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Konzernpläne besser lesen können

DGB-Ortsverband gründet runden Tisch mit Sulzbacher Betriebsräten


Von SZ-RedakteurThomas Feilen, 16.05.2013 00:00
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Reiner Elgas
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Rosemarie Moog Fotos: Maurer
Die Schließung des Subitec-Werks im Mellinweg und der beschlossene Personalabbau bei der Decoma rufen auch den DGB-Ortsverband auf den Plan. Nach den Worten seiner Vorsitzenden, Rosemarie Moog, will er die Betriebsräte in der Stadt besser vernetzen, um möglichst frühzeitig auf Schließungs- oder Kündigungspläne reagieren zu können – auch gegenüber der Politik.
Trotz großer Gegenwehr von Beschäftigten, Betriebsrat und DGB sowie einer Stadtrats-Resolution für den Erhalt von Standort und Arbeitsplätzen (die SZ berichtete mehrfach) war das Aus der Sulzbacher Medizintechnik-Firma Subitec nicht zu verhindern. Mittlerweile ist ein Sozialplan zwischen Betriebsrat und Geschäftsführung abgeschlossen, einige Beschäftigte haben das Angebot, nach Pfullendorf (Bodensee) zur Muttergesellschaft zu wechseln, angenommen.

Das berichtete jetzt Rosemarie Moog, Vorsitzende des DGB-Ortsverbandes Sulzbach, der SZ. Für den DGB-Ortsverband sieht sie die Notwendigkeit, schnellst möglich einen runden Tisch aller Betriebsräte Sulzbacher Firmen zu gründen.

Infos zusammentragen

Hier sollen die Informationen aus den Betrieben zusammengetragen werden, um rechtzeitig Bescheid zu wissen, welche Pläne die Geschäftsführungen verfolgen. Nach Moogs Worten will der DGB-Ortsverband damit zum „Sprachrohr zur Politik“ werden.

An diesem runden Tisch Platz nehmen will auch Reiner Elgas, Betriebsratsvorsitzender von Decoma in Sulzbach. Beim Autozulieferer Magna, zu dem beide Sulzbacher Werke gehören, soll die Zahl der Mitarbeiter in der Salzstadt um 250 auf rund 440 Mitarbeiter reduziert werden. Das haben Betriebsrat und das Management in einem Sozialplan vereinbart. Die beiden bestehenden Decoma-Werke in Neuweiler sollen zusammengelegt werden, bestätigte Elgas der SZ. Bei Decoma werden zum Beispiel Front- und Heckschweller (Stoßstangen) aus Kunststoff für Pkw gegossen und lackiert und Rückfahr-Sensoren gefertigt.

Großen Wert legte Elgas gegenüber der SZ darauf, dass es gelungen ist, die Zahl der Auszubildenden von 30 zu halten. Selbst in den kommenden beiden Jahren. Denn für 2014 und 2015 zeichne sich ab, dass Auftragslage und damit Beschäftigung am Standort Neuweiler schwierig würden, was aber in dem Sozialplan bereits berücksichtigt sei, zum Beispiel bei der Gestaltung der Arbeitszeit. Für die Jahre nach 2016 seien aber schon heute drei Großaufträge an Land gezogen – zum Nutzen von Eigner und Belegschaft.

Wie wichtig rechtzeitige und umfassende Informationen für die Belegschaften sind, weiß Elgas aus eigener Erfahrung bestens. Ist er doch Vorsitzender des Gesamtbetriebsrates der Decoma Germany GmbH. Und weil die GmbH zu einem multinationalen Konzern gehöre, sei geplant, einen europäischen Betriebsrat zu gründen.

Soweit will Rosemarie Moog gar nicht kommen. Sie freut sich schon, wenn der runde Tisch des DGB für Sulzbach möglichst gut besetzt ist.
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