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Kaiserslautern

Absteiger 1. FC Kaiserslautern: Kein Sportdirektor in der 2. Liga

Von SZ-Mitarbeiter Janek Böffel

Das 2:1 des 1. FC Kaiserslautern bei Hertha BSC am Samstag war der erste Sieg seit Oktober 2011. Trotzdem war es ein trauriger, denn der Abstieg des FCK in die 2. Liga wurde an diesem Spieltag auch rechnerisch besiegelt. (Veröffentlicht am 24.04.2012)

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Stefan Kuntz (Foto von 2008) plant mit einem Lizenzspieleretat von zehn Millionen. Foto: Ronald WittekFoto:

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Kaiserslautern. Kaiserslautern. Es war ein leiser Abschied. Untergegangen in diesem gelb-schwarzen Meister-Trubel, im Kölner Selbstzerfleischungs-Lärm. Selbst die stille Angst von Hertha BSC vor dem Abstieg verdeckte diesen Moment, als Gewissheit war, was ohnehin jeder seit Wochen wusste. Dass der 1. FC Kaiserslautern mit dem 2:1 in Berlin aus der Fußball-Bundesliga abgestiegen ist, war am Wochenende kaum mehr als eine Randnotiz, in den Schlagzeilen nur der Vollständigkeit halber untergebracht.

So recht schienen die FCK-Spieler selbst nicht zu wissen, was von diesem Nachmittag zu halten war. Da war er endlich – dieser eine Sieg, das Ende dieser Serie aus 21 erfolglosen Auftritten in Folge. Gerade rechtzeitig, um in dieser Statistik nicht den alleinigen zweiten Platz hinter dem Inbegriff fußballerischer Peinlichkeit, Tasmania Berlin, einzunehmen. Und doch viel zu spät. Am Ende war nur die Frage nach dem „Wann“ geblieben. Dass es ausgerechnet nach dem ersten Sieg seit Oktober 2011 war, ist bittere Ironie, mehr aber nicht. „Gefühlsmäßig war es ja so, dass wir schon länger darauf vorbereitet waren. Von daher war es ja nur eine Frage der Zeit“, sagte Kaiserslauterns Vorstands-Vorsitzender Stefan Kuntz.

So hilflos, aber vor allem auch wehrlos, wie die Mannschaft in den vergangenen Wochen Richtung 2. Liga taumelte, war sie Gefahr gelaufen, jeglichen Kredit beim Anhang zu verspielen. Ein Sieg in Berlin mag da nicht die Kehrtwende sein, aber immerhin war es ein anderes Gesicht. „Wir hatten in dieser Saison noch kein Spiel, in dem wir zehn Chancen hatten. Insofern hat die Mannschaft schon die richtige Reaktion gezeigt“, sagte Kuntz, der bereits für die 2. Liga plant: „Wir waren ja schon vor dem Spiel in den Analysen.“ Eine Schlussfolgerung war, dass es ein Fehler gewesen sei, keinen Sportdirektor einzustellen. Für den Moment wird es allerdings auch dabei bleiben, sagte Stefan Kuntz: „In der Bundesliga wäre es besser gewesen. Aber wir werden da für die 2. Liga niemand holen.“
Ein Sportdirektor kostet eben auch Geld. Geld, das benötigt wird, da der Lizenzspieler-Etat auf zehn Millionen Euro gesenkt werden muss. Und auch hier könnte sich manch einer mit seiner Leistung in Berlin einen Gefallen getan haben, sagt Kuntz: „Man hat von dem ein oder anderen gesehen, was er kann.“

Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) hat dem FCK derweil die Lizenz für kommende Saison erteilt – „bei den finanziellen Kriterien uneingeschränkt für die 1. und 2. Liga und bekommt die volle wirtschaftliche Leistungsfähigkeit bestätigt“, teilte Kaiserslautern mit. Zur Erinnerung: Die Stadiongesellschaft hat vor gut einer Woche dem FCK einen Teil der Stadionmiete für zwei weitere Jahre gestundet, die der FCK aber irgendwann inklusive Zinsen bezahlen muss.



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