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Historische Verein Hasborn-Dautweiler lässt alten Kirchenfensterschmuck aufleben





Hasborn-Dautweiler
Fensterrose in prachtvollen Farben
Historische Verein Hasborn-Dautweiler lässt alten Kirchenfensterschmuck aufleben

red,  25. Oktober 2016, 02:00 Uhr
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Stolz darf er sein, der Historische Verein Hasborn-Dautweiler nach der gelungenen Restauration der Fensterrose: von links Cäcilia Backes, Herbert Jäckel, Anne Lermen, Gerd Zöhler, Peter Schmidt, Rüdiger Holz und Hermann Rauber. Foto: Harald Lermen

Foto: Harald Lermen
Forschen, aber auch Anpacken – das hat sich der Historische Verein Hasborn-Dautweiler auf die Fahne geschrieben. Wie bei einer Fensterrose, die saniert wurde. Besonders stolz ist der Verein zudem auf sein Archiv.

Eine bunte Fensterrose, eine Rosette, schmückte einst die alte Kirche in Hasborn-Dautweiler. Bis zu ihrem Abriss im Jahre 1909. Dabei ging wahrscheinlich das Glas zu Bruch. Dennoch: Der übrig gebliebene gusseiserne Fensterrahmen fand beim Neubau der Schule, die später das Rathaus wurde, Verwendung. Bei der Rathausrenovierung 2005 sollte der Rahmen jedoch verschrottet werden. Davor bewahrte sie der Ortsvorsteher. Zugleich reifte im Historischen Verein Hasborn-Dautweiler die Idee, die Rosette zu sanieren, neu zu gestalten und im Foyer des alten Rathauses, dem heutigen Vereinsheim, wieder aufzuhängen. Gesagt, getan. Mit ehrenamtlichem Einsatz und Spenden gelang das Vorhaben, das Rundfenster hängt bis heute.

Dies war nur ein Projekt des 1984 gegründeten Historischen Vereins Hasborn-Dautweiler. „Uns liegt die Verschönerung des Ortsbildes sowie die Erhaltung heimatgeschichtlicher Objekte am Herzen“, sagt der Vereinsvorsitzende Herbert Jäckel. Dazu gehört auch die bereits abgeschlossene Sanierung eines Brunnens am Bitschberg. Ehrenamtlich, mit finanzieller Unterstützung.

Doch dies ist nur ein Aspekt der Vereinsarbeit. Jäckel: „Unsere Aufgaben sehen wir insbesondere darin, die Orts- und Kirchengeschichte von Hasborn-Dautweiler und unserer Region zu erforschen und zu dokumentieren. Zudem forschen wir auch auf dem Gebiet der Familiengeschichte, der regionalen Geologie und der Mundart.“

Die Forschungsergebnisse wurden bereits in mehreren Büchern veröffentlicht. Im kommenden Jahr steht ein Ortsfamilienbuch an. Bei der oft mühevollen historischen Arbeit helfe das Vereinsarchiv. „Darauf sind wir besonders stolz. Hier haben wir Kopien und Abschriften historischer Dokumente und Karten aus verschiedenen Archiven. Die Unterlagen wurden und werden in mühevoller Kleinarbeit verschriftet, aktualisiert und ständig aufgearbeitet.“ Zudem verfüge der Verein über eine umfangreiche Fotosammlung sowie ein Pressearchiv.

Doch nicht nur in der stillen Kammer finde das Vereinsleben statt: Vorträge, Lesungen, Schulungen, Ausstellungen, Ausflüge stehen auch auf dem Programm. Und manchmal tatkräftiges Anpacken. Wie bei der Fensterrose, die einst die alte Kirche schmückte.

 

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