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Lohn vom Bundespräsidenten: Höchster deutsche Orden für Gründerin der „Kinderhilfe Saar“





Fremersdorf
Die helfende Hand im Hintergrund
Lohn vom Bundespräsidenten: Höchster deutsche Orden für Gründerin der „Kinderhilfe Saar“

Von  Traudl Brenner, 
02. Dezember 2016, 02:00 Uhr
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Setzt sich ehrenamtlich für Kinder in Not ein: Margarita von Boch. Foto: Iris Maurer

Foto: Iris Maurer
Frühstück in der Schule, Begabungen fördern und mehr: Die Kinderhilfe Saar unterstützt Kinder in vielen Belangen. Der Verein wurde von Margarita von Boch gegründet. Nun wird ihr das Verdienstkreuz verliehen.

Margarita von Boch aus Fremersdorf freut sich auf den Händedruck des Bundespräsidenten. Am kommenden Montag, dem „Tag des Ehrenamtes“, wird Joachim Gauck ihr im Schloss Bellevue in Berlin einen der höchsten deutschen Orden überreichen: Das „Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland“. Sie allein vertritt dabei das Saarland.

Anpacken, wo es nötig ist

Der Grund für die Auszeichnung: Margarita von Boch hat 1999 den Verein „Kinderhilfe Saar“ gegründet und leitet ihn seither, mithilfe ehrenamtlicher Mitglieder, mit wachsendem Erfolg.

Die Saarländer kennen und unterstützen diesen ungewöhnlichen Verein, der Kindern hilft, denen es aus unterschiedlichen Gründen nicht gut geht. Weil sie im Krankenhaus liegen. Oder weil sie mit knurrendem Magen in die Schule gehen müssen. Weil sie keine Bildungschancen haben, ihre Begabungen nicht gefördert werden. Beispiele: Von den „Klinikclowns“ werden kleine Patienten aufgemuntert und motiviert, in Brennpunkt-Schulen gibt es „frühes Frühstück“, ganze Klassen bekommen die Chance, Instrumente zu lernen. Es gibt auch schon mal Erholungsurlaub – und vieles mehr. Einzelfälle, Gruppen – die „Kinderhilfe“ packt an, wo es nötig ist. „Gerechtigkeit“ sagt Margarita von Boch „fängt bei der Bildung an“. Seit einiger Zeit tut der Verein auch viel für „Kibiz“, das Malstatter Kinderbildungszentrum der Diakonie, wo auch Kleinkinder von der „Kinderhilfe“ profitieren.

Und alles wird von den 30 Mitgliedern des Vereins ehrenamtlich organisiert und mithilfe vieler Spender finanziert. Ohne viel Aufhebens. Und jeder gespendete Cent geht in die einzelnen Projekte – nicht in Verwaltungskosten. Die große Stütze dabei ist für Margarita von Boch ihre Geschäftsführerin Dr. Ingrid Kojan, die ihren Job natürlich auch ehrenamtlich macht.

Margarita von Boch – in Argentinien aufgewachsen, verheiratet mit Eugen von Boch, Mutter von drei Töchtern, Großmama von vier Enkeln – hat schon, als ihr eigener Nachwuchs noch klein war, Hilfe für Kinder in Not organisiert, ohne daraus viel Aufhebens zu machen. Ihre Motivation: Die, denen es gut geht, sollten denen helfen, die nicht so viel Glück haben.

Bescheidene Helferin

Viel Aufhebens nach außen macht sie darum nicht. Wenn es irgend geht, tritt sie selbst nicht in Erscheinung – Ausnahme: wenn mal wieder eine besonders große Spende ankommt, wie damals, als der Fremersdorfer Johann Schellenbach ihr und ihrer Hilfs-Idee, die damals noch in den Kinderschuhen steckte, ein stattliches Vermögen vermachte, wodurch dann eine Hilfslawine ins Rollen gebracht werden konnte. Oder eben wenn, wie jetzt, der Bundespräsident ruft.


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