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Diese Nikoläuse sind mehr als Schokolade





Diese Nikoläuse sind mehr als Schokolade
03. Dezember 2012, 00:01 Uhr
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Winfried Gerstner wird nicht bis Weihnachten warten, ehe er sich einen der Schokoladen-Nikoläuse schmecken lässt. Foto: Oliver Bergmann

St. Ingbert. Weihnachten ohne Tannenbaum? Unvorstellbar. Weihnachten ohne Schnee? Ist immer wieder schade. Aber Weihnachten ohne einen Schokoladen-Nikolaus? "Das geht nun wirklich nicht", sagt Winfried Gerstner. Er muss es wissen. Schließlich lässt er mit dem Team der St


 
St. Ingbert. Weihnachten ohne Tannenbaum? Unvorstellbar. Weihnachten ohne Schnee? Ist immer wieder schade. Aber Weihnachten ohne einen Schokoladen-Nikolaus? "Das geht nun wirklich nicht", sagt Winfried Gerstner. Er muss es wissen. Schließlich lässt er mit dem Team der St. Ingberter Schokoladenfabrik Stuiber seit Generationen die Herzen von zahlreichen Schokoladen-Liebhabern höher schlagen. Nicht umsonst eilt den Stuiber-Nikoläusen ein legendärer Ruf voraus. In einem unscheinbaren Haus an der Ensheimer Straße werden sie gefertigt und verkauft. Der in der Luft liegende Duft frischer, aus heimischen Zutaten hergestellter Kuvertüre steckt wahrscheinlich schon in dessen Grundmauern.

Winfried Gerstner: "Das Schöne ist, wenn Kinder sagen: 'Diesen Nikolaus hat meine Oma als Kind auch schon gehabt'." Stuiber verwendet für seine Weihnachtsmänner zwar 80 bis 100 verschiedene Gussformen, die aber auch schon 80 bis 100 Jahre alt sind. Dadurch kommt es vor, dass Generationen von Naschkatzen scheinbar denselben Nikolaus mit Hingabe genossen - oder schnell verputzt haben.

Auf den Respekt derer, die ihn herstellen, kann sich jeder Nikolaus verlassen, denn jedes Exemplar ist ein von Hand gefertigtes Unikat. Der eine hat unter seiner Mütze noch schönes dichtes Haar, beim nächsten scheint schon die Grundfarbe durch. Das kommt, sollte man annehmen, durch die unterschiedlich starke Bemalung. "Aber bei uns wird kein Nikolaus bemalt, sondern geschminkt", korrigiert Gerstner.

Zur Zeit herrscht im Sechs-Mann-Betrieb Hochkonjunktur. Mehrere Tausend Figuren werden sich bis etwa Mitte Dezember auf dem Weg im Großraum Saarland machen, ein Teil von Ihnen wird große und kleine Genießer jenseits der französischen Grenze glücklich machen. Das wiederum riecht nach einer ordentlichen Portion Stress für die Mitarbeiter, doch erstens ist Schokolade dafür das perfekte Gegenmittel, zweitens drückt es Gerstner lieber etwas anders aus. "Das machen wir ja alles aus Leidenschaft, wenn überhaupt ist es also positiver Stress." Fest steht: Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Wer's betont religiös mag, greift zur Schoko-Version des Bischof von Myra, der moderne Nikolaus kommt im schnittigen Sportwagen daher. Sie alle haben ein Ziel: Nämlich der genussvollen Seite des Weihnachtsfestes die Krone aufzusetzen. Und das gelingt ihnen immer wieder, egal ob als Weißer-, Zartbitter- oder Vollmilch-Nikolaus. < wird fortgesetztobe



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