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Saarauen bei Wadgassen sind ein wichtiger Lebensraum





Wadgassen
Paradies für Libelle, Biber und Co.
Saarauen bei Wadgassen sind ein wichtiger Lebensraum

31. Dezember 2016, 02:00 Uhr
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Ein Kleines Granatauge – so heißt diese Libellenart – sitzt auf der Blüte des Wasserschlauchs. Fotos: Axel Didion
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Mit der Zeit hat sich in den Saarwiesen wieder eine Sumpflandschaft entwickelt. Auch der Biber hat hier mitgeholfen.
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Nach dem Eingriff kann sich der Bach frei entfalten. Die Halbschalen aus Beton sind verschwunden.
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Vor dem Eingriff floss der Lauterbach hier in einem Bett aus Betonhalbschalen.
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Die Teichanlagen in den Wadgasser Saarwiesen mussten mit schwerem Gerät entfernt werden.
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Mit Blick in Richtung Saar: Kurz nach dem Anlegen des Stillgewässers war der Uferbereich noch nicht bewachsen. Hier haben sich schnell die ersten Pflanzen angesiedelt.

Seit 40 Jahren kauft die Naturlandstiftung Saar (NLS) ökologisch wertvolle Flächen, um die heimische Tier- und Pflanzenwelt zu schützen. In einer Serie stellen wir die Arbeit der NLS vor. Dazu haben wir uns Schutzgebiete im Landkreis Saarlouis angesehen. Heute das Naturschutzgebiet der Saarwiesen bei Wadgassen.

Am nordöstlichen Ortsrand von Wadgassen, unweit von Outlet und Zeitungsmuseum, liegt ein vielfältiges Naturschutzgebiet. Hier hat die Naturlandstiftung Saar (NLS) das Gebiet Saarwiesen bei Wadgassen entwickelt. Beim Ortstermin erklärt Biologe und Stiftungsmitarbeiter Axel Didion, was alles getan wurde. „2006 gab es hier eine große beweidete Fläche am Treidelpfad“, erinnert er sich. Dahinter, zwischen Wiese und Autobahn, lief der kanalisierte Lauterbach. Mehrere aufgestaute Teiche säumten seinen Lauf. Umstanden war die Bachlandschaft von einem Pappelwald, der dort natürlicherweise nicht vorkommen würde.

Zur Renaturierung und ökologischen Aufwertung des rund fünf Hektar großen Gebietes hat die Naturlandstiftung zusammen mit ihrer Tochtergesellschaft Naturland Ökoflächen-Management GmbH (ÖFM) ein ganzes Maßnahmenbündel umgesetzt. Die Weide wurde angepachtet, ein Teil des Gebietes gekauft, ein anderer befindet sich im Besitz des Landes. Im Bereich der ehemaligen Weide wurde Boden abgetragen, das Gelände modelliert. Sie ist zu einer der wenigen Flachlandmähwiesen an der Saar geworden und wird extensiv genutzt, also nur einmal im Jahr gemäht. „Dadurch gibt es hier über 30 Pflanzenarten“, erklärt Axel Didion. Auf einer intensiv genutzten Wiese wären es vielleicht fünf. Außerdem ist die Wiese wichtig für Insekten und andere Tiere. Es gibt Ringelnattern, Blindschleichen und in den feuchten Bereichen zahlreiche Molch-Arten. Ganz nebenbei wurde hier auch etwas für den Hochwasserschutz getan. Die ehemalige Weidefläche sorgt dafür, dass Hochwasserereignisse abgemildert werden können, indem die Fläche das ansteigende Grundwasser aufnimmt. „Ein weiteres kleines Mosaiksteinchen für den Hochwasserschutz“, stellt Didion fest.

Hinter der Wiese wurden die Teichanlagen zurückgebaut und der Lauterbach von seinen Betonschalen und Stauanlagen befreit. Pappeln und Nadelgehölze wurden gerodet und Tümpel angelegt. Heute hat sich entlang des Bauchlaufs bereits der typische Auwald entwickelt. „Es hat nicht lange gedauert, da war der Biber da“, erinnert sich Didion. Der hat mit seinem Damm zusätzlich zur Entstehung der Sumpflandschaft zwischen Wadgassen, Autobahn und Saar beigetragen. Auf der Wasserfläche im aufgestauten Bereich tummeln sich verschiedene Arten von Wassergeflügel: Höckerschwan, Kormoran, Stockente, Eisvogel und viele andere gehören zu den Stamm- und zum Teil auch Brutgästen. Damit das so bleibt, soll die größte der Wasserflächen in der Sumpflandschaft auch offen gehalten werden – also nicht zuwachsen. „Das heißt natürlich auch, dass wir abschnittsweise junge Gehölze vom Gewässerrand entfernen müssen“, erklärt Didion.

Im Gewässer hat sich zum Beispiel der Wasserschlauch angesiedelt. Dabei handelt es sich um eine wasserorganismenfressende Pflanze, die sich nur mit ihren Blüten an der Oberfläche zeigt.

Die große Artenvielfalt in diesem Gebiet hat ihm auch den Status eines Natura-2000-Gebietes nach EU-Recht eingebracht. Damit ist es Teil eines Netzes besonders schützenswerter Gebiete, die dem Erhalt und dem Durchzug vieler Arten dienen.


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