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Gemeinsames Signal gegen Fluglärm





St. Wendel
Gemeinsames Signal gegen Fluglärm
Von SZ-Redakteurin Ulrike Otto,  26. September 2012, 00:13 Uhr
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Transportflugzeuge wie diese Boeing C-17 starten und landen regelmäßig auf der US-Airbase in Ramstein. Dabei drehen sie auch ihre Runden über dem St. Wendeler Land und tragen so zum Fluglärm bei. Foto: dpa

Ein gemeinsames Zeichen gegen Fluglärm haben die Mitglieder des Kreistags St. Wendel gesetzt. In einer Resolution fordern sie stärkere Einschränkungen der militärischen Flüge in der Region.


 
St. Wendel. Keine militärischen Flugübungen nach 18 Uhr, in der Mittagspause oder in der Adventszeit - das sind nur einige Forderungen der Resolution gegen Fluglärm, die der St. Wendeler Kreistag am Montagabend einstimmig beschlossen hat. Dort heißt es: "Der Kreistag des Landkreises St. Wendel spricht sich für eine weitere deutliche Entlastung der Region durch militärischen Fluglärm aus." Die Region St. Wendel als Teil des TRA (Temporary Reserved Airspace) Lauter sei seit Jahrzehnten überdurchschnittlich stark damit belastet. Deshalb gelte es, die Lärmbelästigung zu minimieren und deutschlandweit gerecht zu verteilen.

"Das Thema ist nicht neu. Es gibt aber nach wie vor Teile des Landkreises, die von Zeit zu Zeit sehr stark betroffen sind", nannte der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Torsten Lang die Beweggründe seiner Fraktion. "Auch wenn es ein bundespolitisches Thema ist, gibt es gute Gründe, warum die Region hier tätig werden muss, Stichwort Tourismusregion zum Beispiel."

Die SPD-Fraktion hatte ursprünglich das Thema auf die Tagesordnung setzen lassen. Die CDU hatte aber einen eigenen Resolutionsentwurf nachgereicht, der über den der Sozialdemokraten noch hinausging. Dementsprechend hatte sich die SPD kurzerhand dem Unionsentwurf angeschlossen, woraufhin der Kreistag einstimmig für die Resolution stimmte. So stammt die Forderung nach einem Flugverbot nach 18 Uhr, in der Mittagspause oder in der Adventszeit von der Union. Weiter enthält dieser Entwurf noch mehr konkretere Forderungen, etwa die Ausgrenzung besonderer touristischer Destinationen aus dem Fluggebiet.

Beide Entwürfe heben jedoch auch die Fortschritte hervor, die in den vergangenen Jahren erreicht wurden, etwa eine Begrenzung der Flugzeit auf 21 Uhr statt früher 23.30 Uhr. Einig sind sich beide Resolutionen auch in der Forderung, dass der Bund exakte Angaben zu den monatlichen Flugstunden zur Verfügung stellen und sich generell stärker gegen die Fluglärmbelästigung einsetzen soll. "Ich weise darauf hin, dass wir von der Bündnispflicht keinerlei Abstand nehmen wollen", sagte Friedbert Becker für die CDU. Entsprechend enthält die Unions-Resolution auch einen Passus, dass der Kreistag "die militärische Notwendigkeit von Übungsflügen und Übungsräumen" anerkennt. Die angrenzenden Militärstützpunkte seien wichtig für die ländliche Region.

"Ich bin froh, dass der Kreistag sieht, dass eine wehrhafte Demokratie schlagkräftige Streitkräfte braucht und zu seinen Bündnispartnern steht", sagte Landrat Udo Recktenwald (CDU).

 

 

 

 



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