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Ist Loona ademloos für Fans am Bostalsee?





St Wendel
Ist Loona ademloos für Fans am Bostalsee?
22. April 2017, 02:00 Uhr
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Mit den Songs „Bailando“ und „Hijo de la luna“ ist die gebürtige Niederländerin Loona seinerzeit zum Star geworden. 2011 sang sie schon einmal am Bostalsee. ArchivFoto: B&K

Foto: B&K
Die Sommerprinzessin der 90er kommt ins St. Wendeler Land. Sie bringt ihre größten Erfolge mit. Und vielleicht ein bisschen Helene Fischer auf Holländisch.

Aus dem Studio an den Bostalsee, von Haarlem ins St. Wendeler Land: Loona kommt zum Open-Air: Sonntag, 30. April.

„Bailando“ und „Hijo de la luna“ – letzteres einzusingen beanspruchte seinerzeit elf Stunden – machten sie zum Star. Songs, die bis heute von Juni bis August aus der Dudelfunk-Rotation kaum wegzudenken sind. Erst recht, wenn's daheim in Strömen gießt, tönendes Hochsommer-Gefühl zwischen Wohnzimmer und Küche serviert werden soll. Dabei avancierte die Popballade „Hijo de la luna“ im Laufe der Jahre zum Adventsliedchen, ohne inhaltlichen Kontext. Groschen gefallen, wer die Dame ist?

Die Sommer-Prinzessin der späten 90er bleibt bis heute ihrem Gute-Laune-Image treu. Trällert die simplen Ohrwürmer, die ihr die größten Erfolge bescherten, in deutschen Diskotheken, am mit sonnenbrandroten Mitteleuropäern gesäumten Strand Spaniens.

Die Niederländerin Loona verkörpert bis heute südländisches Flair. Neben Gesang ein weiteres Markenzeichen: knappe Garderobe mit üppiger Oberweite, dazu tänzerisch laszive Bewegungen der gewaltblonden Schönheit. Das ist die Kunstfigur von Marie-José van der Kolk, wie sie mit bürgerlichem Namen heißt, welcher aber ob seiner Sperrigkeit für eine erfolgreiche Vermarktung wohl eher ein Rohrkrepierer gewesen wäre. Auch wenn José nach Süden und Sonne klingt: Die Sängerin weiß diesen Klang umgehend charmant zu entzaubern: „Der Anfangsbuchstabe wird, anders als von vielen erwartet, nicht spanisch prononciert, sondern wie Joghurt-Jott“, erklärt eine quirlige Loona beim Telefon-Interview und lacht schallend in den Hörer.

Mittlerweile spricht sie nicht mehr von Sommerprinzessin, sondern nach zwei Jahrzehnten im Showbusiness von der reiferen Queen. Die 42-Jährige lebt im holländischen Haarlem, rund 20 Kilometer östlich von Amsterdam, hat eine zwölf Jahre alte Tochter. „Dein Kind bestimmt das Leben“, sagt sie und muss sich gleich nach dem Telefonat mit eben diesem zum Tanzunterricht aufmachen.

Nur an den Wochenenden schlüpfe sie noch in die Rolle. „Ich werde dann zur Geheimagentin Loona.“ Was nach wie vor eine Lebensaufgabe für sie sei. „Ich habe unendlich viel Spaß daran.“

Die Titel von damals gehörten nach wie vor zum Repertoire, das sie ihrem Publikum entgegenschmettert. „Natürlich mag ich diese Lieder. Ich habe sie noch lange nicht satt. Ich habe ihnen alles zu verdanken.“ Besonders begeistert sich Loona für Geschichten, die ihre Fans mit den Hits verbinden. „Der eine denkt an seinen Hochzeitstanz zurück, der andere an einen unvergesslichen Urlaub. Jeder von uns verbindet doch seine Vergangenheit mit Musik.“ Mit „Bailando“ belegte sie 1998 acht Wochen den ersten Platz der deutschen Hitparade. „Viele verbinden mit dieser Musik ihre Jugend“, ist Loona überzeugt.

Der bleibt sie treu, nimmt zurzeit ein Studioalbum auf, das 2018 auf den Markt kommen soll. „Ich habe seit 2008 kein Album mehr veröffentlicht“, sagt sie. Nur Singles. „Jetzt arbeite ich an einer Vierer-Box“ – vier CDs mit den größten Hits und neuen Songs.

Ob sie in zehn, 20 Jahren ebenfalls über die Bühnen wirbelt? „Das wurde ich auch schon vor zehn Jahren gefragt. Im Moment kann ich ohne Loona nicht leben. Da ist Jürgen Drews mein absolutes Vorbild, dass man das auch noch mit 70 plus hinkriegt.“ Aber sie wolle sich nicht quälen. „Es muss Spaß machen. Wenn es mir zu viel wird, höre ich auf.“ Danach sehe es zurzeit aber nicht aus.

Mehr noch: Loona wagt sich auf ein für sie neues Terrain: mit einer Coverversion des deutschen Partyrenners schlechthin, dessen holländischer Titel keiner Übersetzung bedarf: „Ademloos door de Nacht“. Was sagt Urheberin Helene Fischer dazu? „Sie habe ich nicht gefragt. Wir haben es einfach gemacht“, platzt es temperamentvoll fröhlich aus Loona heraus. Sie kenne aufgrund ihrer jahrelangen Karriere viele Produzenten. Da habe sie sich im Vorfeld abgesichert. In ihrer Heimat kletterte ihre Variante in die Top zehn. „Das ist sehr gut gelaufen.“ Dabei „war das mein erster Song auf Holländisch, und es gibt noch keinen Nachfolger“. Bislang sang sie nur englisch oder spanisch.

Dies ist übrigens nicht der erste deutsche Titel, den sie für sich arrangieren ließ. 1999 nahm sie sich Herbert Grönemeyers Song „Mambo“ in einer spanischen Disco-Variante an. Allerdings wehrte sich Grönemeyer gegen das erste Musikvideo, drohte mit Entzug der Verwertungsrechte.

Am Bostalsee will sie neben ihren Allzeithits den neuen Song „Viva el amor“ präsentieren. Ob sie auch „Ademloos“ für das hiesige Publikum ist? „Im Ruhrpott und in Köln habe ich es schon gesungen. Die sind ja nah an den Niederlanden. Aber hier? Wenn es die Leute wollen, mach' ich es.“

Zum Thema:

Die Künstler: Mia Julia, Oli.P, Ikke Hüftgold, Fun Factory, Anna-Maria Zimmermann, Captain Jack, Peter Wackel, Loona, Lorenz Büffel, Mola Adebisi (Moderator) und DJ Calvin Leek. Tickets für 29,90 Euro bei Eventim oder Ticket-Regional. Einlass: 13 Uhr, dann legt ein DJ auf. Konzertbeginn 14 Uhr, Ende 22 Uhr. Kein Eintritt für Kinder unter sechs Jahren.




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