigungen fehlen: die für den Bau der doppelstöckigen Stehplatztribüne für Heimfans und die den Brandschutz den Oberrang der neuen Haupttribüne betreffend. Der Deutsche Fußball-Bund bestätigt, dass das Stadion schon im jetzigen Zustand drittliga-tauglich ist. Und SVE-Präsident Dominik Holzer sagt zu den Gerüchten: „Wir wissen, dass in unserem Stadion Drittliga-Fußball gespielt werden darf. Auch unser Sicherheitskonzept ist für die 3. Liga abgenommen.“

Genehmigungsbehörde ist die Untere Bauaufsicht (UBA) beim Landkreis Neunkirchen. Laut UBA müssen in dem von der SV Elversberg vorgelegten Brandschutzkonzept Einzelheiten nachgebessert werden. Wichtigste Punkte sind nach SVE-Angaben der Einbau einer Sprinkleranlage für 100 000 Euro, der Bau von Stegen als Fluchtwege sowie ein Bestuhlungskonzept für die Tagungsräume. Alle Punkte in Sachen Brandschutz seien bis zum Rückrundenstart am 27. Februar machbar, wenn das Konzept nun genehmigt werden würde, erklärt der Verein.

Der Bau der 3600 Zuschauer fassenden Stehplatztribüne hat noch nicht begonnen, weil UBA und SVE unterschiedlicher Auffassung darüber waren, ob es sich um einen Neubau oder eine Sanierung im Bestand handelt. Laut Kai-Uwe Frantz von der Stadiongesellschaft könne die Sache in den nächsten Tagen erledigt sein – und der 500 000 Euro teure Unterrang für 1800 Zuschauer (bisher 1629) bis zur Rückrunde fertig werden. Der Unterrang ist für das Sicherheitskonzept des 1. FC Saarbrücken wichtig. Der Club muss aufgrund seiner Problemfans und größeren Anzahl an Anhängern im Vergleich zur SVE ein anderes Sicherheitskonzept vorlegen als die SV Elversberg.

Zuständig für Sicherheitsbelange im Elversberger Stadion ist die Polizei-Inspektion Neunkirchen. Dienststellenleiter Thomas Träger-Pitz bestätigt, dass es bezüglich Sicherheits- und Verkehrsfragen Kontakt mit dem FCS gibt. Wichtig für dessen Umzug in die Ursapharm-Arena sei, dass die Stehplatztribüne bis zum Rückrundenstart gebaut ist und Erdaufschüttungen hinter der Stehplatztribüne für Gästefans weg sind, damit dort Busse der auswärtigen Anhänger parken können. Zudem soll bei FCS-Spielen ein Parkplatz in Heinitz genutzt werden, um die Stellplatzsituation rund um das Stadion zu entschärfen.

Relativ schnell entschärft werden könnte das Gerücht, dass die Stadiongesellschaft, deren alleiniger Gesellschafter die SVE ist, die Arena aufgrund fehlender Genehmigungen nicht an den FCS weitervermieten dürfe. Dessen Sportdirektor Milan Sasic hat nach SZ-Informationen die SVE am Donnerstag gebeten, sie möge ihm von der UBA schriftlich bescheinigen lassen, dass die Behörde der Stadiongesellschaft die Zweitvermietung genehmigt hat.

Sasic soll signalisiert haben, dass der FCS den Mietvertrag unterzeichnen werde, wenn die Bestätigung schriftlich vorliege. Die Höhe der Miete ist nach SZ-Infos abhängig davon, was der FCS im Stadion nutzen will. Sie soll dementsprechend zwischen 300 000 und 450 000 Euro liegen.
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