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Luftlandebrigade 1 mit Sitz in Saarlouis übt für Einsätze 2018





Saarlouis
Bundeswehr verkauft kein Kasernengelände
Luftlandebrigade 1 mit Sitz in Saarlouis übt für Einsätze 2018

01. Dezember 2016, 02:00 Uhr
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Üben ist Alltag für die Luftlandebrigade 1. Hier wurde gemeinsam mit 14 Nationen in der Türkei geübt. Foto: Bundeswehr Foto: Bundeswehr
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Bundeswehr-General Dirk Faust Foto: BW/Schmidt

Foto: BW/Schmidt
In der Graf-Werder-Kaserne in Saarlouis bereiten sich die Soldatinnen und Soldaten 2017 mit viel Training auf vier Einsätze 2018 vor. Dazu gehört eine weiter verzahnte Zusammenarbeit mit niederländischen Fallschirmjägern.

Der General ist sich ganz sicher: Der Bund wird kein Gelände der Graf-Werder-Kaserne in Saarlouis verkaufen. „Anderslautende Informationen sind veraltet“, sagte er gestern. Die Luftlandebrigade 1 brauche unter anderem deswegen Platz, weil die Luftlandepionierkompanie doch nicht aufgelöst wurde. Diese so genannte Brigadeeinheit hat derzeit wieder 102 Soldaten, das Soll liegt aber bei 165.

Auf den im Saarland und Zweibrücken sowie im niedersächsischen Seedorf stationierten einzigen Fallschirmjägerverband der Bundeswehr wartet 2017 ein intensives Ausbildungsjahr, sagte Faust. Zum einen trainierten die deutschen zusammen mit den niederländischen Fallschirmjägern, mit denen sie über die Division Schnelle Kräfte (DSK) ohnehin eng verbunden sind. Der Blick richtet sich schon auf 2018. Wenn der Bundestag zustimmt, rückt die Brigade in voraussichtlich vier Einsätze in Mali (UN-Friedensmission und EU-Ausbildungsmission), Nordirak (Ausbildung) und Somalia (Ausbildung) aus. Im Nordirak etwa arbeiten sie dann wieder mit den Niederländern zusammen.

Die konkrete Einsatzplanung vor Ort obliege der meist multinationalen Einsatzführung. Die Luftlandebrigade 1 sei für die Auslandseinsätze vor allem ein „Truppensteller“, sagte Faust. Darum sei die Ausbildung vorrangig wichtig. Der Personalchef („G3“) der Brigade, Major Mirko Bindewald, nannte den Ausbildungsstand „sehr hoch“. Weshalb, unterstrich Faust, die Pläne für 2018 zwar „stramm, aber leistbar“ seien. Zur immer wieder aufflammenden Kritik an der Ausrüstung der Bundeswehr sagte Faust, „was der deutsche Soldat im Einsatz an Gerät hat, gehört zum Besten, was man bekommen kann. Das muss keinen Vergleich scheuen.“ Bindewald: Insbesondere „um die Fahrzeuge beneiden uns andere Nationen.“

Im Hintergrund der Auslandseinsätze bleibt der Grundauftrag der schnellen Evakuierungsoperationen für die Brigade bestehen.

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