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Sonnig-kalter Auftakt des St. Wendeler Ostermarkts





St Wendel
St. Wendel in Kuschelstimmung
Sonnig-kalter Auftakt des St. Wendeler Ostermarkts

11. März 2016, 02:00 Uhr
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Auch tierische Besucher ziehen beim St. Wendeler Ostermarkt durch die Gassen. Von Laura gibt es zur Begrüßung einen Kuss für das Plüsch-Schaf. Fotos: Bonenberger & Klos
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Blick in die Schlossstraße: Viele Besucher kommen zum sonnigen Auftakt des Marktes.
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Eines der Kaninchen im Stall am Dom. Dort dürfen die Mümmelmänner gestreichelt werden.
Vier Tage steht die Altstadt im Zeichen von Hase und Co. Schon kurz nach dem Auftakt am Donnerstagvormittag kamen viele Besucher. Der Ostermarkt zeigt sich wie in den Vorjahren sehr international, was das Publikum betrifft. Ein erster Rundgang.


 
Was ist der Unterschied zwischen dem Weihnachts- und Ostermarkt in St. Wendel? „Zum Ostermarkt ist's kälter.“ So charakterisierte eine Standbetreiberin am Donnerstag zum Auftakt der viertägigen Veranstaltung die Situation. Viele ihrer Kollegen mochten ähnlich empfunden haben, standen dick eingemummt in Schals, Parkern und Handschuhen hinter ihren Verkaufstischen. „Aber ich lasse mir die Laune nicht verderben: Die Sonne scheint“, ergänzte die taffe Händlerin.

Dies schien auf viele zuzutreffen, die gleich nach der Eröffnung kurz vor Mittag über den Markt schlenderten. Vorbei an eben jenen dunkelbraunen, hölzernen Buden, die auch im Advent die Wege und Gassen zwischen Schlossplatz und hinauf zur Basilika säumen. Nur dass sie nun im Frühjahr nicht mit Tannenzweigen und Moos verziert sind, sondern mit sprießenden Zweigen. Keine Christbaumkugeln, sondern lachende Hasengesichter und kunterbunte Eier sind angesagt. Die Auslage? Dekorationen, zumeist Meister Lampe aus mannigfaltigen Materialien: Holz, Stroh, Metall, Porzellan, aus Stoffen genäht und gestrickt. Echte Mümmelmänner hoppeln unterdessen in einem Gatter neben dem Dom umher. Eigentlich ist anzunehmen, dass sich die scheuen Tiere ob des Andrangs wuselnder Kinder in ihre kleinen Ställe zurückziehen. Doch i wo: Sie lassen sich nicht im Geringsten stören, futtern, was das Zeug hält, wenn sie nicht eben in einer Ecke kuscheln und vor sich hindösen.

Vom Weihnachtsmarkt Vertrautes ist trotz der jetzt anderweitig saisonalen Artikelvielfalt zu erspähen: Bratwürste lassen sich ja unabhängig von der Jahreszeit immer vertilgen. Fladenbrote mit Sauerrahm spiegeln auch nicht den uneingeschränkten Adventsgenuss wider. So hat die Bäckerei mit jenem zünftigen Angebot ihren angestammten Platz auch auf dem Ostermarkt.

Was der Zwergenwald für die Winterzeit, ist die Osterhasenausstellung jetzt. Und am Stand für erzgebirgische Volkskunst sind Räuchermännchen und Nussknacker putzigen Drechslerarbeiten in Form von Hase, Igel, Küken und Ei gewichen.

Was haben beide Märkte noch gemein: den unwiderstehlichen Duft süßer Backwaren. Sowie das Sprachen- und Dialektgewirr, was darauf hindeutet, dass der Ostermarkt ebenso Besucher weit über die Landesgrenzen hinweg anzieht.

Rund 90 Verkaufsstände sind zu sehen, die bis Sonntag täglich von 11 bis 19 Uhr geöffnet haben. Sonntag ist verkaufsoffen (13 bis 18 Uhr).





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