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Acht Bürger wurden für ihre jahrelange Pflegetätigkeit im privaten Umfeld geehrt





St Wendel
Unbezahlbar und unermüdlich
Acht Bürger wurden für ihre jahrelange Pflegetätigkeit im privaten Umfeld geehrt

Von  Frank Faber, 
29. November 2016, 02:00 Uhr
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Acht Bürger aus dem Landkreis St. Wendel wurden im Landratsamt mit der Pflegemedaille des Saarlandes ausgezeichnet. Foto: Frank Faber

Foto: Frank Faber
Mit der Pflegemedaille des Saarlandes würdigt die Landesregierung besondere Verdienste um pflegebedürftige Menschen. Acht Bürgern aus dem Landkreis St. Wendel überreichte Sozialministerin Monika Bachmann im Sitzungssaal des St. Wendeler Landratsamtes jetzt die Medaille und eine Dankesurkunde.

Um das Engagement pflegender Angehöriger zu würdigen, dank deren Fürsorge alte oder behinderte Menschen zu Hause bei der Familie leben können, verleiht das Saarland die Pflegemedaille. Acht Bürgern aus dem Landkreis St. Wendel überreichte Saar-Sozialministerin Monika Bachmann (CDU) im Sitzungssaal des St. Wendeler Landratsamtes die Medaille und eine Dankesurkunde. „Die Pflege gewinnt zunehmend an Bedeutung in der Gesellschaft“, erklärte der St. Wendeler Landrat Udo Recktenwald (CDU).

Rund Dreiviertel der Pflegebedürftigen, so Recktenwald weiter, würden von Angehörigen zu Hause gepflegt. „Das ist eine soziale Tätigkeit und zugleich eine Unterstützung für den Staat“, stellte der Landrat fest. Angehörige über einen langen Zeitraum zu pflegen, sei eine Leistung, die Hochachtung verdiene, lobte Saar-Sozialministerin Bachmann. „Der Wert der häuslichen Pflege ist nicht in Euro und Cent zu vermitteln. Im Grunde genommen ist es eine Herzensangelegenheit, die unbezahlbar ist“, hielt die Ministerin fest. Alle Medaillenträger hätten sich nicht nur um ihre Angehörigen seit vielen Jahren verdient gemacht, sie hätten ein wichtiges Signal gesetzt, indem sie familiäre Pflege sicherstellten und pflegebedürftigen Menschen den bevorzugten Verbleib in der vertrauten Umgebung ermöglichten. „Pflege und Betreuung sind nicht zuletzt deshalb eine Herzenssache“, sagte Bachmann. Denn das kranke Kind, den Partner oder die Eltern zu betreuen und zu pflegen. Das bedeute, rund um die Uhr für den geliebten Menschen da zu sein und die eigenen Interessen hinten an zu stellen.

In beeindruckenden Manier würdigte die Ministerin das selbstlose Tun der acht Bürger, mit dem Verlesen einer persönlich abgestimmten Laudatio der jeweils zu Ehrenden. „Und es ist wichtig, dass diese große Leistung nicht stillschweigend hingenommen wird, sondern dass man darüber redet, und dass so die anderen Menschen sensibilisiert werden“, so Bachmann. Sie sprach allen acht Bürgern ihren herzlichen Dank und Anerkennung für die großartige ehrenamtliche Arbeit in der Pflege und Betreuung aus.

Den Dank gab der 79-jährige Siegfried Joseph, der mit Ehefrau Ingrid, seit Geburt ihren Sohn Swen pflegt, zurück. „Ich hoffe, alle Initiatoren machen so weiter, dass sich die Betroffenen auch künftig auf sie verlassen können“, betonte Siegfried Joseph. Die acht ausgezeichneten Bürger freuten sich über den von der Landesregierung erhaltenen Motivationsschub.

Zum Thema:

Auf einen Blick Die Träger der Pflegemedaille 2016: Ingrid und Siegfried Josef aus Leitersweiler pflegen ihren Sohn Swen seit dessen Geburt. Das Ehepaar Marietta und Berthold Dewes aus Namborn betreut und pflegt seit 1998 gemeinsam den Bruder von Frau Dewes. Die Nambornerin Irmtraud Hausmann pflegt ihre beiden behinderten Kinder seit deren Geburt. Ihren pflegebedürftigen Sohn betreuen Irene und Gerd Busch aus Urexweiler. Trotz einer Gehbehinderung hat die Nohfelderin Agathe Haupenthal mehrere Familienangehörige betreut und gepflegt. frf


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