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Studie prüft, ob Hochwaldtrasse zum Radweg werden kann





Nohfelden
Studie prüft, ob Hochwaldtrasse zum Radweg werden kann
12. Januar 2016, 02:00 Uhr
Während sich die Grünen wünschen, dass die Hochwaldbahnstrecke für den Zugverkehr gesichert wird, hat sich die Landesregierung gegen eine Trassensicherung entschieden. Ein Radweg an dieser Stelle ist wieder ein Thema.
Die saarländische Landesregierung hat sich gegen die Trassensicherung der ehemaligen Hochwaldbahnstrecke zwischen Türkismühle und Hermeskeil entschieden. Das hat die SPD-Landtagsfraktion mitgeteilt und damit Bezug auf die Sitzung des Umweltausschusses im Dezember genommen. Stattdessen werde gemeinsam mit dem Landkreis St. Wendel und den Gemeinden Nonnweiler und Nohfelden in einer Studie geprüft, wie die Trasse in Zukunft als Radweg genutzt werden könne.

Der umweltpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Magnus Jung, dazu: „Angesichts des geringen Bedarfs und der hohen Sanierungskosten ist diese Entscheidung vernünftig und verantwortungsvoll.“ Und weiter: „ Der Verzicht auf eine Trassensicherung rückt die Nutzung als Nationalpark-Radweg wieder in den Vordergrund. Mit der Anbindung an den Prims-Radweg und den Ruwer-Hochwald-Radweg wäre das ein schöner Mehrwert für die Region.“ Die rheinland-pfälzische Landesregierung wolle prüfen, ob das Land Rheinland-Pfalz die Kosten für die Trassensicherung des saarländischen Streckenabschnitts für das Jahr 2016 übernimmt, heißt es in der Mitteilung weiter. Das Ergebnis sei abzuwarten. Jung: „Für uns steht fest, dass wir kein Geld für die Reaktivierung der Strecke in die Hand nehmen wollen. Nach Vorlage des in Auftrag gegebenen Gutachtens zum Radweg werden wir über die weitere Nutzung der Trasse entscheiden.“

Kritik kommt von den saarländischen Grünen: Die Trassensicherung der Hochwaldbahnstrecke auf saarländischer Seite sei Grundvoraussetzung, um die Möglichkeit einer Reaktivierung der Hochwaldbahn offenzuhalten, heißt es in einer Mitteilung der Partei. Der Wiederbetrieb der Bahn würde laut Grünen eine große Chance bieten, die ÖPNV-Anbindung des Nationalparks Hunsrück-Hochwald zu verbessern und letztlich seine Attraktivität zu steigern.

Zudem könne durch die Trasse auch in Zukunft wieder mehr Güterverkehr auf die Schiene in Richtung Flughafen Hahn verlagert werden. Dieses Potenzial scheine die Landesregierung jedoch offenbar liegen lassen zu wollen, schreibt Hubert Ulrich, Grünen-Fraktionsvorsitzender im Landtag.


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