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Zeitzeugen-Gespräch mit dem Holocaust-Überlebenden Leslie Schwartz und Schülern dreier Gymnasien





Saarlouis
„Ich habe mich nie aufgegeben“
Zeitzeugen-Gespräch mit dem Holocaust-Überlebenden Leslie Schwartz und Schülern dreier Gymnasien

Von  Carolin Merkel, 
18. September 2015, 00:00 Uhr
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Leslie Schwartz, Holocaust-Überlebender, hatte den Saarlouiser Schülern einiges zu sagen. Foto: Carolin Merkel Foto: Carolin Merkel
Er war mit 14 Jahren der jüngste Häftling im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau: Leslie Schwartz. Seine Erzählungen waren für die Schüler der Saarlouiser Gymnasien schockierend und beeindruckend zugleich.
„Ich bin überzeugt, dass jeder, der das schlimme Schicksal aus erster Hand gehört hat, anderen gegenüber nicht intolerant sein kann. Die Zeitzeugen sind eine Immunisierung gegen Intoleranz“, erklärte Christian Lanyi, Schulleiter des Max-Planck-Gymnasiums, kurz bevor Laszlo „Leslie“ Schwartz seine Erlebnisse als Holocaust-Überlebender erzählte. Schwartz hat erst spät begonnen, seine Erinnerungen aus der Zeit, als er als ungarischer Jude mit 14 Jahren der jüngste Häftling im Konzentrationslager Ausschwitz-Birkenau war, zu erzählen. Erst durch die Konfrontation mit anderen Zeitzeugen entschloss er sich, vor gut fünf Jahren an die Öffentlichkeit zu gehen. „Es ist sehr wichtig, als Überlebender zu erzählen, das ist viel besser, als ein Buch zu lesen“, erklärte er den Schülern nach einem überwältigenden Vortrag.

Seine Erlebnisse brachte Schwartz mit eigenen Worten und einem Film des Bayerischen Rundfunks den rund 150 Schülern der drei Saarlouiser Gymnasien näher. Noch Minuten nach Ende des Films „Der Mühldorfer Todeszug – Begegnung gegen das Vergessen“ herrschte Stille.

„Ich bin ganz schön geschockt“, erklärte Dennis aus der 8d. Was Schwartz zu erzählen hatte, ging auch den Lehrern unter die Haut. „Wir erleben es oft, dass nach Zeitzeugengesprächen zwar sehr viele Fragen in den Köpfen schwirren, aber erst einmal keiner etwas sagen möchte, zu bedrückend ist das gerade Gehörte und Gesagte“, erklärte Reinhold Strobel, Vorsitzender der Alex-Deutsch-Stiftung.

Zusammen mit dem Adolf-Bender-Zentrum St. Wendel hatte die Stiftung Schwartz nach Saarlouis eingeladen. „Denkt daran, ich war 14 Jahre alt, so alt wie mancher von euch. Aber ich habe mich nie aufgegeben, war immer stark, habe immer gesagt: Wenn ich das hier überlebe, werde ich davon erzählen“, betonte Schwartz.



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