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Vom FC Barcelona zum FV Siersburg





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Vom FC Barcelona zum FV Siersburg
Von  Philipp Semmler, 
18. März 2017, 02:00 Uhr
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José Niethammer spielt nach seiner Rückkehr von der Jugend-Akademie des FC Barcelona wieder für den FV Siersburg. Er ist überzeugt, dass er mit dem Team den Klassenverbleib in der Saarlandliga noch schaffen wird. Foto: Guldner

Foto: Guldner
José Niethammer spielte bis 2015 für Siersburg in der Saarlandliga. Dann ging er in die Karibik, arbeitete für die Jugend- Akademie des FC Barce- lona. Nun ist er zurück.

Wenn der FV Siersburg an diesem Sonntag um 15 Uhr in der Fußball-Saarlandliga zu Hause auf den SC Friedrichsthal trifft, wird ein Spieler auf dem Feld stehen, der schon für den spanischen Weltklasse-Club FC Barcelona arbeitete. Die Rede ist von Mittelfeldspieler José Niethammer (31), der im Winter nach anderthalb Jahren zum FV zurückgekehrt ist.

Niethammer, Sohn eines deutschen Vaters und einer peruanischen Mutter, machte 2009 ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Karibik. Gemeinsam mit einigen Mitstreitern gründete er danach den Verein „Café con leche“. „Das ist ein Projekt für jugendliche Straßenfußballer aus der Dominikanischen Republik und Haiti“, berichtet der 31-Jährige. „Mittlerweile haben wir dort 180 Kinder im Alter von fünf bis 18 Jahren. Ihnen wollen wir neben dem Fußball auch Werte vermitteln und eine schulische Ausbildung ermöglichen.“

Im Sommer 2015 kam Niethammer über „Cafe con leche“ auch in Kontakt zum FC Barcelona. Die Katalanen gründeten damals in der Karibik eine ihrer weltweit 23 Fußballschulen. Die Aufnahme dorthin schafften in einem Probetraining auch zwei Mädchen und ein Junge aus dem Straßenfußball-Projekt von Niethammer.

„Deshalb war ich damals vor Ort. Da habe ich aus Spaß einfach mal den Akademieleiter gefragt, ob sie noch Trainer benötigen.“ Im August 2015 kam die Zusage. Im September ging es dann los. Bis Dezember 2016 arbeitete Niethammer in der Karibik. „Es war eine tolle Zeit. Ich habe einen Traum gelebt, viel gelernt und tolle Eindrücke gesammelt.“ Doch den 31-Jährigen plagte auch das Heimweh. „Unter anderem der Liebe wegen habe ich mich dann entschieden, nach Deutschland zurückzukehren“, sagt Niethammer.

Der Kontakt zum FC Barcelona ist seitdem nicht abgerissen. Im Januar und im Februar nahm der defensive Mittelfeldspieler an einer vierwöchigen Trainerfortbildung des Clubs in Spanien teil. „Es kann sein, dass ich in ein paar Monaten wieder ein Angebot des Vereins erhalte“, sagt Niethammer. „Ob ich das annehmen würde, weiß ich aber nicht. Fußball als Beruf ist ein risikoreiches Geschäft.“

Seit der Rückkehr in die Heimat läuft Niethammer wieder für seinen alten Club aus Siersburg auf - und ist dort auch Co-Trainer. „Ich versuche natürlich Sachen, die ich von Barcelona gelernt habe, hier umzusetzen. Aber dafür muss man natürlich auch die Spieler haben“, erklärt Niethammer. Ein ganz wichtiges Anliegen ist ihm aber, dass sein Team eine Sache beherzigt, die er in der Barcelona-Akademie gelernt hat. „Dort lautet eine Formel, dass der Wert eines Spielers sich aus Kenntnisse + Geschicklichkeit x Einstellung zusammensetzt“, berichtet der 31-Jährige. „Das soll heißen, dass die Einstellung am wichtigsten ist.“

Eine gute Einstellung braucht der FV auch, wenn er den Ligaverbleib noch schaffen will. Vor dem Duell gegen Friedrichsthal sind die Blau-Weißen nämlich Schlusslicht. Am vergangenen Sonntag aber bewies der FV schon mal eine gute Einstellung, als er nach 0:2-Rückstand gegen den VfL Primstal noch zu einem 2:2 kam. „Das war für die Moral unheimlich wichtig“, weiß Niethammer. „Ich bin überzeugt, dass wir die Klasse halten.“


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