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Lebensmittel reichen nicht für alle – Landkreis St. Wendel soll sich einbringen





St Wendel
Tafel-Dilemma: SPD fordert 15 000 Euro
Lebensmittel reichen nicht für alle – Landkreis St. Wendel soll sich einbringen

02. Dezember 2016, 02:00 Uhr
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Lebensmittel-Hilfe für alle: Damit dies gewährleistet wird, sollen neue Konzepte her. Und Geld. Symbolfoto: Christian Schultz/dpa

Dezentrale Anlaufstellen für Bedürftige, Konzepte zwischen Stadt und Landkreis: Darin sieht Magnus Jung (SPD) Chancen, Bedürftige künftig besser zu versorgen. St. Wendels Bürgermeister Peter Klär (CDU) stellt Zuschüsse in Aussicht.

Um den Versorgungsengpass bei der St. Wendeler Tafel zu überwinden, soll das Landratsamt mit einem kräftigen Zuschuss in die Bresche springen. Einen entsprechenden Antrag will die SPD während der kommenden Kreistagssitzung am Montag, 12. Dezember, stellen. Das hat deren Vorsitzender Magnus Jung gegenüber der Saarbrücker Zeitung angekündigt. Dabei fordert er „mindestens 15 000 Euro“. Doch nicht nur das: Der Kasteler schlägt vor zu überprüfen, ob das bisher ausschließlich in der Kreisstadt vorhandene Angebot dezentral im St. Wendeler Land zu organisieren ist, um „von Armut betroffene oder bedrohte Bürger gleichermaßen“ zu erreichen. Hintergrund: Nach Aussage der Tafel-Chefin Christina Müller stammten die meisten Empfänger aus St. Wendel und dem näheren Umfeld. Um aber alle Bedürftigen in der Region einzubeziehen, schlägt Jung ein von Kreisverwaltung sowie Stadt zu erarbeitendes Konzept vor, das auch den Tafel-Träger einbindet. Hierfür ist der Caritasverband Schaumberg-Blies verantwortlich.

Müller hatte darüber informiert, dass zurzeit nicht alle Menschen mit Lebensmittelspenden versorgt werden können. Rund 1000 potenzielle Empfänger weilten auf Wartelisten. An die 1400 erhielten Rationen, die überwiegend Unternehmen spenden. Gleichzeitig war bekannt geworden, dass im Landkreis die Zahl der Langzeitarbeitslosen, die Hartz IV erhalten, binnen eines Jahres sprunghaft angestiegen ist. St. Wendels Bürgermeister Peter Klär (CDU) stellte unterdessen finanzielle Hilfe für die Tafel in Aussicht, konkret: für deren Räume. Auf Anfrage sagte er: „Ich kann mir vorstellen, dass wir uns mit einem Mietzuschuss beteiligen.“ Über die etwaige Höhe machte er zum jetzigen Zeitpunkt keine Angaben.

Zur Versorgungslage der St. Wendeler Tafel hat sich Landrat Udo Recktenwald (CDU) auf Anfragen bislang nicht geäußert.


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