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Zehn Arbeitsplätze sollen gestrichen werden – Betriebsrat: Es ist noch nicht das letzte Wort gesprochen



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Völklingen
Stadtwerke-Chef kündigt Kündigungen an
Zehn Arbeitsplätze sollen gestrichen werden – Betriebsrat: Es ist noch nicht das letzte Wort gesprochen

Von  Bernhard Geber, 
27. Januar 2016, 02:00 Uhr
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Bereits im Mai des vergangenen Jahres gingen die Mitarbeiter der Völklinger Stadtwerke für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze auf die Straße. Nun stehen Kündigungen im Raum. Foto: Jenal Foto: Jenal
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Michael Böddeker
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Wolfgang Jelinski
Der Druck auf die Mitarbeiter der Völklinger Stadtwerke nimmt zu. Geschäftsführer Michael Böddeker erklärt inzwischen Kündigungen für unvermeidlich. Aber der Betriebsratsvorsitzende widerspricht.
 
Michael Böddeker, seit Oktober Geschäftsführer der Völklinger Stadtwerke, hat gestern betriebsbedingte Kündigungen angekündigt. Böddeker teilte mit, die Rede sei derzeit von etwa zehn Stellen in der Holding, die noch im Laufe des Jahres 2016 gestrichen werden müssten. Er habe alles Sinnvolle geprüft, um Kündigungen zu vermeiden und sich dafür eingesetzt, Mitarbeitern einen einfachen Übergang in ein anderes Arbeitsverhältnis zu ermöglichen. Deren Interesse daran sei jedoch sehr gering gewesen, erklärte Böddeker.

„Dazu ist lange noch nicht das letzte Wort gesprochen“, sagte gestern Betriebsratsvorsitzender Wolfgang Jelinski. Der Betriebsrat verhandele weiter mit dem Ziel, ältere Mitarbeiter sozialverträglich in den Ruhestand zu schicken und Kolleginnen und Kollegen auf andere Stellen im Saarland zu vermitteln. Erst, wenn dies ausgeschöpft sei, werde über Kündigungen im Rahmen eines Sozialplans zu reden sein. Die Geschäftsführung habe bisher nur einen kleinen Kreis von Mitarbeitern angesprochen, von denen viele bereits langjährig beschäftigt seien. Dies könne nicht die Zustimmung des Betriebsrates finden.

SPD-Stadtratsfraktionschef Erik Kuhn bekräftigte gestern, er schließe weiterhin betriebsbedingte Kündigungen aus und setze auf einen sozialverträglichen Stellenabbau. CDU-Fraktionschef Stefan Rabel („noch ist niemand gekündigt“) äußerte die Hoffnung, dass sich noch die Möglichkeit ergebe, „an der Stellschraube zu drehen“. „Wenn hier jemand gekündigt werden muss, ist das der Oberbürgermeister, Gesellschafter und Aufsichtsratsvorsitzende der Stadtwerke, Klaus Lorig“, meinte gestern der Vorsitzende der Völklinger Linken, Christoph Gottschalk. Böddeker betonte gestern, die Stadtwerke hätten sich unter der früheren Führung selbst in die jetzige prekäre Situation hineinmanövriert. Sie hätten über 20 Millionen Euro Schulden angehäuft, vorrangig verursacht durch die Meeresfischzucht. Oberbürgermeister Lorig (CDU) teilte gestern mit: „Ich bin nach wie vor guter Hoffnung, dass sich am Ende der Gespräche eine sozialverträgliche Lösung abzeichnen wird“.


 

Zum Thema:

Die Saar-LB hat einen Kreditrahmen von 20 Millionen Euro zur Rettung der Stadtwerke zugesagt. Im Gegenzug wurden die Stadtwerke-Anteile an Netz und Vertrieb in Völklingen verpfändet. Zudem sind die Ziele aus dem Sanierungsgutachten einzuhalten. Die Personalkosten müssten in diesem Jahr um rund 700 000 Euro abgesenkt werden, damit die Finanzierungszusagen eingehalten würden, so Böddeker. er
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