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Sollen kommen: Neue A 8-Brücke, B 51 neu, Umbau zweier A 620-Anschlüsse





Saarlouis
Großprojekte für flüssigen Verkehr
Sollen kommen: Neue A 8-Brücke, B 51 neu, Umbau zweier A 620-Anschlüsse

13. Januar 2016, 02:00 Uhr
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Etwa an dieser Stelle soll die B 51 neu unter der Autobahn her führen. Doch die Stra0e muss nicht tief runter, wie mal geplant. Denn die Brücke (täglich bis zu 56 000 Autos) wird neu gebaut, drei Meter höher als jetzt. Dann passt's. Fotos: Thomas Seber
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Dahinten soll es weitergehen: Blick von der Gustav-Heinemann-Brücke auf das heutige Ende der B 51 neu, die an der Saar entlang (links) von Ensdorf bis Roden führt.
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Eine Stunde vor dem Berufsverkehr: die Autobahnabfahrt Wallerfanger Straße in Saarlouis.
Ausnahmsweise die schlechte Nachricht zuerst: Es dauert noch. Die gute: Der Bau einer Umgehung von Roden rückt näher, und es gibt Planungen, wie die ewigen Staus vor den Saarlouiser Autobahnauffahrten Wallerfanger und Metzer Straße aufgelöst werden könnten.


 
Außer in der Brückenstraße in Fraulautern staut sich nirgends in Saarlouis so viel Verkehr wie vor den Autobahnanschlussstellen Wallerfanger Straße und Metzer Straße während des Berufsverkehrs. Überraschend stellt am 23. Februar der Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) erste Entwürfe zu einer Neugestaltung der Anschlussstellen zur A 620 im Ausschuss für Stadtplanung vor. Das teilte der Baudezernent der Stadt, Günter Melchior, mit. Änderungen gelten wegen Platzmangel als schwierig.

Nicht vor 2018 beginnt der Bau der B 51 neu auf der Höhe Roden: Die Trasse wird ab Gustav-Heinemann-Brücke (vor dem Bahnhof) die Saar entlang an Roden vorbei führen, unter der Autobahn A 8 durch, ein Stück die Autobahn entlang und dann wieder auf die B 51.

Der LfS informierte kürzlich Bürger in Roden über den Stand. Die Planer in Saarbrücken und Berlin haben ein großes Hindernis beseitigt: Die B 51 neu war problematisch und teuer, weil sie in einer Art Trog unter der A 8 zwischen Roden und Dillingen geführt werden sollte. Der Überflutungsgefahr sollte ein eigenes Pumpwerk begegnen.

Doch 2009 stellte sich heraus, dass die Autobahnbrücke statisch aus dem Lot ist. Sie kann laut Behörden nicht repariert werden. Ein Neubau ist fällig. Den wollen die Planer drei Meter höher als bisher legen. Die B 51 neu passt drunter, Trog, Pumpe und Überschwemmung wären kein Thema mehr.

Die neue Brücke soll zunächst eine halbe Brückenbreite nördlich der jetzigen angelegt werden. Der Verkehr soll solange auf der alten Brücke laufen. Ist die neue Brücke in halber Breite fertig, geht der Verkehr darüber. Die alte Brücke wird abgerissen. Danach soll die andere Hälfte der Brücke entstehen.

174 Meter lang wird die neue Brücke. Das Bundesministerium für Verkehr hat die Kosten im Sommer 2015 genehmigt. Veranschlagt sind 13,2 Millionen Euro für die Teilumgehung von Roden (die B 51 neu) und 23,9 Millionen Euro für den Brückenbau.

Über die Brücke vor dem Autobahndreieck Dillingen fahren zwischen 38 000 und 56 000 Autos pro Tag.

Die Bürgerinformation war bereits Teil des Planfeststellungsverfahrens für beide Projekte, wie Baudezernent Günter Melchior erläuterte.

Für den ökologischen Ausgleich habe die Stadt bereits vorgesorgt, sagte Melchior. Den Löwenanteil werde die Renaturierung einer Teilstrecke des Ellbachs ab der Mündung in die Saar haben. Im Frühjahr will die Stadt damit beginnen.

Ostring

Fortschritte gebe es auch bei der Planung des Ostrings, sagte Melchior. Der Bund sei bereit, den dafür nötigen Grund zu verkaufen; die Trasse verläuft teilweise über das Gelände des Panzereprobungsgeländes in Fraulautern. Sollte der Verkauf des Geländestreifens zustande kommen, kann die jetzige Lkw-Trasse benutzt werden. Sie entspricht dann nur nicht den Bedingungen für eine Bundesstraße. Der Kreisel zur Anbindung an die B 51 ist leichter zu realisieren, seit Ensdorf und Saarlouis Gelände getauscht haben.

Neue Parkhäuser

In der aktuellen städtebaulichen Diskussion stecken Konzepte für einen Parkplatz auf dem Zeughausplatz in der City.

Für das Astra-Gelände, nun weitgehend bebaut, legt der Stadtrat einen Bebauungsplan auf. Es soll die weitere Bautätigkeit regeln, auch Fragen wie die Pflanzung von Bäumen an den Straßen. Auch hier ist ein größeres Parkhaus geplant.

Meinung:

Vieles im Fluss

Von SZ-RedakteurJohannes Werres

Dem gequälten Roden steht eine Umfahrung schon lange zu. Über 40 Jahre wird jetzt diskutiert. Mit dem Beginn des Planfeststellungsverfahrens für diese B 51 neu und die Autobahnbrücke sind endlich Pflöcke eingeschlagen. Davon sind die Verstopfungen an den beiden A 620-Anschlussstellen Wallerfanger und Metzer Straße noch weit entfernt. Diese Arterienverkalkung ist Folge der Anziehungskraft von Saarlouis als Arbeitsort – die Verengung muss weg. Man mag ja angesichts von Kosten und Komplikationen kaum glauben, dass da was in Gang kommt. Vorher aber müssen endlich, endlich neue Radwege her.

Die Anziehungskraft schlägt sich zum Beispiel im umgebauten Astra-Gelände nieder. Und wieder fasst man sich an den Kopf, wieso Rat und Verwaltung einen Bebauungsplan erst aufstellen, nachdem die Fläche größtenteils zugebaut wurde. Größere Sensibilität wurde im Rat immer wieder gelobt. Ob die wenigstens bei der Gestaltung des Zeughausplatzes zum Zuge kommt?


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