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Wölfe beißen beim ersten Spiel zu





St Wendel
Wölfe beißen beim ersten Spiel zu
Von  Philipp Semmler, 
21. April 2017, 02:00 Uhr
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Erfolgreiche Eier-Sucher an Ostersamstag: Anton Felix (links) hat sich den Ball geschnappt und macht sich auf die Reise in Richtung gegnerische Endzone. Nach einem spannenden Kampf gewannen die „South West Wolves“ vor gut 800 Zuschauern ihr erstes Pflichtspiel mit 26:20. FOTO: B&K

Die Footballer der „South West Wolves“ aus Balters- weiler haben das erste Spiel ihrer Vereinsge- schichte gewonnen. Gut 800 Zuschauer sorgten für eine tolle Stimmung.

Anton Felix konnte es fast nicht fassen, als er auf die voll besetzten Sitzplätze im Sportzentrum St. Wendel blickte. Gut 800 Zuschauer wollten sich an Ostersamstag das erste Pflichtspiel in der Vereinsgeschichte der „South West Wolves“ gegen die „Mosel Valley Tigers“ anschauen. „Mit so einem Andrang haben wir nicht gerechnet. Das ist einfach Wahnsinn. Hier ist eine Stimmung wie auf einem Volksfest“, erklärte der 30-Jährige, der ein Vorstandsmitglied bei dem American-Football-Verein aus Baltersweiler ist.

Für ihre Heimpremiere hatten sich die „Wolves“ auch einiges einfallen lassen. Es gab eine Verlosung und der verletzte Defense-Schlüsselspieler Sebastian Kiefer heizte dem Publikum am Mikro ein. In der Halbzeit sorgte schließlich noch die Cheerleading-Truppe der „Purple Diamonds“ aus St. Wendel für Stimmung.

Als sie auftraten, stand es zwischen den beiden Kontrahenten in der Verbandsliga 14:14. Die Gäste von der Mosel hatten einen Traumstart erwischt und gingen im ersten Viertel mit 14:0 in Führung. Doch dann zeigten sich die Wölfe bissig. Nach zwei Touchdowns von Quarterback Kevin Sauer und zwei folgenden Zusatzpunkten (Two-Point-Conversion) stand es zur Halbzeit 14:14. Der erhoffte Premieren-Sieg war wieder in Reichweite.

Im zweiten Durchgang kam dann der große Auftritt von Manuel Müller: Unter dem frenetischen Jubel der Fans schnappte er sich das Ei, klemmte es sich unter den Arm und sprintete gut 50 Meter über das Feld. Mit seinem 55-Yard-Touchdown brachte er die „Wölfe“ mit 20:14 in Führung. Doch die Gäste schlugen noch einmal zurück und glichen zum 20:20 aus. Bei diesem Spielstand blieb es bis kurz vor Schluss. Doch dann fing Müller einen Pass von Sauer und arbeitete sich in die Endzone der Gäste vor. Müller ging zu Boden – und es hieß „Touchdown für die Wolves“. Es stand 26:20. Augenblicke später war Schluss – und der Jubel bei den „Wölfen“ kannte keine Grenzen mehr. „Da sind viele Emotionen hochgekocht. Schließlich haben wir uns ein anderthalbes Jahr auf diese Begegnung hingearbeitet“, erklärte Felix. Seit rund 18 Monaten gab es bei den „Wolves“ ausschließlich Training – und noch keine Pflichtspiele.

Bereits am kommenden Sonntag steht für die „Wolves“ nun das Rückspiel bei den „Mosel Valley Tigers“ an. Kick-Off ist um 15 Uhr in der Sportarena Leienkaul in Treis-Karden. „Wir wollen wieder gewinnen. Denn wir wollen in die Play-Offs. Dafür wäre ein Sieg wichtig“, sagt Felix. Die „Valley Tigers“ sind ebenso wie die „Wolves“ eine neue Mannschaft, ein sogenanntes „Rookie-Team“. Damit zählen sie zu den schwächeren Gegnern in der Verbandsliga.

Wer die „Wolves“ einmal live in St. Wendel sehen möchte, muss sich noch ein wenig gedulden. Das nächste Heimspiel des Clubs findet erst am 13. Mai um 15 Uhr im Sportzentrum St. Wendel statt. Dann geht es für das Team von Cheftrainer Bill Roberts gegen die „Nauheim Wildboys“. „Es wäre natürlich genial, wenn dann wieder so viele Leute kommen würden wie beim ersten Spiel“, sagt Felix. Die „Wildboys“ haben ihr erstes Saisonspiel gegen den Titelfavoriten Rüsselsheim „Crusaders“ klar mit 0:30 verloren.




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