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Mehdi Hosseini bringt den Campingpark Wallerfangen wieder auf Vordermann





Wallerfangen
In kleinen Schritten aufbauen
Mehdi Hosseini bringt den Campingpark Wallerfangen wieder auf Vordermann

Von SZ-MitarbeiterJohannes A. Bodwing,  16. Mai 2013, 00:00 Uhr
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Der Maschinenbau-Ingenieur Mehdi Hosseini aus Saarlouis im Empfangsbereich des Wallerfanger Campingparks, den er als Pächter wieder auf die Beine bringt. Foto: Johannes A. Bodwing Foto: Johannes A. Bodwing
2012 beschloss der Wallerfanger Gemeinderat die Schließung des 43 Jahre alten Campingplatzes im Blauloch. Nach Protesten wurde ein privater Pächter gesucht, der seit Beginn der Saison 2013 den Campingpark Wallerfangen wieder auf die Beine bringt.
Der Laden brummt. Camper aus 18 Nationen machen Rast auf der Anlage im Wallerfanger Blauloch, und jedes Jahr muss 300 Interessenten abgesagt werden, so groß ist die Nachfrage. Diese Erfolgsmeldungen stammen von 1974, als der Wallerfanger Campingplatz mit rund 4000 Übernachtungen pro Jahr Spitze im Saarland war. Im September 1969 mit 120 Stellplätzen eingeweiht, folgten zwei Erweiterungen auf über 300 Plätze. Doch in den vergangenen Jahren standen viele leer, andererseits gab es kostenträchtige Instandsetzungen.

Eine Gegenstimme

Zu teuer sei das alles, fand der Wallerfanger Gemeinderat. Alleine die Arbeiten am Heizungssystem waren auf etwa 120 000 Euro beziffert. Dieses hing an der Versorgung des Freibades und sollte abgekoppelt werden. Zudem stand die Sanierung der sanitären Anlagen an. Mit nur einer Gegenstimme stimmte der Rat im April 2012 für die Schließung des Platzes. Nach Protesten von Campern ging die Gemeinde auf Pächter-Suche, während langjährige Camper wegzogen. Im August standen nach einer Ausschreibung vier private Pächter in der engeren Wahl. Den Zuschlag bekam schließlich Mehdi Hosseini. „Die Saison hat im April begonnen“, sagte Hosseini nun vor Ort. Aber erst jetzt gehe er mit dem Platz richtig an die Öffentlichkeit, nachdem die wesentlichen Arbeiten fertig seien. Das Heizungssystem sei vom Freibad abgekoppelt, die sanitären Anlagen wieder in Schuss gebracht. Er baue das lieber in kleinen Schritten auf. Deshalb finde er es auch nicht tragisch, dass momentan nur noch um die 50 Camper da sind. „Das ist vielfach enger, als in einer Familie. Man sieht sich hier fast jeden Tag, tauscht sich aus und hilft auch mit.“

Gott sei Dank gehe es in Wallerfangen weiter, freute sich ein langjähriger Camper. Nach dem Schließungs-Beschluss habe er einen anderen Platz gesucht und seine Stellfläche geräumt. Dann wurde Wallerfangen doch nicht zugemacht, und er sei wieder zurückgekehrt. „Der ganze Spaß hat mich 1000 Euro gekostet.“

Viel Arbeit

„Ich bin selber Camper“, sagte Mehdi Hosseini. „Da weiß man, was die Leute wollen.“ Die Nachfrage sei da, die Größe der Anlage passe, aber 2013 werde noch einiges an Arbeit nötig sein. Dabei sei hilfreich, dass er Maschinenbau-Ingenieur ist und nicht weit weg wohnt, nämlich in Saarlouis. Hosseini plant, die mehr als 100 Quadratmeter große Wohnung über dem Eingangsgebäude als Ferienwohnung zu vermieten.

Die Campinggaststätte nebenan mit rund 180 Quadratmetern Nutzfläche soll in Zukunft nicht nur für Camper und Badegäste nutzbar sein. „Jetzt schon fragen Wanderer nach, ob man da einkehren kann“, erzählte Hosseini.

Und der künftige „Vauban-Steig“ soll hier am Platz enden. Da ließe sich einiges draus machen. „Campingpark Wallerfangen“ heiße der Platz nun, sagte Mehdi Hosseini. Wegen der Lage im Grünen und dem naturnahen Charakter. Erste Informationen plus Preisliste hat er im Internet unter www.campingpark-wallerfangen.de veröffentlicht.

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