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Sulzbach

Fällt eine Buslinie durch Sulzbach weg?

Anbindung von Schnappach und Hühnerfeld auf der Kippe


Von SZ-Mitarbeiter Dennis Langenstein, 15.05.2013 00:00
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Ein Bus der Linie 103 gestern An der Klinik. Foto: dla Foto: dla
Die Linie 103 könnte bald eingestellt werden. Dem Zweckverband öffentlicher Nahverkehr fehlen die Mittel, um die Beiträge Sulzbachs auszugleichen. Denn um deren Mitgliedschaft wird noch gestritten.
Schnappach und Hühnerfeld könnten bald weiter vom öffentlichen Nahverkehr abgehängt werden. Der Vorsitzende des Zweckverbandes öffentlicher Nahverkehr Klaus Häusle wandte sich Ende März mit einem Brief an Bürgermeister Michael Adam und die Saarbahn GmbH. Hintergrund ist der Streit um die Mitgliedschaft Sulzbachs im Zweckverband (wir berichteten). Häusle: „Es geht um nicht gezahlte Zuschüsse aus 2010/2011. Bisher hat der Zweckverband den Fehlbetrag aus seinen Rücklagen finanziert, doch die Reserven sind aufgebraucht“. Der Brief enthält auch die Aufforderung an die Saarbahn, ein Konzept zu entwickeln, welches die Kosten drückt. Häusle rechnet damit, dass die Saarbahn ihre Vorstellungen in den nächsten Tagen vorlegt: „Sollte es zu Reduzierungen kommen, hat die Stadt die Möglichkeit, einen Ortsverkehr einzurichten.“ Das könnte bedeuten, dass die Linien 103 und 104 zwar weiterhin durch die Sulzbachtalstraße Friedrichsthal anfahren, jedoch die Fahrten durch Schnappach und Hühnerfeld eingestellt werden könnten.

Sarah Schmitt, Pressesprecherin der Saarbahn GmbH, bestätigt: „Der kleine Zweckverband hat der Saarbahn GmbH mitgeteilt, dass die Gemeinde Sulzbach nach wie vor nicht bereit ist, sich an dem Kostendefizit zu beteiligen. Die Saarbahn hat daher vom Zweckverband die Aufgabe erhalten, einen Vorschlag zu unterbreiten, wie die Verkehre angepasst werden können, um das Defizit zu reduzieren.“ Und auch über die Reduzierungspläne kann Schmitt bereits Auskunft geben: „Der Vorschlag sieht vor, dass künftig nur noch eine (die Linie 104 bis Friedrichsthal Stadtbad) statt bisher zwei Linien durch Sulzbach fährt.“ Der Vorschlag werde gerade mit den beteiligten Gemeinden diskutiert, bis zu den Sommerferien erwartet Schmitt die Entscheidung und: „Sollte der Vorschlag angenommen werden, wird die Saarbahn Genehmigungsanträge stellen. Eine Umsetzung wäre dann voraussichtlich bis Dezember möglich.“ Die Linie 104 soll dabei ihren bisherigen Streckenplan beibehalten.

Bei der Stadt Sulzbach ist das Konzept bisher noch unbekannt, erklärt Pressesprecher Elmar Müller, jedoch gehe man davon aus, dass die Busanbindung noch bis Ende nächsten Jahres sicher ist. Müller: „Die Konzession läuft bis Oktober 2014. Wenn das Konzept vorliegt, werden wir mit den Beteiligten über die künftige Busanbindung diskutieren.“

198 000 Euro an Beiträgen stehen beim Zweckverband laut Häusle noch aus. Eine weitere Zahlung könnte im Juni fällig werden, dann hätte sich der Fehlbetrag auf über 300 000 Euro summiert. Sulzbach wollte aus dem Zweckverband austreten, weil der Stadtrat über keine Mitbestimmung bei der Linienführung, der Taktung sowie dem Bau von Bushaltestellen verfüge. Häusle: „Das Landesverwaltungsamt hat jedoch festgestellt, dass Sulzbach weiterhin Mitglied ist. Ein Austritt aus dem Zweckverband ist in dessen Satzung nicht vorgesehen. Diese müsste zuerst noch geändert werden.“ Daraufhin zog im März 2012 die Stadtverwaltung vor Gericht, die Entscheidung steht noch aus.
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