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Video-Überwachung an Bahnhöfen finden fast 100 Prozent richtig





Kreis Saarlouis
Kaum einer will keine Kameras
Video-Überwachung an Bahnhöfen finden fast 100 Prozent richtig

20. Oktober 2016, 02:00 Uhr
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Der Einsatz von Video-Kameras verspricht für SZ-Leser Abschreckung und bessere Aufklärungsquoten. Foto: Arno Burni/dpa

Foto: Arno Burni/dpa
Es sind nicht nur die Gefahren durch Terroranschläge, die öffentliche Sicherheit zum viel diskutierten Thema machen. Auch abseits der Ballungsräume fürchten Menschen sich vor Straftaten. Deshalb sagen sie Ja zu Video-Überwachung.

Der saarländische Innenminister Klaus Bouillon spielt mit dem Gedanken, mehr Video-Überwachung zu installieren. Im Umfrage-Center der Saarbrücker Zeitung haben wir danach gefragt, was die Menschen im Land davon grundsätzlich halten, wo sie sich Überwachung wünschen, und wo sie diese eher ablehnen. 206 Leserinnen und Leser aus dem Landkreis haben sich beteiligt. Das ergibt – wie üblich beim Umfrage-Center – kein repräsentatives Ergebnis. Aber das Stimmungsbild wird, insbesondere weil es einige klare Ergebnisse gibt, recht deutlich.

Mehrheit für mehr

Bei den Fragen wurden Mehrfachnennungen zugelassen, prozentuale Anteile zusammengerechnet gibt es also mehr als 100 Prozent Antworten. Ablesen lässt sich, dass weitaus mehr Teilnehmer verstärkte Videoüberwachung im öffentlichen Raum befürworten: 153 (74 Prozent), weil die Aufklärungsquote steigen dürfte, 125 (61 %), weil sie abschreckende Wirkung erwarten, und 109 (53 %), weil sie glauben, dass sich die Bürger dann sicherer fühlen. Dagegen stimmen lediglich 21 (10 %), weil es mehr Kontrolle aller bedeutet, und 16 (4 %), weil sie darin eine Verletzung ihrer Persönlichkeitsrechte sehen.

Wo überwacht werden soll, ist völlig unstrittig: An Bahnhöfen, sagen 201 Teilnehmer (98 Prozent). Es folgen Marktplätze mit 150 (73), Schulhöfe 115 (56), Eingänge öffentlicher Verwaltungen 105 (51) und stark befahrene Kreuzungen 83 (40). Unter Sonstigen werden Flughäfen, Sportstätten, Großveranstaltungen, Parkanlagen und sogar „überall“ genannt.

Deutliche Mehrheiten der Befragten sind aber gegen Video-Überwachung auf Friedhöfen, 149 (72 %), und in Krankenhäusern, 130 (63). Als Grund für die Ablehnung werden in beiden Fällen Verletzung von Gefühlen und Achtung der Privatsphäre genannt. Für andere Orte gibt es hier fast keine Nennungen.

Wer beim SZ-Umfrage-Center mitmachen will, muss sich nur einmalig registrieren. Die

Teilnehmer werden mit Punkten belohnt, die in Einkaufsgutscheine umgewandelt werden können.

sz-umfrage.de



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