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Die Chorgemeinschaft Reisbach präsentierte Lieder aus ihrer Geschichte seit 1891





Reisbach
Gesänge aus 125 Jahren
Die Chorgemeinschaft Reisbach präsentierte Lieder aus ihrer Geschichte seit 1891

Johannes A. Bodwing,  01. Dezember 2016, 02:00 Uhr
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Unter der Leitung von Stefan Christian erweckte die „Chorgemeinschaft Reisbach“ 125 Jahre Männergesang zum Leben, am Klavier ist Timo Thiel zu sehen. Foto: Johannes A. Bodwing

Foto: Johannes A. Bodwing
Zwischen Sektempfang und kleinem Imbiss sang die Chorgemeinschaft Reisbach ein gut zweistündiges Programm in der Lohwieshalle. Dabei präsentierte sie Lieder aus dem Repertoire der örtlichen Männerchöre seit Gründung des ersten Vereins im Jahre 1891.

Nicht schlecht, was die 34 älteren Herren der Chorgemeinschaft Reisbach am Samstag zum Besten gaben. Vom Volkslied bis zum Schlager überzeugten sie 180 Zuhörer in der Lohwieshalle gut zwei Stunden lang mit rüstigen Stimmen und schönen Melodien. Aus den vergangenen 125 Jahren stammen die Lieder, sagte der stellvertretende Vorsitzende und Moderator Bruno Steffen.

Begonnen hat es 1891 mit der Laetetia im Ortsteil Labach, 1906 folgte der Liederkranz in Reisweiler. Beide fusionierten 1992 zur Chorgemeinschaft Reisbach. Die wird seit fünf Jahren von Stefan Christian dirigiert. Am Samstag stand er zudem als Solist mit der Violine auf der Bühne. Timo Thiel begleitete Chor und Solisten am Klavier. Ansprechende Facetten verlieh Martina Veit dem Konzert mit klarem Sopran solistisch wie auch gemeinsam mit dem Chor. Heimat und Nation prägten die Lieder früherer Zeiten. Entsprechende Titel lauteten „Wie's daheim war“ oder „Elternhaus“. Ein politisches Lied gegen die französische Verwaltung des Saargebietes tarnte sich als „Rheinbrief“.

„Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“, sang Solistin Veit mit überzeugendem Ausdruck. Von der „Freck“ erwischt worden sei sie, sagte Bruno Steffen vor dem Konzert. Doch die professionelle Sopranistin erklomm auch bei anspruchsvollen Passagen punktgenau die höchsten Töne.

Nicht fehlen durften die Gassenhauer der 1930er Jahre. Darunter „Liebling, mein Herz lässt dich grüßen“, „Veronika, der Lenz ist da“ und das begeisternde „Ein Freund, ein guter Freund“. Im zweiten Konzert-Teil präsentierte die Chorgemeinschaft auch ihre humoristische Seite. Mit der Inbrunst großer Opernchöre und variantenreich sang sie „Rossiniana“. Der vermeintliche Text besteht nur aus Anmerkungen zur Aufführungsweise, wie pianissimo, largo und glissando. Ins Dramatische wechselten Sänger und Sopranistin mit den wesentlichen Inhalten der „West Side Story“. Einen hoffnungsvollen Ausblick in die Zukunft bildete der Abschluss unter anderen mit „So war mein Leben“ und „Ihr von morgen“.



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