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Buchvorstellung an diesem Samstag in der Hasborner Kulturhalle





Hasborn-Dautweiler
200 Jahre Schulgeschichte auf 500 Seiten
Buchvorstellung an diesem Samstag in der Hasborner Kulturhalle

Von  Frank Faber, 
25. November 2016, 02:00 Uhr
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Am Samstag präsentiert Gerd Zöhler sein neues Buch in der Hasborner Kulturhalle. Foto: Frank Faber

Foto: Frank Faber
Kein Wunder, dass das Buch 2,5 Kilogramm wiegt, denn mehr als vier Generationen Schüler aus finden sich auf alten Klassenfotos der vergangenen 120 Jahre wieder. Autor Gerd Zöhler und der Historische Verein Hasborn-Dautweiler veröffentlichen ein Stück Zeitgeschichte.

Uralte Klassenfotos wollte der Historische Verein Hasborner-Dautweiler zu einer größeren Veranstaltung zusammenführen. „Die Idee ein Buch mit einem Treffen zu verbinden, hat dann nicht mehr geklappt“, berichtet der stellvertretende Vereinsvorsitzende Gerd Zöhler. Nachträglich vielleicht ein Glücksfall. Zöhlers neuerliche Überlegung war, gleichermaßen an zwei Jubiläen zu erinnern: 200-jährige verwaltungsmäßige Zugehörigkeit von Hasborn-Dautweiler zur Gemeinde Tholey und 60-jähriges Bestehen der heutigen Grundschule in Hasborn. „Drei Jahre habe ich daran gearbeitet, es war reine Sisyphusarbeit“, sagt ein grinsender Autor, der im Hauptberuf bei der Deutschen Bahn in einer leitenden Position tätig ist. An diesem Samstag, 19.30 Uhr, präsentiert er sein Buch „200 Jahre Schulgeschichte in Hasborn-Dautweiler“ in der Kulturhalle. Ohne Frage ein Mammutwerk lokaler Zeitgeschichte. Im Archiv der Gemeinde Tholey hat Zöhler dafür gestöbert, mit der Hasborner Schulchronik jongliert und in alten Kirchenbüchern recherchiert. Aufwendig sind die Diagramme über die Einschulungsjahrgänge. Farblich gekennzeichnet stellt Zöhler dabei den Anteil der Schüler aus Hasborn, Überroth-Niederhofen, Sotzweiler oder Bergweiler heraus. Er beschäftigt sich ausführlich mit dem Lehrpersonal und führt alle Schulleiter und deren weiteren Werdegang auf. „Die Hasborner Schule hat allgemein einen guten Ruf genossen“, meint der Heimatforscher. Derzeit sind in Hasborn 80 Lehrer und zwei Hochschulprofessoren beheimatet, fand er heraus. Neben den schulischen Ereignissen der vergangenen 200 Jahre im Zeitraffer brachte er bewusst auch gesellschaftliche und kirchliche Aspekte mit ein, um so das dörfliche Geschehen im Kontext zu betrachten. 1777 gab es in Hasborn bereits eine Schule, den späteren und neuen Schulsaal bezeichnet der Volksmund als „Sauställi“. Anfang der 1960er-Jahre wurde die alte Schule abgerissen; zudem war rund um den Schaumberg der Nachkriegs-Kinderboom zu beobachten. „Die Bürger wurden damals gefragt, wo denn sie die neue und größere Schule hin haben wollen“, so Zöhler und packt damit eine legendäre Anekdote aus. Als Standorte seien „Auf der Heide“ in Dautweiler und der Hasborner „Brühl“ ins Auge gefasst worden. Die Mehrheit der Bürger habe für Dautweiler gestimmt. Danach habe das Landesbauamt Ottweiler seine Vorstellung unterbreitet und der Gemeinderat mit 9:7-Stimmen gegen die Dautweiler Heide und für Hasborn gestimmt. „Der Gemeinderat hat über das Wählervotum abgestimmt“, erklärt Zöhler. Daraufhin brach in Dautweiler ein Schulstreik aus. „Aus Protest haben die Eltern ihre Kinder eine Woche lang nicht in die Schule geschickt“, berichtet er. Die Einweihung der Schule erfolgte am 11. November 1956. 60 Jahre später sitzt an diesem Samstag der ehemalige Schüler Zöhler nebenan in der Kulturhalle und stellt sein Buch zur Schulgeschichte vor.

activweb.com/hasborn

 

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Auf einen Blick Buchvorstellung „200 Jahre Schulgeschichte in Hasborn-Dautweiler“ an diesem Samstag, 26. November, 19.30 Uhr, in der Kulturhalle Hasborn. Laudator ist Bruder Wendelinus (ehemals Johannes Naumann) von der Benediktinerabtei Tholey, Musik: Ensemble Schaumgebläse. Das vom Historischen Verein Hasborn und Gerd Zöhler herausgegebene Buch beinhaltet 270 Farbtafeln und Illustrationen. Startschuss für den Verkauf ist am Tag der Buchvorstellung. Das Werk wird bis 31. Dezember zum Vorzugspreis für 24,90 Euro angeboten. Ab dem 1. Januar kostet es dann den Normalpreis von 29,90 Euro. frf



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