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Natur in Wadgassen hat viel zu bieten





Wadgassen
Natur in Wadgassen hat viel zu bieten
Von  Rolf Ruppenthal, 
14. März 2017, 02:00 Uhr
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Die Wadgasser Naturschutzbeauftragten Erich Kollmann (links) und Michael Grittmann. Foto: Rolf Ruppenthal

Foto: Rolf Ruppenthal
Naturschutzbeauftragte zogen im Hostenbacher Kulturhaus Bilanz über zehn Jahre Biodiversität und Artenschutz rund um Wadgassen.

Naturschutz kann ganz schön spannend sein. Das haben auch die Vortragsveranstaltungen der beiden Wadgasser Naturschutzbeauftragten Ernst Kollmann und Michael Grittmann gezeigt, die stets auf großes Besucherinteresse gestoßen sind. Jetzt zogen die beiden im Hostenbacher Kulturhaus eine kritische, aber überwiegend positive Bilanz über „zehn Jahre Naturschutzengagement“. Dabei wollten sie den Besuchern aber auch in unterhaltsamer Art und Weise einen Überblick über das breite Artenspektrum und die Schönheiten der Natur im Raum Wadgassen geben.

Hauptanliegen der beiden engagierten Naturschützer sind Biodiversität und Artenschutz. Ein Ziel in ihrer Arbeit sehen die beiden Naturschutzbeauftragten der Gemeinde Wadgassen aber auch darin, Tiere und Natur erlebbar zu machen, die Menschen an der Schönheit der Natur teilhaben zu lassen, die Bürger beim Naturschutz mitarbeiten zu lassen und sie so zu animieren selbst aktiv zu werden.

Mit großem Engagement haben sich Ernst Kollmann und Eugen Grittmann in den vergangenen Jahren der Betreuung und Begleitung der Wiederansiedlung bei uns ausgestorbener Arten wie Biber, Uhu und Wanderfalken gewidmet. Vorbereitet aber noch nicht von Erfolg gekrönt ist die Rückkehr des Weißstorchs. Ein Projekt der Zukunft ist auch, dem „Vogel des Jahres“, dem Waldkauz, geeignete Nistmöglichkeiten zu schaffen.

Ein besonderes Augenmerk gilt zudem den Aktionen an Kindergärten und Schulen. Dazu kommen Projektwochen und Ferienaktionen, die inzwischen über die Gemeindegrenzen hinausgehen.

Und das Spektrum ist noch viel weiter, reicht von Insektenschutz über Patenschaftsaktionen für Orchideen über Mittlertätigkeiten zwischen Bürger und Behörde bis hin zur Mitarbeit beim Radwegekonzept und Stellungnahmen bei Bebauungsplänen.

Bei der reich bebilderten und durch etliche Ausstellungsexponate umrahmten Vortragsveranstaltung stellten die beiden Referenten die Wadgasser Naturschutzgebiete Eulenmühle und Saarwiesen mit ihren Besonderheiten näher vor, zudem die Biotope rund ums Hochwasserrückhaltebecken neben der Saar und den Bereich der „Hostenbacher Alpen“.

Dabei widmeten sie sich der dort lebende Tier- und Pflanzenwelt, beschäftigten sich neben den Säugern und Vögeln auch mit den dort lebenden Amphibien, Reptilien und Insekten. Sie warben für mehr Grün und blühende Wiesen im kommunalen und im privaten Umfeld, forderten persönliches Engagement vom Bürger in Sachen Natur- und Umweltschutz ein und tangierten auch die Windradproblematik für die heimische Tierwelt. Dabei mahnten sie aber auch zur Gelassenheit und Sachlichkeit in der durchaus kontroversen Diskussion.

Abschließend würdigte Bürgermeister Sebastian Greiber das nimmermüde Engagement der beiden Naturschutzbeauftragten und bedankte sich zusammen mit dem Leiter des Wadgasser Umweltamtes Thorsten Heinrich mit einem Präsent für ihre Arbeit im Bereich des Naturschutzes in der Bisttalgemeinde.


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