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Musiker von internationalem Ruf geben Gastspiel beim Kulturverein im Pfarrheim





Lauterbach
Lauterbach erlebt den Blues
Musiker von internationalem Ruf geben Gastspiel beim Kulturverein im Pfarrheim

Von  Beatrix Hoffmann, 
02. Dezember 2014, 00:00 Uhr
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Die Band in ausgelassener Stimmung. Foto: Blues Company/Plopp Foto: Blues Company/Plopp
Der Lauterbacher Kulturverein Plopp präsentierte im Pfarrheim einen Knüller: Die Blues Company aus Oldenburg, seit 1976 in ganz Europa unterwegs. Ihr Spektrum reicht von der Liebe bis zur Umweltkatastrophe.


 
Blues im Pfarrheim. Der Lauterbacher Kulturverein Plopp hatte einen Knüller parat: Die Blues Company aus Oldenburg. Dunkle Sonnenbrillen sind ihr Markenzeichen. Seit 1976 sind Sänger Tosho Todorovic, Gitarrist Mike Titre, Schlagzeuger Florian Schaube und Bassist Arnold Ogrodnik unterwegs. Sie haben Konzerte in ganz Europa und in Asien gegeben. Nach 20 Schallplatten, CDs, Videos, DVDs fasste Todorovic, der am Konservatorium in Osnabrück klassische Gitarre und Gesang studiert hat und zusammen mit Mike Titre die Stücke schreibt, die Geschichte der Band unter dem Titel „On the Road again – Unterwegs im Namen des Blues“ als Buch zusammen.

Wenn jetzt, zehn Jahre später und ebenso viele Tonträger weiter, eine Fortsetzung folgen würde, gäbe es sicher ein großes Kapitel über Russland, wo sie in den drei letzen Jahren 60-mal auftraten und vielleicht ein kleines über die Erlebnisse in Lauterbach. Der Komponist könnte von der Landstraße erzählen, die von Völklingen direkt nach Frankreich führt und davon, dass es für die Band wie früher vor dem Konzert im Gasthaus einen Berg Spaghetti gab. Der Aufführungsort sei ungewöhnlich familiär gewesen. Gerade mal 120 Leute hätten in den Saal gepasst, sonst spiele man ja meistens vor 300, 400. Im Vorraum hätten die Leute zwischen Stehtischen getanzt.

Vor dem Auftritt habe man am Küchentisch in der improvisierten Garderobe zusammen gesessen. Zwischen Kühlschrank und Spüle sei er in seinen Nadelstreifenanzug gestiegen. Die Instrumentenkoffer hätten sie im Durchgang zum stillen Örtchen deponiert.

Von der Atmosphäre her sei es in Lauterbach ein wenig so gewesen wie damals, als sie noch jung, schön, langhaarig waren. Zum Thema „Die Spiegelbilder sind nicht mehr so wie früher“ hat der Sänger übrigens ein Lied gemacht, in Anlehnung an ein irisches Gedicht aus dem 18. Jahrhundert. „Wenn ich mich so umschaue, geht es Ihnen auch nicht anders“, sagt er zum Publikum.

Aber hier geht es nicht um die Optik, sondern um den Klang.

„Wir machen Musik für Leute, die auf gut klingende Musik stehen. Für Euch machen wir diese Sachen“, sagt der Sänger. Damit der Blues richtig gut rüber kommt, haben sich die Lauterbacher einiges einfallen lassen. Markus Belzer, Hifi-Spezialist aus Saarlouis, hat das Pfarrheim getunt. „Spitzen Sie die Fledermaus-Ohren. Die Lampen und Kugeln sind nicht wegen Weihnachten hier, das sind gezielte Maßnahmen gegen Elektrosmog und Hochfrequenzstörungen“, erläutert er.

Von der Liebe bis zur Umweltkatastrophe reicht das Spektrum der Blues Company. Als der Bürgerkrieg in seinem Heimatland Jugoslawien los ging, hat Tosho Todorovic „Red Blood“ komponiert. Das Lied ist leider ein Evergreen. Die Blueser aus Osnabrück haben auch Untypisches zum Mitsingen von einem Freund aus Amerika im Gepäck.

Die Lauterbacher werden noch lange von dem Konzert im Pfarrheim schwärmen. Der Vereinsvorsitzende Bernd Engel wird lässig sagen: „Internet, ein Anruf und plopp.“ Und dann werden sie darüber nachdenken, wie sie diesen Knüller toppen können. Die Messlatte hängt jetzt jedenfalls hoch.

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