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Gewerkschaft organisierte den etwas anderen Nikolaus-Warken-Gedenktag





Hasborn-Dautweiler
Grundstein für Arbeiterbewegung
Gewerkschaft organisierte den etwas anderen Nikolaus-Warken-Gedenktag

red,  11. Mai 2016, 02:00 Uhr
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Die Wandergruppe begab sich auf die Spuren von Nikolaus Warken. Foto: Dieter Kroener Foto: Dieter Kroener
Er war der erste Arbeiterführer der Region: Mit dem etwas anderen Nikolaus-Warken-Gedenktag erinnerten IGBCE-Ortsgruppe Eckstein und Arbeitskammer an den engagierten Bergmann.
Die Bergleute im auslaufenden 19. Jahrhundert litten unter katastrophalen Arbeitsbedingungen. Nikolaus Warken aus Hasborn hatte zusammen mit anderen Kollegen den Mut, sich gegen die Obrigkeit zu stellen. Sie setzten damit ihre Existenz aufs Spiel und wurden am Ende sogar dafür bestraft. Trotzdem setzten diese Männer mit ihrem Protest und dem gemeinsamen Bau des Rechtsschutzsaales ein Zeichen und legten den Grundstein für die Arbeiterbewegung an der Saar. In Erinnerung an den ersten Arbeiterführer in unserer Region organisierte die IGBCE Ortsgruppe Eckstein gemeinsam mit der Arbeitskammer des Saarlandes einen etwas anderen Nikolaus Warken-Gedenktag.

 

„Eckstein ist Trumpf – ein Nikolaus-Warken-Gedenktag“ lautete der Titel der Veranstaltung. In Bildstock, im Rechtsschutzsaal, dem „Haus der Solidarität“, dem ältesten Gewerkschaftshaus Deutschlands, ließ Liedermacher Wolfgang Winkler im voll besetzten Nikolaus-Warken-Saal schon mit seinem ersten Vortrag die Zeit um 1890 auferstehen. Das Lied von Eckstein und den elf Männern, die standhaft geblieben waren gegen die preußischen Bergherren, gaben den roten Faden des Tages vor: „Solidarität“.

 

Roter Faden des Tages

In ihren Grußworten erinnerten Eugen Roth, stellvertretender Vorsitzender des DGB Rheinland-Pfalz/Saarland, und Thomas Otto, Hauptgeschäftsführer der Arbeitskammer, an die Entstehung des Hauses und forderten eine Stärkung des Gemeinschaftsgeistes in der Arbeitnehmerschaft. Frank Hirsch von der Arbeitskammer des Saarlandes ging anschließend bei der Vorstellung seines Buches auf die schwierige Entwicklung der Einheitsgewerkschaft in den fünfziger Jahren ein. Nach einem gemeinsamen Bergmannsfrühstück schickte Wolfgang Winkler mit „Die Gedanken sind frei“ zirka 80 Wanderer unter der Leitung von Karl Josef Boussard und Elke Sell auf den Warken-Eckstein-Wanderweg. Auf dem zehn Kilometer langen Teilstücks des insgesamt 34 Kilometer langen ehemaligen Bergmannspfades von Bildstock nach Illingen gingen die beiden auf die historischen Stätten und ihre Entwicklung bis heute ein.

 

Nach etwas mehr als drei Stunden war an der Burgruine Kerpen in Illingen eine Rast für die Wandergruppe vorbereitet. Gemeinsam ging es danach mit dem Bus nach Hasborn zur traditionellen Gedenkfeier am Ecksteindenkmal, wo sich neben dem Enkel schon etliche Nachfahren Warkens eingefunden hatten.Viktor Schug, Vorsitzender der IGBCE-Ortsgruppe Eckstein, bedankte sich bei allen Wanderern, die sich „auf die Spuren des Nikolaus Warken begeben haben“.

 

Tholeys Bürgermeister Hermann Josef Schmidt ging auf die Rolle des Bergarbeiterführers ein. Die Ecken und Kanten seines Charakters machten ihn zu dem, was wir erinnern, zu einem Vorkämpfer der Gewerkschaften. Nur so konnte er der Obrigkeit entgegentreten. Eugen Roth machte in seiner Rede deutlich, dass Solidarität ein Dauerthema war, ist und immer bleiben wird. Der Gewerkschaftler hatte sich am Morgen in die Schar der Wanderer eingereiht.

 

Der Nikolaus Warken Gedenktag erinnert daran, dass Solidarität in der Arbeitnehmerschaft ständig neuer Impulse bedarf, so das Fazit von Eugen Roth.


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